Reisetagebuch

2013-04-27
2013-04-28
2013-04-29
2013-04-30
2013-05-...
2013-06-...
2013-07-...
2013-08-...
2013-09-...
Bilder

2013-04-30

4. Tag: 84 Kilometer (Gesamt: 294)

Die Nacht war frisch, so frisch, dass wir uns die Kapuzen unserer Mumienschlafsäcke so weit zugezogen haben, dass nur noch die Nase zum Luft holen frei blieb. Doch der Tag beginnt sonnig und freundlich. Nachdem das Zelt abgetrocknet ist, wird es mal wieder fast 11:00 Uhr, bevor wir aufbrechen. Kommen wir zunächst 4 Kilometer weiter, um uns an einer Bäckerei mit dem Frühstück einzudecken, so folgt der nächste Halt nur 3 Kilometer später, um Teile des Einkaufs zu vertilgen. In einem Waldstück an einem Bogen der Lippe stehen Bänke und ein Tisch parat, und die Sonne lugt durch die Äste. Nur wenig später erhalten wir Gesellschaft. Ein Ehepaar aus dem Westerwald, SIE mit E-Bike, ER auf einem konventionellen Mountainbike, kommt aus der Richtung, in die wir wollen, und kann ebenfalls dem Charme des idyllisch gelegenen Rastplatzes nicht widerstehen. Wir kommen ins Gespräch, erfahren einiges über das Rad mit Elektromotor und was die beiden in der Gegend treiben. Da auch wir nicht zurückhalten können mit unserer Tour verfliegt die Zeit weiter und es wird 12:15 Uhr, bevor die eigentliche Tagesetappe startet. Da wir uns für den Abend in Münster verabredet haben, fressen wir mehr oder weniger die Kilometer, die uns vom Ziel trennen, um noch einigermaßen pünktlich einzutreffen, wobei wir unsere Ansicht, dass es sich bei dem Münsterland um flaches Terrain handelt, revidieren müssen. Bis Lüdinghausen geht es ein paar Hügel hinauf, die in Anbetracht des Gegenwindes auch schon mal in die Beine gehen. Die Fahrt hinab ist hingegen deutlich weniger anstrengend und wir erreichen mühelos 35 km/h. Bei Ascheberg, die Hälfte der Strecke ist geschafft, gönnen wir uns eine kurze Unterbrechung, senden ein paar E-Mails, was uns aufgrund des fehlenden Signals auf dem Campingplatz verwehrt blieb, und nehmen eine kleine Stärkung zu uns. Anschließend geht es weiter über Wald- und Feldwege entlang der A1, die wir drei mal queren. Gegen 18:00 Uhr ist der erste Vorort vom Münster erreicht, doch noch trennen uns 20 Kilometer vom ausgewählten Tagesziel.
In die Stadt selbst gelangen wir entlang des Aasees. Dass Münster eine Fahrradstadt ist, war mir zwar bekannt, insofern überraschen mich gut gefüllte Fahrrad Parkplätze nicht, was mich hingegen durchaus erstaunt, ist die Qualität der Radwege, die darin gipfelt, dass rings um den Innenstadtkern, um den uns unserer Weg führt, eine Straße ausschließlich für Zweiräder existiert, auf der auch zu dieser Stunde noch reger Verkehr herrscht.
Mit einer weiteren Überraschung wartet der Campingplatz auf. Zahlten wir auf den vorangegangenen Plätzen 6 Euro für die Übernachtung bzw. 45 Euro inklusiv Verpflegung, so knüpft man uns hier 20 Euro ab, ohne dass die Benutzung der Dusche enthalten ist. Natürlich gönnen wir uns auch noch den Luxus des Schauers auf Knopfdruck, und so wird es fast 21:30 Uhr, bevor wir ein paar Meter weiter in einem Restaurant auf der anderen Straßenseite Anja, eine ehemalige Arbeitskollegin, treffen. Da wir 11 Jahre nichts voneinander gehört haben, gibt es viel zu erzählen. Neben den Geschehnissen aus gemeinsamen Zeiten kommt auch unsere Fahrt nicht zu kurz, doch wir erfahren auch einiges, wie Anja ihre Urlaube verbringt. So tourte sie wiederholt mit einem Rucksack auf dem Rücken durch Indien, Südamerika und Japan, was sich zwar spannend anhört, doch wir wollen nicht tauschen. Auch das Essen kommt nicht zu kurz und es ist schließlich Ute, die Mitleid mit den Angestellten des Hauses hat und zum Aufbruch drängt, als wir die letzten Gäste sind und die Zeiger der Uhr sich senkrecht übereinander schieben.
Beim Hinausgehen kann ich es mir nicht verkneifen, mich bei der Bedienung zu erkundigen, wie Dortmund in Barcelona gespielt hat, werde freundlich darauf hingewiesen, dass die Partie in und gegen Madrid stattfand und dass der BVB trotz 2:0 Niederlage das Finale der Championsleague erreicht hat, womit glücklich und zufrieden auch dieser Tag endet.



Bericht zurück
2013-04-29
Seitenanfang
2013-04-30
Bericht vor
2013-05-01



Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




Newsletter

Sie wollen per E-Mail über neue Einträge auf dieser Seite informiert werden?
Kein Problem!
Klicken Sie auf Newsletter und folgen Sie den dort beschriebenen Anweisungen.




Live Vortrag

Zurzeit sind 2 Veranstaltungen geplant, die Liste unter Vorträge, in der Sie Details zum Wann, Wo und Worüber finden, wird jedoch ständig aktualisiert.
Falls Sie selbst Interesse haben, mich einzuladen oder Sie einen Veranstalter kennen, treten Sie gerne mit mir in Kontakt. Es erwarten Sie unterhaltsame anderthalb bis zwei Stunden Fotoshow mit live vorgetragenen Erlebnissen und Anekdoten sowie Musik untermalten Passagen. Für Fragen oder einen kleinen Plausch stehe ich Ihnen während einer kurzen Pause oder im Anschluss gerne zur Verfügung.
Ich freue mich über Ihren Besuch und bin gespannt darauf, Sie kennen zu lernen!




Werbung in eigener Sache

Der Reisebericht der Radtour 2011 von Köln über Barcelona nach Formentera ist unter dem Titel "Urlaub, mal anders" (ISBN: 978-3-7309-0754-2) als E-Book für kleines Geld im Handel erhältlich.

Kennen Sie das?
Sie haben den Supermarkt gerade hinter sich gelassen da fällt Ihnen ein, was Sie unbedingt besorgen wollten - dann aber doch vergessen haben. Das ist nicht nur on tour blöd, sondern Zuhause ebenso. Und da Stift und Zettel sich häufig genug nicht in greifbarer Nähe befinden, der kleine elektronische Störenfried hingegen schon und weil es obendrein viel praktischer ist: verwenden Sie, sofern Sie es nicht bereits tun, Pruedis Einkaufsliste.
Die App für Ihr Android Smartphone, der Sie nicht nur vertrauen können, die Sie nicht mit Werbung belästigt, die auf das Wesentliche reduziert ist, die sich einfach bedienen lässt und die auch dort funktioniert, wo es vielleicht mal kein Internet gibt.
Sie kennen Pruedis Einkaufsliste noch nicht? Dann wird's aber Zeit - jetzt kostenlos testen!