Reisetagebuch

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Bilder

2013-06-02

37. Tag: 78 Kilometer (Gesamt: 2601)

Der Sonntag ist grau und Wolken verhangen, als der Wecker uns um 08:00 Uhr daran erinnert, dass wir wieder radeln wollen. Ob wir nach 5 Wochen so langsam die Nase voll haben? Immer der gleiche Tagesablauf, wieder Hügel rauf und runter, dem Wind entgegen? Morgens das Zelt abbauen, um es Stunden später wieder aufzuschlagen? Unterhose, Socken und T-Shirt täglich in der Faltschüssel durchkneten?
Für meinen Teil kann ich behaupten, dass ich glücklich und zufrieden bin mit den Entbehrungen gegenüber dem Alltag Zuhause, und auch Ute kommt klar mit ihrem Entschluss, mich zu begleiten. Es sind die kleinen Dinge, an denen wir uns erfreuen, die Bekanntschaften, die wir machen, Mails, die uns erreichen, wie zuletzt die von Albert, einem ehemaligen Arbeitskollegen, der schreibt, dass er bereits vom Lesen unserer Reiseberichte Muskelkater bekommt. Was etwas zu kurz kommt sind Abstecher zu Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Aus Berlin erhalten wir den Tipp, eine Elchfarm zu besuchen, auf dem vorletzten Campingplatz bekommt Ute einen Prospekt in die Hand gedrückt, was es an Kulturgut entlang eines Wanderweges zu entdecken gibt. Doch unter dem Aspekt, dass wir einem ausgearbeiteten Pfad folgen wollen und die Zeit letztendlich beschränkt ist, müssen wir anders als das Pärchen aus Frankreich, das wir vor zwei Tagen kennen lernten, Abstriche machen. Derartige Gedanken wabern mit durchs Hirn, als wir unsere Fahrt an diesem Sonntag fortsetzen, und wir uns in mittlerweile vertrauter Umgebung bewegen.
Nach gut 50 Kilometern mit nur kurzen Zwischenstopps erreichen wir gegen 15:30 Uhr nach vier Stunden Treterei Sundsvall und damit wieder die Ostsee. Bevor wir das Wasser zu Gesicht bekommen machen wir Halt an einem Supermarkt und einer Pizzabude. Die üblichen Erledigungen, ein wenig Ausruhen, dann geht es weiter. Sowohl von der Stadt als auch von der Rückkehr an das Meer sind wir etwas enttäuscht. Aus zahlreichen Schornsteinen steigt Dampf in den Himmel, es stinkt bisweilen, und wir fahren parallel zur E4, einer Schnellstraße oder Autobahn, die den Charme der B1 durch das Ruhrgebiet versprüht.
Entschädigt werden wir beim Abendessen auf dem Campingplatz, als wir vor einer unbesetzten Hütte sitzen und den Blick über die vor uns liegende Bucht genießen. Gegen 22:00 Uhr geht die Sonne hinter einer Hügelkette unter, dann fällt innerhalb von Minuten Nebel über das Wasser, dass das gut 300 Meter gegenüberliegende Ufer verschwindet - eine der Kleinigkeiten, die den Reiz der Reise ausmachen.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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