Reisetagebuch

2013-04-...
2013-05-01
2013-05-02
2013-05-03
2013-05-04
2013-05-05
2013-05-06
2013-05-07
2013-05-08
2013-05-09
2013-05-10
2013-05-11
2013-05-12
2013-05-13
2013-05-14
2013-05-15
2013-05-16
2013-05-17
2013-05-18
2013-05-19
2013-05-20
2013-05-21
2013-05-22
2013-05-23
2013-05-24
2013-05-25
2013-05-26
2013-05-27
2013-05-28
2013-05-29
2013-05-30
2013-05-31
2013-06-...
2013-07-...
2013-08-...
2013-09-...
Bilder

2013-05-12

16. Tag: 85 Kilometer (Gesamt: 1144)

Hat es die Nacht ein wenig geregnet, so ist es Morgens, als wir wach werden, wieder trocken, sogar die Sonne kommt gelegentlich durch. Bei mal mehr, mal weniger bewölktem Himmel brechen wir um 10:45 Uhr auf, um uns wenige Meter weiter an einen am Vorabend entdeckten Aldi mit unserem Frühstück einzudecken. Bereits auf dem Campingplatz hatten wir gelernt, dass Supermärkte auch am Sonntag geöffnet haben, und da es in dem Laden auch frische Brötchen gibt, bleibt uns selbst der andernfalls in Erwägung gezogene Gang zur Tankstelle erspart.
Anschließend geht es über Feldwege weiter, bis wir die Ostseeküste erneut erreichen. An einem einsamen Strandabschnitt legen wir bei Sonnenschein eine erste Pause ein und minimieren den Proviantvorrat. Bei einem Anruf zum Muttertag erfahre ich, dass auch auf Formentera schönes Wetter herrscht, das Thermometer dort aber die 20 Grad Marke übersteigt, während wir später eine Anzeige entdecken, die 15 Grad signalisiert.
Der weitere Weg führt uns mal an der Küste entlang, andere Male durch Waldgebiete sowie über Felder, bis wir gegen 14:45 Uhr Stubbekøbing erreichen, wo wir mit der Fähre über die Ostsee auf eine Nachbarinsel Bogø übersetzen wollen. Der Kahn steht bereits bereit, und ein Blick auf den Fahrplan zeigt, dass wir uns eine ¾ Stunde gedulden müssen. Die Zeit verbringen wir an der nebenan gelegenen Imbissbude, wo wir uns ein Eis schmecken lassen. Kurz vor 15:30 Uhr trudeln noch zwei andere Radler ein, die wir uns zuvor bereits überholten, dann aber bei einer Zigarettenpause von uns abgehängt wurden. Auch sie wollen auf die andere Seite, doch bei dem auf dänisch geführten Gespräch mit einem weiteren Herrn bekommen wir mit, dass etwas nicht stimmt. Nachdem die Situation geklärt scheint, wenden wir uns an den älteren der beiden Radler und erfahren, dass die Fähre erst ab dem 15'ten Mai verkehrt. Ich bin kurz davor zu fluchen und unflätige Kraftausdrücke zu gebrauchen, aber was soll's. Ich wollte ein Abenteuer erleben, nun habe ich eines. Auf der Karte unserer Leidensgenossen studieren wir die Alternativen, von denen eine darin besteht, zwei Brücken weiter die Ostsee nach Vordingborg zu überqueren; über die nächstgelegene Brücke führt eine Autobahn und ist für uns nicht passierbar. Der Umweg kostet uns 38 Kilometer und bringt uns ein Etappenziel weiter als für den Tag beabsichtigt, erspart uns aber andererseits den Weg über zwei Insel, so dass wir unter dem Strich nur 8 Kilometer mehr radeln als geplant.
Gegen 19:00 Uhr erreichen wir den Ort Kalvehave. Da ich mit dem Navi ein wenig die Orientierung verloren habe, erkundigen wir uns nach dem nächsten Campingplatz über erfahren am Straßenrand, dass dieser auf der anderen Seite einer Brücke über die Ostsee in gut zwei Kilometern Entfernung befindet; wir könnten es aber auch einen Steinwurf weiter am Hafen probieren und dort die Sanitäranlagen benutzen, die für die Skipper dort existieren. Wir probieren unser Glück, finden zwar keinen Hafenmeister, doch während wir in einer Imbissbude auf unsere Pizza warten kommt der Herr, der uns den Tipp gegeben hat, mit dem Fahrrad vorbei und erklärt uns, dass wir uns selbst an einem Automaten bedienen können. Und so ist es – ich wähle den Camper Tarif, zahle per Checkkarte die verlangten 100 Kronen und erhalte den PIN-Code, der uns die Tür zu Toiletten und Duschen öffnet.
Einzig kleines Manko – uns steht weder eine Stromversorgung zur Verfügung, noch ein Zugang zum Internet, so muss die Berichterstattung warten und die Taschenlampe im Zelt erlischt noch vor 23:00 Uhr.



Bericht zurück
2013-05-11
Seitenanfang
2013-05-12
Bericht vor
2013-05-13



Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




Newsletter

Sie wollen per E-Mail über neue Einträge auf dieser Seite informiert werden?
Kein Problem!
Klicken Sie auf Newsletter und folgen Sie den dort beschriebenen Anweisungen.




Live Vortrag

Zurzeit sind 2 Veranstaltungen geplant, die Liste unter Vorträge, in der Sie Details zum Wann, Wo und Worüber finden, wird jedoch ständig aktualisiert.
Falls Sie selbst Interesse haben, mich einzuladen oder Sie einen Veranstalter kennen, treten Sie gerne mit mir in Kontakt. Es erwarten Sie unterhaltsame anderthalb bis zwei Stunden Fotoshow mit live vorgetragenen Erlebnissen und Anekdoten sowie Musik untermalten Passagen. Für Fragen oder einen kleinen Plausch stehe ich Ihnen während einer kurzen Pause oder im Anschluss gerne zur Verfügung.
Ich freue mich über Ihren Besuch und bin gespannt darauf, Sie kennen zu lernen!




Werbung in eigener Sache

Der Reisebericht der Radtour 2011 von Köln über Barcelona nach Formentera ist unter dem Titel "Urlaub, mal anders" (ISBN: 978-3-7309-0754-2) als E-Book für kleines Geld im Handel erhältlich.

Kennen Sie das?
Sie haben den Supermarkt gerade hinter sich gelassen da fällt Ihnen ein, was Sie unbedingt besorgen wollten - dann aber doch vergessen haben. Das ist nicht nur on tour blöd, sondern Zuhause ebenso. Und da Stift und Zettel sich häufig genug nicht in greifbarer Nähe befinden, der kleine elektronische Störenfried hingegen schon und weil es obendrein viel praktischer ist: verwenden Sie, sofern Sie es nicht bereits tun, Pruedis Einkaufsliste.
Die App für Ihr Android Smartphone, der Sie nicht nur vertrauen können, die Sie nicht mit Werbung belästigt, die auf das Wesentliche reduziert ist, die sich einfach bedienen lässt und die auch dort funktioniert, wo es vielleicht mal kein Internet gibt.
Sie kennen Pruedis Einkaufsliste noch nicht? Dann wird's aber Zeit - jetzt kostenlos testen!