Reisetagebuch

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Epilog
Bilder

2011-07-23

Ein weiteres Mal bei Sonnenschein aufgestanden und das Zelt abgebaut. Als zeitraubend erwies sich der Gang zur Toilette, wobei ich meine ersten Erfahrungen mit der französischen Variante machte. Den akustischen Eindrücken der Nebenkabine nach war ich allerdings nicht der einzige, bei dem es nicht so richtig flutschte.
Beim Baguette Frühstück noch auf dem Campingplatz von einer Belgierin angesprochen worden, die uns hinsichtlich unserer offensichtlichen Radtour beneidete; es stellte sich heraus, dass sie vergangenes Jahr mit dem Rad nach Barcelona geradelt war und ebenfalls auf Campingplätzen die Nächte verbracht hatte; diesmal war sie mit ihrem Lebensgefährten und einem Kind im Auto unterwegs.
Neben uns campierten Franzosen, die Richtung Chalon-Sur-Saone unterwegs waren, was auch auf unserer Route lag. Dort sollte ein Festival mit Straßenkünstlern stattfinden, Musik, Theater, Gaukler, das volle Programm halt – wir waren gespannt, obwohl die Stadt nur auf der Mitte unserer Tagesetappe lag.
Der Weg verlief zunächst entlang der Saone, ging später aber über die Dörfer weiter. Nachdem wir Chalon-Sur-Saone schon fast hinter uns gelassen hatten sahen wir von einer Brücke aus, wo das Festival stattfand, kehrten um und drängelten uns zusammen mit zahlreichen anderen Besuchern durch die engen Gassen der Fußgängerzone rund um die dortige Kirche in der Altstadt. Nachdem wir genug gesehen hatten, schoben wir eine Pause beim örtichen Mc Donalds hinterher, wo wir uns eine Portion Salat genehmigten und einen kräftigen Regenschauer abwarteten, während dem diese Zeilen entstanden.
Um kurz vor 16:00 Uhr machten wir uns erneut auf, um die zweite Hälfte der Tagesetappe zu bewältigen. Ich hatte tags zuvor die Route ein wenig umgebogen, so dass wir über Landstraßen anstelle aufgeweichter Treckerspuren entlang der Saone unser Ziel Tournus erreichen sollten. Knapp 2 Stunden später legten wir einen Fotostop für einen Meilenstein ein – der 3-stellige Kilometerzähler am Rad meiner Frau stand vor dem Überlauf. Feucht fröhlich genossen wir die runde Summe abgestrampelter Kilometer – ein weiteres Mal stand ein Regenschauer an, den wir ein paar Meter weiter unter einem Baum bei einem Snickers Energieschub für die letzten Kilometer des Tages abwarteten.
Die Gegend war nach 2 Tagen wieder hügeliger geworden und bedingt durch das Abweichen der ursprünglichen Route ging es leicht rauf und runter. Nach 65.3 Tageskilometern erreichten wir den anvisierten Campingplatz und standen erstmalig im Stau – am Check-In Schalter bediente nur eine Person, es waren aber knapp 10 weitere Anreisende, die vor uns die Anmeldeformalitäten zu erledigen wünschten.
Irgendwann nach 19:00 Uhr hätten wir dann mit dem Zeltaufbau beginnen können, doch ein weiterer Regenschauer hielt uns davon ab. So setzten wir uns zunächst in die Cafeteria des Campingplatzes und wollten eine Kleinigkeit zu Abend essen. Bedingt durch den Ansturm auf die Anlage hatte jedoch auch die Speisekarte gelitten. Die Pizza war ausverkauft, ebenso die Beilagen, die sich mit einer Portion Pommes Frites kombinieren ließen; entsprechend fiel unsere Wahl auf die verbliebenen frittierte Kartoffelstäbchen mit rot-weißer Sauce; dem Mahl folgte ein „Café au lait“ (wenn das mal richtig so geschrieben ist), da der Regen noch immer nicht nachlassen wollte. Als wir uns dann in einer kurzen Schauerunterbrechung zum Zeltaufbau entschlossen, war zunächst das Drama, einen Stellplatz in der Nähe einer Stromzapfsäule zu erhalten. Nach einer erfolglosen Runde über den Platz konsultierten wir erneut den Rezeptionisten, der uns einen Plätzchen hinter einem Flatterband und dem „reserviert“ Schildchen zuwies; ein herunter getrampeltes Rasenstück, auf dem die Matsche überwog. Kaum stand unsere Behausung, brach ein sintflutartiger Regen aus. Wir ließen alles liegen und stehen und flüchteten unter das Dach des Gebäudes mit den Sanitäreinrichtungen, womit wir auch nicht alleine waren. Eine gefühlte halbe Stunde später machten wir uns bei nachlassendem Niederschlag an das Einräumen unserer nun nassen Taschen. Der aufgeweichte Boden um uns herum tat ein übriges dazu bei, uns den Spaß in Grenzen zu halten. Den Tagesabschluss bildete eine weitere Umgestaltung der Route für den folgenden Tag, die uns erneut über Landstraßen führen sollte sowie der Upload dieses Berichtes in das Internet.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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Zurzeit ist leider nichts geplant, die Liste unter Vorträge wird jedoch ständig aktualisiert.
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Auch wenn ich keinen Verleger für eine Papier Fassung finden konnte - wer die hier beschriebene Reise "am Stück" nachlesen will, interessiert ist zu erfahren, wie der Urlaub endete bzw. Equipment und Protagonisten zurück nach Köln gelangten, und über einen E-Book Reader oder die i.d.R. entsprechend kostenlos erhältliche Software für PC, Tablet oder Smartphone verfügt, der wird im einschlägigen Handel fündig. Die für kleines Geld erhältliche Auflage (Umfang: ca. 270 Seiten eines gedruckten Buches) enthält gegenüber den hier während der Reise formulierten Erlebnissen zudem die Schmankerl, die unterwegs fehlendem Strom und zu knapp bemessener Zeit zum Opfer fielen. Dass dabei die Sätze so enden, wie sie angedacht waren, und das Maß an Rechtschreib- sowie Zeichensetzungsfehler reduziert wurde, versteht sich von selbst ...

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