Reisetagebuch

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Epilog
Bilder

2011-07-12

Der dritte Tag begann freundlich. Die Sonne lachte, von den Ausflugsdampfern schallten die Ansagen zur Loreley herüber, und neben den vorbeitosenden Zügen trugen 2 Kampfjets im Tiefflug mit ihrem Zielanflug auf den Felsen auf der anderen Rheinseite dazu bei, dass es nicht zu eintönig wurde. Wir traten unsere Fahrt geräuschloser um 10:45 Uhr an; bestenfalls unser Keuchen aufgrund des Gegenwindes mag Mitmenschen gestört haben. Zunächst zog sich der Weg entlang der Straße. Zu unserer Linken schlängelte sich der Rhein, zur Rechten stiegen die Weinberge an bzw. verteilten sich mit ihren Fachwerkhäusern einige historisch anmutende Dörfer. Möglichkeiten zum Einkauf fanden wir so gut wie keine, zumindest nicht direkt an unserem Weg. So radelten wir von kurzen Photostops abgesehen gut 2 Stunden, bis wir Bingen erreichten. Dort überfielen wir zunächst einen Supermarkt, um uns mit belegten Brötchen, Bananen und kalter Limo zu versorgen. Dann ging es weiter Stadteinwärts, um eine adäquate Bleibe für den Verzehr zu finden. Nach der Überquerung der Nahe wurden wir im hiesigen Stadt- oder Rheinpark fündig. Wir fanden 2 Relaxliegen, mümmelten unsere Mahlzeit weg und gaben uns im Schatten der Bäume dem Müßiggang hin; meine Frau legte ein Nickerchen ein, ich zog den Rechner hervor, tippte ein wenig Reiseerlebnisse und fand sogar einen Internetzugang, um die Ergebnisse hochzuladen. Gegen 15:30 Uhr setzten wir unseren Weg fort. Wir verließen stellenweise die vorbereitete Route, folgten Wegweisern am Wegesrand und genossen das sich ändernde Ambiente; die Weinberge wichen Obstpflanzungen, Schrebergärten und weitläufigen Auen. Erneut 2 Stunden später lockte uns in einem Vorort von Mainz eine Imbissbude, an der wir nicht vorbeikamen. Sowohl Laugenbrezel als auch Käsekuchen ließen wir uns schmecken, und auch Apfelschorle und Eistee waren eine willkommene Abwechselung gegenüber dem Wasser mit Brausetabletten in unseren Trinkflaschen. Beim Aufbruch philosophierten wir noch mit einem anderen Radler ein wenig über die Vorzüge der elektronischen Wegführung, bevor es abermals weiter ging. Während der vorangegangenen Pause rückte bereits eine dunkle Wolkenfront bedrohlich heran, und passend zur Einfahrt in die Rheinland Pfälzischen Landeshauptstadt entlud sich, stellenweise auch heftig, ein Gewitter und wir waren gezwungen unsere Regenbekleidung anzulegen. Die Fahrt ging entlang eines Autobahnausläufers hinein in die Stadt; nicht unbedingt die reizvollste Streckenführung, aber entlang des Rheins gab es ausreichend Fabrikgelände, die umgangen werden wollten. Zurück am Fluss bestand meine Frau darauf, ein festes Dach über dem Kopf dem anvisierten Campingplatz vorzuziehen. Da sie bislang ohne großes Murren und Knurren meine Ideen hatte über sich ergehen lassen, wollte ich sie nicht enttäuschen. Wir fragten uns zur örtlichen Jugendherberge hin durch, hielten aber zunächst bei einem Hotel auf dem Weg dorthin. Am Empfang erkundigte ich mich in triefender Regenjacke, durchnässter Shorts und tropfenden Sandalen nach dem Übernachtungspreis. Die Rezeptionistin ihrerseits war daran interessiert zu erfahren, ob wir ein Zimmer für die anstehende Nacht suchten – blöde Frage, dachte ich mir. Doch der Hintergrund kam umgehend: „Tut mir leid, aber wir sind ausgebucht.“ Damit war auch der Preis unerheblich, der in Anbetracht der Aufmachung des Hotels ein 3-stelliger Euro Betrag gewesen sein dürfte. Weiter ging es zur Jugendherberge. Dort durfte meine Frau sich nach den Konditionen erkundigen, erhielt allerdings eine ähnlich hilfreiche Antwort wie ich: ausgebucht, und ohne Jugendherbergsausweis geht schon mal gar nichts, was halt für uns zutraf. Zurück am Rhein steuerten wir dem Campingplatz entgegen. Zwischenzeitlich hatte es aufgehört zu regnen, und nach 71.4 gefahrenen Kilometern für den Tag fand sich auf der Zeltwiese ohne Probleme ein freies Plätzchen – so weit, so gut. Eine andere Qualität hatte der Campingplatz selbst. Hielten wir bis dahin den ersten Platz unserer Reise für einen der untersten Kategorie, so waren wir uns hier einig, dass Ersterer im Nachhinein aufzuwerten war. Doch egal, wenngleich abenteuerlich, die Dusche funktionierte, die Platzwirtin erwies sich mit der Stromversorgung für den Rechner als hilfreich, wenngleich die eingangs offerierte Gelegenheit, auch noch zu späterer Stunde eine warme Mahlzeit erhalten zu können sich als nicht zutreffend erwies. Da war es nicht verkehrt gewesen, für jeden von uns noch ein Brötchen in Reserve gehalten zu haben.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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Zurzeit ist eine Veranstaltung geplant, die Liste unter Vorträge, in der Sie Details zum Wann, Wo und Worüber finden, wird jedoch ständig aktualisiert.
Falls Sie selbst Interesse haben, mich einzuladen oder Sie einen Veranstalter kennen, treten Sie gerne mit mir in Kontakt. Es erwarten Sie unterhaltsame anderthalb bis zwei Stunden Fotoshow mit live vorgetragenen Erlebnissen und Anekdoten sowie Musik untermalten Passagen. Für Fragen oder einen kleinen Plausch stehe ich Ihnen während einer kurzen Pause oder im Anschluss gerne zur Verfügung.
Ich freue mich über Ihren Besuch und bin gespannt darauf, Sie kennen zu lernen!




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Auch wenn ich keinen Verleger für eine Papier Fassung finden konnte - wer die hier beschriebene Reise "am Stück" nachlesen will, interessiert ist zu erfahren, wie der Urlaub endete bzw. Equipment und Protagonisten zurück nach Köln gelangten, und über einen E-Book Reader oder die i.d.R. entsprechend kostenlos erhältliche Software für PC, Tablet oder Smartphone verfügt, der wird im einschlägigen Handel fündig. Die für kleines Geld erhältliche Auflage (Umfang: ca. 270 Seiten eines gedruckten Buches) enthält gegenüber den hier während der Reise formulierten Erlebnissen zudem die Schmankerl, die unterwegs fehlendem Strom und zu knapp bemessener Zeit zum Opfer fielen. Dass dabei die Sätze so enden, wie sie angedacht waren, und das Maß an Rechtschreib- sowie Zeichensetzungsfehler reduziert wurde, versteht sich von selbst ...

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