Reisetagebuch

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Epilog
Bilder

2011-07-27

Unser „Mobile Home“ sollten wir um 10:00 Uhr Morgens abgenommen bekommen, und damit verbunden den Pfand in Höhe von 200 € zurück erhalten, die wir am Vortag mit einer Unterschrift in Verbindung mit einer Kreditkarte quasi hinterlegt hatten. Ich hatte die Hoffnung, so früh los zu kommen, wie die ganze Tour noch nicht, doch weit gefehlt. Als eine halbe Stunde nach dem vereinbarten Zeitpunkt noch immer sich niemand mit uns in Verbindung gesetzt hatte, ergriff ich die Initiative und schritt zur Rezeption. Dort brachte ich in Erfahrung, dass wir einfach nur unsere gemietete Bleibe zu verlassen bräuchten, den Schlüssel in der Tür stecken lassen sollten und beim Verlassen des Campingplatzes den Zettel mit der geleisteten Unterschrift zurück erhalten würden. Gesagt, getan, und 20 Minuten später ließen wir die Anlage hinter uns zurück.
Bandagiert und gedopt, was meine Frau betraf, ging es durch verschiedene Vororte Lyons Richtung Süden. Das erste Teilstück bis an die Rhone bei Givors hatte ich dem Internet entnommen, nur dass der Fahrer die Strecke in anderer Richtung zurück gelegt hatte, was für uns zur Folge hatte, dass wir einige Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung passieren mussten, was allerdings niemanden so richtig interessierte. Die Strecke war gut zu radeln und wir profitierten weitestgehend von den 2 Tagen zuvor bergauf gestrampelten Höhenmetern, außer dass es zwischenzeitlich trotz Navi bei eng aufeinanderfolgenden Abbiegungen zuweilen unübersichtlich wurde; allein mit einer Karte hätte ich die Stadt auf keinen Fall durchfahren wollen.
Als wir an einem Radgeschäft vorbei kamen, hielten wir an. Mir war aufgefallen, dass die hinteren Bremsbeläge der Felsenbremsen nach ca. 2000 Kilometern abgenutzt waren und ein Nachjustieren des Bremszuges nichts mehr brachte; die in Köln gekauften Reservebremsklötze lagen gut verstaut unten in einer meiner Packtaschen, doch im Laden gab es griffbereit und preiswert Alternativen. Außerdem half uns der freundliche Verkäufer, die kaputte Leuchte am Rad meiner Frau notdürftig wieder funktionstüchtig zu bekommen. Zu gut Letzt erlaubte mir der Gute noch, meine verschmierten Finger mit seiner Reinigungspaste zu säubern, womit er sich ein Trinkgeld verdient hatte.
Gut eine Stunde Fahrt nach unserem Start wurde die Situation wieder überschaubarer, und gegen 13:30 Uhr erblickten wir erstmals den Fluss, dem wir bis zu dessen Mündung in das Mittelmeer folgen wollten. Eine weitere halbe Stunde später befanden wir uns auf einem neu erstellten Fahrradweg, der uns dorthin führen sollte und nur abschnittweise in meiner elektronischen Karte gespeichert war. Die Strecke war gut zu radeln und wir kamen zügig voran. Ohne Pause und Abschweife hätten wir den nächsten Campingplatz bereits gegen 15:00 Uhr erreichen können, doch ließen wir uns in der genannten Reihenfolge von dieser Möglichkeit abhalten.
Wir legten eine kurze Rast an einem Seitenarm der Rhone ein, vertilgten die Hälfte des zwischenzeitlich erworbenen Baguettes und amüsierten uns über die seltsamen Gefährte, die sich über den Radweg schoben: 4 rädrige Tandems, bei denen jeweils 2 Fahrer hintereinander und 2 nebeneinander saßen. Wie sie die Barrieren meisterten, die in verschiedenen Abständen den Radweg vor Zweckentfremdung bewahren sollten, blieb uns unklar.
Als wir Vienne auf der gegenüberliegenden Seite der Rhone passierten, schwärmte ich meiner Frau vor, wie ich bereits virtuell bei der Planung durch die Stadt gezogen bin und konnte sie davon überzeugen, dass eine Fahrt über die Brücke lohnenswert sei. Wir bewunderten die Altstadt mit den zahlreichen Straßencafes und dem Amphietheater, welche bei 27 Grad und Sonne zum Bummeln einluden.
Den Campingplatz erreichten wir entsprechend später gegen 17:30 Uhr, wo wir in mittlerweile geübter Manier uns dem Zeltaufbau, dem Duschen und dem Verzehr von Pizza, Pommes und Schnitzel, einem Salat sowie zur Feier des Tages 2 Kugeln Eis widmeten.
Das Herein- und Herauskrabbeln aus dem Zelt bereitete meiner Frau zwar das eine oder andere Mal ein Schmerz verzerrtes Gesicht, ansonsten bereuten wir aber beide nicht den Entschluss, gemeinsam die Fahrt fortgesetzt zu haben.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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Live Vortrag

Zurzeit ist leider nichts geplant, die Liste unter Vorträge wird jedoch ständig aktualisiert.
Falls Sie selbst Interesse haben, mich einzuladen oder Sie einen Veranstalter kennen, treten Sie gerne mit mir in Kontakt. Es erwarten Sie unterhaltsame anderthalb bis zwei Stunden Fotoshow mit live vorgetragenen Erlebnissen und Anekdoten sowie Musik untermalten Passagen. Für Fragen oder einen kleinen Plausch stehe ich Ihnen während einer kurzen Pause oder im Anschluss gerne zur Verfügung und ich würde mich freuen, Sie persönlich kennen zu lernen!




Zum "mitnehmen"

Auch wenn ich keinen Verleger für eine Papier Fassung finden konnte - wer die hier beschriebene Reise "am Stück" nachlesen will, interessiert ist zu erfahren, wie der Urlaub endete bzw. Equipment und Protagonisten zurück nach Köln gelangten, und über einen E-Book Reader oder die i.d.R. entsprechend kostenlos erhältliche Software für PC, Tablet oder Smartphone verfügt, der wird im einschlägigen Handel fündig. Die für kleines Geld erhältliche Auflage (Umfang: ca. 270 Seiten eines gedruckten Buches) enthält gegenüber den hier während der Reise formulierten Erlebnissen zudem die Schmankerl, die unterwegs fehlendem Strom und zu knapp bemessener Zeit zum Opfer fielen. Dass dabei die Sätze so enden, wie sie angedacht waren, und das Maß an Rechtschreib- sowie Zeichensetzungsfehler reduziert wurde, versteht sich von selbst ...

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