Reisetagebuch

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Epilog
Bilder

2011-07-31

Der vierte Sonntag unserer Reise: das Wetter war glücklicherweise unverändert, sprich schön – so, wie man sich den Sommer im Süden vorstellt. Der Tag unterschied sich kaum von den vorangegangenen. Katzenwäsche im Bad, Taschen packen, Zelt abbauen, Baguette vom Vortag frühstücken, Aufbruch gegen 11:00 Uhr. Der Ruhetag der Woche war einzig daran auszumachen, dass die Geschäfte weitestgehend geschlossen hatten. Unser Programm für den Tag sah noch einen Stadtbummel bei Tageslicht durch Orange vor, Weiterfahrt über Roquemaure, Avignon und eine gute handvoll Dörfer nach Arles, unsere letzte Station vor dem Erreichen des Mittelmeers.
Bei der Besichtigung des Triumpfbogens in Orange stießen wir auf eine geöffnete Boulongerie; ein Teil der Verpflegung für den Tag war mit vorbereiteten Baguette Sandwiches gesichert. Nebenan hätten wir uns noch mit Hähnchen vom Grill versorgen können, doch uns war nicht danach. Auf eine Besichtigung des örtlichen Amphietheaters verzichteten wir aus Kostengründen. Knapp 10 € für eine Person erschien uns für einen kurzen Blick um die Ecke und Druck auf den Auslöser zu unverhältnismäßig, womit wir die Stadt verließen. Die Fahrt ging wie diverse Male zuvor über Landstraßen. Irgendwo in einem kleinen Dorf hatte ein Supermarkt geöffnet, so dass wir einen weiteren Stopp zum Kauf von Bananen, Trinkjoghurt und einer Dose Eistee einlegten, was wir mangels mitgeführter Kühltasche direkt verzehrten.
In Avignon hielten wir uns ein wenig länger auf. Die Stadt wimmelte voller Besucher, die Straßencafes waren gut besucht, und auch wir sponserten eines der Lokale, wo wir uns ein Eis gönnten, nachdem wir diverse Sehenswürdigkeiten hinter die Linse gebracht hatten.
Bei unserem Aufbruch wurden wir von einem Pärchen aus Deutschland angesprochen und die üblichen Fragen und Informationen wurden ausgetauscht. Er war in Damaskus geboren und fuhr auch gerne Rad, bevorzugte aber die Strecken, die wir zu vermeiden suchten – Berge! Die Gattin war gebürtige Düsseldorferin, was Anlass zu den üblichen Späßen lieferte. Anstatt in Andalusien ihren Urlaub zu verbringen hatten sich die beiden diesmal für Frankreich entschieden und waren begeistert von der hiesigen Küche bzw. bei der Selbstverpflegung von den entsprechenden Einkaufsmöglichkeiten. Auch wenn die Konversation nicht uninteressant war, irgendwann drängte es uns zur Weiterfahrt und nachdem wir die Stadtmauern und Vororte hinter uns gelassen hatten, folgten wir der ausgearbeiteten Route über nahezu unbefahrene Dorfstraßen bei schönstem Sonnenschein. Gegen 18:00 Uhr erreichten wir nach knapp 74 Kilometern mit Arles unser Tagesziel. Uns fehlte der Antrieb, noch einen weiteren Stadtbummel anzugehen, und so fuhren wir direkt den 2 Sterne Campingplatz an. Nach dem Einchecken lernter wir ein weiteres Pärchen kennen, die sich und ihre Räder mit dem Bus in Saintes-Maries-de-La Mer hatten absetzen lassen und 1200 Kilometer auf dem Weg zurück nach Holland mit dem Rad vor sich hatten. Da ein Teil ihrer Route mit der identisch war, die wir zurück gelegt hatten, versorgten wir sie mit unseren Erkenntnissen und wünschten uns viel Spaß für den Rest unserer Reise.
Nach kleineren Irritationen hinsichtlich des Stellplatzes schlugen wir auf einer Wiese hinter den uns mittlerweile bekannten „Mobile Homes“ unser Zelt auf und begaben uns in den Pool, welcher in diesen Breitengraden anscheinend zum Standard gehörte. Dem Genuss der letzten Sonnenstrahlen folgte die Dusche, der allwöchentliche Gebrauch der Schermaschine sowie eine kleine Wäsche Buntes.
Mit einsetzender Dämmerung sahen wir uns schließlich nach dem Schietwetter mit einer neuen Plage bedroht: Moskitos! Und dies in einer Anzahl, dass Autan ausgepackt werden musste. Die Blutsauger machten auch vor dem Restaurant nicht halt, wo wir einen abendlichen Imbiss zu uns nahmen (3 Hähnchenflügel mit Pommes für meine Frau, eine Raclette Pizza für mich – seltsam, aber ok).
Für den nächsten Tag stellten wir uns den Wecker um eine Stunde auf 07:00 Uhr vor, in der Hoffnung, damit entsprechend eher in Gang zu kommen – es lockte das Meer, wenngleich meiner Frau die Vorstellung, die nächste Nacht auf dem „wilden“ Campingplatz „Beauduc“ in der Camargue zu verbringen, eher Unbehagen bereitete.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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Zum "mitnehmen"

Auch wenn ich keinen Verleger für eine Papier Fassung finden konnte - wer die hier beschriebene Reise "am Stück" nachlesen will, interessiert ist zu erfahren, wie der Urlaub endete bzw. Equipment und Protagonisten zurück nach Köln gelangten, und über einen E-Book Reader oder die i.d.R. entsprechend kostenlos erhältliche Software für PC, Tablet oder Smartphone verfügt, der wird im einschlägigen Handel fündig. Die für kleines Geld erhältliche Auflage (Umfang: ca. 270 Seiten eines gedruckten Buches) enthält gegenüber den hier während der Reise formulierten Erlebnissen zudem die Schmankerl, die unterwegs fehlendem Strom und zu knapp bemessener Zeit zum Opfer fielen. Dass dabei die Sätze so enden, wie sie angedacht waren, und das Maß an Rechtschreib- sowie Zeichensetzungsfehler reduziert wurde, versteht sich von selbst ...

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