Reisetagebuch

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Epilog
Bilder

2011-08-02

Trotz des frühen zu Bett Gehens am Vorabend und dem freundlichen Hinweis des Weckers, dass es irgendwann 07:00 Uhr sei, standen wir erst eine Stunde später auf; kein Lärm störte uns beim „wilden“ Campen, und wir genossen noch ein wenig die Ruhe. Entsprechend kamen wir erst knapp 2 ½ Stunden später los. Wir frühstückten unsere Tags zuvor eingekauften Reserven, obwohl es auch hier an der Geschäftstüchtigkeit der Mitmenschen nicht mangelte; gerade munter das Baguette vor uns hin mümmelnd störte plötzlich ein hupend umherfahrender Wagen die Stille. Ich orakelte bereits, dass der Frühstücksservice nun da sei, und in der Tat hielt kurze Zeit später ein Kleinwagen mit großer Ladefläche in unserer Nähe, um die herbei strömenden Nachbarn mit einem frischen Stangenbrot und Kleinigkeiten zu versorgen.
Unsere Fahrt führte weiter hindurch zwischen Étancs und Salinen, und diesmal hätten wir Flamingos mit Steinen bewerfen können, ohne dabei Rekorde zu brechen, was uns hinsichtlich unseres Vorankommens ein wenig aufhielt – aber wann bekommt man derartiges schon mal geboten? Also blieben wir häufig genug stehen, um den Fotoapparat erneut aus der Lenkertasche hervorzuholen, auf den Auslöser zu drücken, und die Digitalknipse wieder zu verstauen. Mit unserer Bewunderung für die Natur waren wir aber bei weitem nicht allein. Ein Leuchtturm inmitten der Prärie schien ein Anziehungspunkt für weitere Radler und Wanderer zu sein, wenngleich die nächste Ortschaft mit Saintes-Maries-de-La-Mer 12 Kilometer weit entfernt war.
Dort angekommen erlebten wir einen kleinen Kulturschock. Soeben noch inmitten eines ruhigen Nationalparks, fanden wir uns ohne große Übergänge in einem rummeligen Touristenort wieder. Autos zuhauf, ebenso Urlauber und diejenigen, die aus dessen Anwesenheit Profit ziehen wollten – so gab es zahlreiche Restaurants und zweifelhafte Souvenirläden, die alles Boten, was des Badegastes Herz erfreute: Schwimmflossen, Luftmatrazen, Cacher, das ganze Programm halt.
Bei der Ortsausfahrt trafen wir auf 2 Damen, die ebenfalls mit dem Rad unterwegs waren und die mit uns in Orange campiert hatten. Die beiden Holländerinnen hatten das Schmuddelwetter genutzt und waren mehr geradelt, als sie ursprünglich beabsichtigt hatten. Da deren Reise ein paar Tage später in Avignon enden sollten, ein Bus sollte sie von dort aus zurück in ihre Heimat bringen, wollten sie nun bei Sonnenschein den Strand nutzen und die Seele ein wenig baumeln lassen. Dem Bekunden nach kamen sie aus Scheweningen, wo es bei schönem Wetter ähnlich lebhaft zugehen sollte wie in Saintes-Maries-de-La-Mer, insofern fühlten sie sich durch die hiesige Umgebung nicht gestört; dafür konnte sie unsere Begeisterung für das Naturschutzgebiet nicht vom Sattel reißen.
Anders sah schon der Stadtbummel durch Aigues-Mortes aus; weniger Ramschläden, dafür mehr Geschäfte in stilvoller Aufmachung, ruhiges Geschiebe in der Fußgängerzone in den altertümlich anmutenden Stadtmauern.
Den krassen Gegensatz dazu erlebten wir dann am geplanten Etappenziel in La-Grande-Motte. Die Stadt machte einen künstlichen Eindruck einer reinen Falle für den Massentourismus, wenngleich das, was wir sahen, nicht so schrill aussah wie Saintes-Maries-de-La-Mer. Im Gegensatz dazu überwogen die Bettenburgen, die sich den Strand entlang zogen.
Den von uns angesteuerten Campingplatz hingegen fanden wir nicht. Zwar schafften wir es, auf dem entsprechenden Gelände zu stehen, doch wussten wir die Antworten der von uns angesprochenen Bewohner, wo sich denn die Rezeption des Platzes befände, nicht zu interpretieren.
Letzendlich fuhren wir die Strecke weiter, die für den Folgetag geplant war; ein paar Kilometer weiter stießen wir in Palavas auf den nächsten Campingplatz. Dort ließ man uns wissen, dass der Platz für diesen Tag bereits ausgebucht war. Also weiter durch den Ort. Am Hafen erfuhren wir, dass in unserer Fahrtrichtung weitere Campingplätze zu finden seien, und tatsächlich endete der Halt bei nächster Gelegenheit erfolgreich. Auf einem riesigen Gelände fanden sich in Rezeptionsnähe einige Stände, die an einen Flohmarkt erinnerten, sowie eine Reihe von Restaurants und Bars. Eine Stromversorgung konnte man uns hingegen nicht bieten, d.h. der Akku des Rechners blieb zunächst leer, was aber aufgrund der mit 20:00 Uhr fortgeschrittenen Stunde hinsichtlich der Reisetagebuch Aktualisierung unerheblich blieb.
Nachdem das Zelt Stand und wir uns im nahe gelegenen Restaurant im Ort niederließen, war es kurz vor 22:00 Uhr. Dies wiederum hatte zur Folge, dass man uns im Restaurant darauf hin wies, dass ein Menü nicht mehr zu erhalten sei – und dass in mediterranen Gefilden. Aus dem westlicheren Nachbarland waren wir anderes gewohnt, aber dann halt nicht. Wir bestellten uns einen Salat und waren eine gute Stunde später die letzten Gäste, die das Lokal verließen.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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