Reisetagebuch

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2013-06-07

42. Tag: 69 Kilometer (Gesamt: 2960)

Auch der Brückenfreitag in Schweden glänzt mit herrlichem Ausflugswetter. Vor dem Verlassen des Campingplatzes kommt Ute noch mit einem Ehepaar aus Holland ins Gespräch, das mit dem Auto Richtung Süden unterwegs ist. Sie berichten, dass sie Tage zuvor am Nordkap waren – bei unglaublichen 25 Grad. Kurz nach unserem Aufbruch treffen wir sie wieder. Wir haben gerade unseren Einkauf im Supermarkt erledigt und frühstücken, die beiden machen einen Spaziergang und bemerken, dass es uns so schwerfallen dürfte, unser erstes großes Ziel zu erreichen. Zwar ist es richtig, dass uns das pausieren nicht weiter voran treibt, allerdings muss es auch uns zugestanden sein, mal „zu tanken“. Lachend verabschieden wir uns erneut, und kurze Zeit später legen wir die ersten Kilometer zurück. Wie bereits tags zuvor, so fällt das Radeln nicht schwer. Für die knapp 70 Kilometer sind wir laut Navi 4 Stunden und 10 Minuten unterwegs, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,7 km/h entsprechen soll – ein Nachrechnen erspare ich mir. Gegen 13 Uhr stoppen wir an einem weiteren Supermarkt in der Hoffnung, uns dort an einem Salatbuffet eine Zwischenmahlzeit zusammenmischen zu können, doch die aufgesuchte ICA Filiale kann uns diesbezüglich nicht weiterhelfen. Insgesamt ist es aber schon beeindruckend, was in den Läden im Gegensatz zu deutschen Lebensmittelgeschäften geboten wird. Alle paar Tage werde ich vor einer Wand schwach, an der Süßigkeiten individuell mit Schüppchen aus vollen Schütten zusammen gestellt werden können. Die Tüten mit Lakritz und Weingummi landen dann in meiner Lenkertasche, und ich kann es kaum abwarten, einen Fotostopp einzulegen, um bei dieser Gelegenheit zwei, drei Leckerbissen einzuverleiben. Doch diesmal ist Ute einkaufen, und während sie durch die Gänge des Ladens irrt, packe ich den Rechner aus, um den letzten Reisebericht abzuschicken. An sich gibt es mit der Internetverbindung über das Handy in Schweden keine Probleme, doch am Vorabend weigerte sich die Technik, die jüngsten Daten zu transportieren – also gibt es die letzten Neuigkeiten mit einem halben Tag Verspätung.
Insgesamt haben wir in diesen Tagen keine wirklichen Probleme. Wir genießen unbekümmert den Tag und erfreuen uns nicht nur während der Fahrt unseres Daseins. Wie viele Reiseberichte hatten wir beispielsweise im Vorfeld gelesen, in denen die Autoren von tagelangen Regenschauern berichteten. Wir hingegen haben mit dem Zeitpunkt unserer Reise Glück. Auch möchte ich Ute an meiner Seite nicht missen. Meist lasse ich sie einige Meter hinter mir und wir wechseln nur wenige Worte, doch es ist schön, die Erlebnisse unmittelbar teilen zu können. Neben diesem Aspekt sind es aber auch die praktischen Kleinigkeiten, die die Tour zu zweit einfacher gestalten. Weniger Angst um die wenigen aber um so wertvolleren und wichtigen Sachen, die bei Einkäufen oder dem Gang zur Dusche unbeaufsichtigt zurückbleiben müssten, oder aber die hilfreiche Hand beim zusammen Falten des Zeltes.
Bei einer weiteren kleinen Pause treffen wir zur Abwechselung Vorbereitungen für die bevorstehende Übernachtung. Über ein Buchungsportal im Internet reserviere ich uns ein Hotelzimmer in Umeå. Da ich mit meiner eigenen Planung nicht richtig klarkomme, finde ich den im Vorfeld gefundenen Campingplatz nicht wieder, und auch Ute wehrt sich nicht gegen ein wenig Komfort. Auch wenn ich meine Zweifel an den Angaben habe, so sollen wir laut Buchungsbestätigung über 50 Prozent des regulären Preises sparen, doch sollte das Hotel wirklich über 200 Euro für die Unterkunft verlangen, so sähe ich die Verhältnismäßigkeit als nicht gegeben; andererseits waren die bislang gegen Entgelt aufgesuchten Bettenhäuser auch nicht gerade preiswert. Da wir jedoch in den letzten Tagen einigermaßen sparsam lebten, sehe ich in der Ausgabe nichts, was das Reisebudget über Gebühr strapazieren sollte.
Zu späterer Stunde drehen Ute und ich dann noch einmal zu Fuß eine Runde durch den Ort. Unsere Futtersuche endet in einem griechischen Restaurant, wo wir uns Bifteki bestellen. Das als Beilage Salat mit Pellkartoffeln vorgesehen sind gefällt uns besser, als ein weiteres Mal mit frittierten Kartoffelstäbchen abgespeist zu werden.
Während wir auf das Essen warten, schicke ich eine SMS mit Grüßen an meine ehemaligen Kollegen, die sich an einem ersten Freitag in einem geraden Monat ein Kölsch nach dem anderen genehmigen und an gemeinsame Zeiten erinnern. Als das Essen dann vor uns auf dem Tisch steht und wir es uns schmecken lassen, meldet das Mobilfunkgerät den Empfang einer Antwort und wir erfahren, wer sich in Köln zum Beisammensein eingefunden hat; da mundet die nicht gerade landestypische Kost direkt noch einmal so gut.




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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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