ACHTUNG: je nach Auffassung kann diese Seite Spuren von Werbung enthalten!

Reisetagebuch

2013-04-...
2013-05-01
2013-05-02
2013-05-03
2013-05-04
2013-05-05
2013-05-06
2013-05-07
2013-05-08
2013-05-09
2013-05-10
2013-05-11
2013-05-12
2013-05-13
2013-05-14
2013-05-15
2013-05-16
2013-05-17
2013-05-18
2013-05-19
2013-05-20
2013-05-21
2013-05-22
2013-05-23
2013-05-24
2013-05-25
2013-05-26
2013-05-27
2013-05-28
2013-05-29
2013-05-30
2013-05-31
2013-06-...
2013-07-...
2013-08-...
2013-09-...
Bilder

2013-05-02

6. Tag: 74 Kilometer (Gesamt: 422)

Das Wetter an diesem Donnerstag Morgen hält sich an die Vorhersage. Es ist grau, die empfundene Temperatur auf dem Gang zum Waschbecken liegt unter 10 Grad und die Wäsche auf der Leine ist noch fast ebenso klamm wie am Vorabend, was zur Folge hat, dass sie nicht zu den trockenen Klamotten in die Tasche wandert, sondern im Wäschebeutel neben dem Zelt Platz finden muss. Einen neben unserem Stellplatz gelegenen Tisch zweckentfremden wir für den erstmaligen Einsatz des Spiritus Kochers. Es dauert zwar circa 20 Minuten, bevor das Wasser anfängt zu brodeln, doch die Zeit tut nicht weh. Ute packt während dieser Zeit ihre Taschen, ich bin damit beschäftigt, das Zelt abzubauen. Anschließend frühstücken wir bei heißem Tee die Überbleibsel vom Tag zuvor.
Gegen 10:45 Uhr setzen wir uns in Bewegung. Die ersten Kilometer führen wie die letzten des Vortags durch die Ausläufer des Teutoburger Waldes und es geht munter auf und ab. Erst ab Osnabrück werden die Hügel überschaubarer. Zunächst verläuft der Weg entlang von Bahngleisen, später stehen wir vor größeren Gotteshäusern bzw. radeln im Schritttempo durch eine Fußgängerzone, die sich nicht deutlich von denen anderer größerer wie auch kleinerer Städte in Deutschland unterscheidet. Mehrgeschossige Filialen von Elektronik- und Textilketten grenzen an Juweliere, Bäckereien, Reisebüros, Mobilfunkanbieter und dergleichen mehr und wir entdecken nichts, was Osnabrück nachhaltig in Erinnerung halten könnte. Der Weg aus der Stadt heraus führt uns an Müllverwertungsanlagen und kleineren Industriebetrieben vorbei, bevor wir uns im Grünen wiederfinden. Da auch für diesen Tag eine Verabredung ansteht, wir wollen uns mit Utes Tanten und Onkeln aus Bad Essen bzw. einem Nachbarort treffen, halten wir die Pausen kurz, aber das Wetter lädt ohnehin nicht zum längeren Verweilen an einem Flecken ein. Entsprechend lassen wir einen Kilometer nach dem anderen hinter uns, durchqueren Orte wie Schleptrup, Kalkriese, Engter und Damme, wobei der Weg zumeist über die Felder geht. Als wir auf einer Kilometer lang schnurstracks geradeaus verlaufenden Straße Fotos von gestochenem Torf bei Campemoor machen, werden wir von einer Anwohnerin angesprochen die uns darüber aufklärt, dass das Abernten des Moores eine Todsünde sei und sie dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird. Das Moor sei über hundert Jahren gewachsen, und mit dem Trocken legen falle nicht nur der Wasserspiegel, sondern auch ihr Haus. Zwar seien Schwankungen bei der Konstruktion des Gebäudes bereits berücksichtigt worden, doch glücklich ist sie mit der Situation nicht; einige der zig tausend Quadratmeter auf ihrem eigenem Grundstück habe sie Bauern verpachtet, die sich dazu verpflichten mussten, lediglich Grün anzupflanzen. Als uns die Dame einlädt, einen Blick in ihr Haus zu werfen, lehnen wir dankend ab und setzen unsere Reise gen Dümmer See fort.
Der Abstecher zum Campingplatz bringt uns gut 5 Kilometer von unserer Route ab, doch in Lembruch, einem Ort am Ostufer des Sees, habe ich Campingplätze ausfindig gemacht, von denen auch direkt der erste für uns einen Stellplatz hat. Für 10 Euro dürfen wir unser Zelt aufschlagen, jedoch hat der Platzwart nur noch eine Duschmünze für uns. Zwar erhalte ich noch einen Schlüssel für eine Dusche in einem zugigen Schuppen, doch entweder finde ich das passende Schloss nicht oder der Schlüssel ist einen anderen Zweck gedacht – auf einem Schildchen steht zumindest „Schranke“. Da ich Ute die „richtige“ Dusche überlasse, bleibt mir nur eine notdürftige Reinigung am Waschbecken, wo der eigens für das wilde Campen angeschaffte Schwamm zum Einsatz kommt.
Vom Schweiß des Tages befreit treffen wir uns gegen 20:00 Uhr mit Inge, Uschi, Rudolf und Reinhold, Utes Onkeln und Tanten aus der näheren Umgebung. Im Hotel Seeblick direkt neben unserem gleichnamigen Campingplatz lassen wir es uns schmecken, berichten über bisherige Erlebnisse und erfahren im Gegenzug von den Reisen, die die 4 per Rad, Bus und Boot gemacht haben. Ebenso hören wir, dass wir Glück haben mit unserer Übernachtung. Bei schönem Wetter hätten sich in den vergangenen Jahren Blaualgen im See entwickelt, die einen kilometerweit riechenden Gestank verursachten.
Nach gut zwei Stunden lebhafter Unterhaltung verabschieden wir uns vor dem Hotel wieder, bedanken uns für die gesponserten Getränke sowie den netten Abend und verziehen uns in unser Schlafgemach.




Bericht zurück
2013-05-01
Seitenanfang
2013-05-02
Bericht vor
2013-05-03



Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




Newsletter

Sie wollen per E-Mail über neue Einträge auf dieser Seite informiert werden?
Kein Problem!
Klicken Sie auf Newsletter und folgen Sie den dort beschriebenen Anweisungen.




Live Vortrag

Zurzeit sind 2 Veranstaltungen geplant, die Liste unter Vorträge, in der Sie Details zum Wann, Wo und Worüber finden, wird jedoch ständig aktualisiert.
Falls Sie selbst Interesse haben, mich einzuladen oder Sie einen Veranstalter kennen, treten Sie gerne mit mir in Kontakt. Es erwarten Sie unterhaltsame anderthalb bis zwei Stunden Fotoshow mit live vorgetragenen Erlebnissen und Anekdoten sowie Musik untermalten Passagen. Für Fragen oder einen kleinen Plausch stehe ich Ihnen während einer kurzen Pause oder im Anschluss gerne zur Verfügung.
Ich freue mich über Ihren Besuch und bin gespannt darauf, Sie kennen zu lernen!




Werbung in eigener Sache

Der Reisebericht der Radtour 2011 von Köln über Barcelona nach Formentera ist unter dem Titel "Urlaub, mal anders" (ISBN: 978-3-7309-0754-2) als E-Book für kleines Geld im Handel erhältlich.

Kennen Sie das?
Sie haben den Supermarkt gerade hinter sich gelassen da fällt Ihnen ein, was Sie unbedingt besorgen wollten - dann aber doch vergessen haben. Das ist nicht nur on tour blöd, sondern Zuhause ebenso. Und da Stift und Zettel sich häufig genug nicht in greifbarer Nähe befinden, der kleine elektronische Störenfried hingegen schon und weil es obendrein viel praktischer ist: verwenden Sie, sofern Sie es nicht bereits tun, Pruedis Einkaufsliste.
Die App für Ihr Android Smartphone, der Sie nicht nur vertrauen können, die Sie nicht mit Werbung belästigt, die auf das Wesentliche reduziert ist, die sich einfach bedienen lässt und die auch dort funktioniert, wo es vielleicht mal kein Internet gibt.
Sie kennen Pruedis Einkaufsliste noch nicht? Dann wird's aber Zeit - jetzt kostenlos testen!