Reisetagebuch

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Epilog
Bilder

2011-08-05

Hatten wir am Vorabend noch mit unseren holländischen Gastgebern bzgl. des Frühstücks herum gewitzelt hinsichtlich frischer Brötchen, Eier und dergleichen mehr, so bot uns das weibliche Familienoberhaupt tatsächlich Morgens Tee und Kaffee an und stellte uns einen Tisch und 2 Campingstühle im Schatten des Autos auf – die Familie selbst pflegte das erste Mahl des Tages im Wohnwagen einzunehmen, so dass wir mit der Inanspruchnahme des Angebots hofften, den Tagesablauf der guten Seelen nicht über Gebühr durcheinander gebracht zu haben. Wir wussten den Komfort zu würdigen und ließen uns das Not-Baguette des Vorabends mit Käse und 2 Tassen Tee bei strahlend blauem Himmel schmecken. Auch der Rechner erhielt aus der Steckdose des Wohnwagens eine Speisung, und kurz vor unserer Abfahrt ging ich nochmal das erste Stück der geplanten Route mit unserem Gastgeber durch, nachdem man mich auch noch mit dem Internetzugang für den Upload eines Reiseberichts versorgte.
In der Straßenkarte der Holländer war eine Verbindung entlang des Meeres nicht ersichtlich gewesen, doch im Nachhinein fürchte ich, hatten wir einfach nur in der falschen Richtung recherchiert, aber nach den diversen erlebten Irrwegen war ich vorsichtig geworden und hatte nochmals mein Augenmerk auf den Streckenabschnitt geworfen. Aufgrund des Interesses unserer Asylgeber und derer sympathischen Art revanchierte ich mich mit dem Hinweis auf unser Reisetagebuch, sollten sie diesem auch entnehmen können, ob und wie sich unser Weg weiter fortsetzte (solltet Ihr die Zeilen lesen, nochmals vielen Dank an dieser Stelle).
Wie gewohnt setzten wir uns gegen 11:00 Uhr in Bewegung. Das erste Teilstück Richtung Port-la-Nouvelle führte uns erneut über Schotter einen Kanal entlang. Anschließend ging die Fahrt weiter Richtung Leucate, wo uns der erste Hügel seit längerem in die unteren Gänge der Räder zwang. Außerdem zeichneten sich spätestens ab dort langsam aber deutlich die Pyrenäen am Horizont ab und gaben uns einen Vorgeschmack auf das, was für den nächsten Tag vor uns lag. Außerdem schoben sich von dort dicke dunkle Wolken zu uns herüber, aus denen es gelegentlich blitzte. In der Hoffnung, trocken davon zu kommen, setzten wir unsere Fahrt unter anderem auf Radwegen zwischen Meer und Salzsee fort. Bei der Überquerung einer Brücke konnten wir die Ernte der Muschelbänke bewundern, die dort auf der Rückseite von Restaurants gewaschen wurden und im vorderen Bereich gekocht zum Verzehr angeboten wurden, doch trafen die Meeresfrüchte nicht den Geschmack meiner Frau und auch bei mir hielt sich der Appetit in Grenzen, so dass wir nicht die seltene Gelegenheit zum entsprechenden Imbiss nutzten.
Nach 55 Kilometern trafen wir dann auf einen alten Bekannten, der sich, wie bereits erwähnt, aus der Ferne angekündigt hatte – den Regen. Wir verzichteten darauf, die verbleibenden 5 Kilometer zum nächsten Campingplatz weiter zu fahren und suchten Unterschlupf bei einem, vor dem wir gerade standen. Mit dem Elektrocart drehte eine Dame von der Anmeldung mit mir eine Runde um zu erfahren, ob einer der wenigen freien Plätze mir genehm sei. Die Stromversorgung war zwar mal wieder zu weit für uns entfernt, doch man bot mir bereitwillig Hilfe mit einem Verlängerungskabel an, was ich dankend annahm; bei einem Übernachtungspreis von gut 43 €, neuem Rekord, fand ich das Entgegenkommen allerdings durchaus angemessen.
Kurze Zeit später versuchten wir es mit dem Zeltaufbau, doch ein erneuter Regenschauer trieb uns unter das Vorzelt unserer Nachbarn, einem deutschen Ehepaar, die bereits seit einigen Tagen mit ihrem Wohnwagen dort campierten, nachdem sie das Wetter aus den Pyrenäen vertrieben hatte. Er stellte sich als begeisterter Radler vor, den vorzugsweise Pässe und Höhenzüge reizten, der aber auch mit dem Mountainbike zusammen mit seiner Frau nun auf die Radwege entlang des Meeres umgestiegen war.
Wir plauderten länger als es regnete, doch es war noch verhältnismäßig früh am Tag und nachdem das Zelt stand fanden wir noch Zeit für ein Bad im Pool des Campingplatzes.
Gegen 21:00 Uhr und nachdem ich mich bei meinen alten Arbeitskollegen nach dessen Wohlergehen beim Biere erkundigt hatte rückten wir schließlich aus zum Abendessen auf die Terrasse des Restaurants, wo wir nur mit Mühe einen Tisch für uns fanden; das bevorstehende Animationsprogramm lockte die Camper in Scharen. Bei wenigen Tintenfischringen, dafür um so mehr frittierten Kartoffelstäbchen, gönnten wir uns einen Krug Sangria, während der DJ mit Sommerhits vergangener Jahre die Tanzfläche füllte und Karnevals ähnliche Gefühlsausbrüche provozierte. Eine Polonaise jagte die andere, ein Gast (oder war es ein Animateur?) lief im Eselskostüm herum und von den Tischen wurde lautstark mitgeklatscht und gegröhlt, so dass wir bald das Weite suchten.
Zurück am Zelt boten auch hier die Nachbarn großzügig ihre Campingstühle zur Benutzung an und luden uns auf ein Glas Wein ein. Während ich das Angebot der bequemen Sitzgelegenheit nutzte, mich aber vor unserer Schlafstätte der Berichterstattung widmete, gesellte sich meine Frau mit unter das Vorzelt der neuen Spender und tauschte Erlebnisse und Erfahrungen aus. Sollte der Bericht des 2. August mehr Fehler als Vorangegangene enthalten, so könnte es neben der vorgerückteren Stunde (letztes Abspeichern mal wieder kurz vor Mitternacht) an meinem Anteil des Liters Sangria gelegen haben oder dem Glas Rose der Nachbarn, wobei mit dem dem Konsum des zuletzt Genannten selbstverständlich in keinster Weise eine Mitschuld die Gönner treffen sollte.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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