Reisetagebuch

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Bilder

2013-06-29

64. Tag: 64 Kilometer (Gesamt: 4526)
Strecke: Aberdeen (09:45 Uhr) - Inverbervie (18:00 Uhr)
Wetter: unterschiedlich bewölkt, max. 20°

Das Hotel, in dem wir die Nacht verbrachten, verlassen wir ohne dort zu frühstücken. Für eine typische englische erste Mahlzeit verlangt man umgerechnet 10 Euro, doch wir bevorzugen ein herzhaftes kräftiges Brot anstelle der wenig gehaltvollen Scheiben, für die ein Toaster am Buffet bereit steht und ebenso Wurst oder Käse fehlt. In einer Fußgängerzone an Marktständen finden wir, wonach uns zumute ist. Als erstes bleiben wir am Fischstand stehen und holen geräucherte Makrelen, danach werden wir an einem Stand mit Brot fündig. Ein Körnerbrot wandert in den Proviantbeutel, die beiden Rosinenbrötchen hätte uns die Verkäuferin erst gar nicht einpacken brauchen. Als die Dame sieht, dass wir direkt einen ersten Bissen nehmen, reicht sie uns ein Messer und ein Stück Butter über den Verkaufsstand; sie sei selbst Radlerin, an unserer Tour findet sie Gefallen, und der Brotaufstrich gehöre doch einfach dazu.
Im Anschluss setzen wir uns noch ein Café und schlürfen dort eine große Tasse des braunen Wachmachers, dann verlassen wir Aberdeen. Auf dem Weg um das Hafengelände riecht es nach Fisch und Krabben, dann wird es auf der Straße ruhiger und wir radeln mehr oder weniger entlang der Küste. Die Beschilderung des Nordseeradwanderweges ist mustergültig, nur hätte man nach Utes Willen die Strecke anders gestalten können. Anstatt der Berg- und Talfahrt wäre ihr ein Weg auf Meeresspiegel lieber gewesen. Bei Portlethen gönne ich meiner Frau eine gute halbe Stunde Pause, indem ich durch die Gänge eines monströsen Supermarktes irre, ohne die Einkaufsliste vollständig abarbeiten zu können. Zu meiner Zufriedenheit kostet das, was ich mitnehme, einen Bruchteil dessen, was wir in Norwegen bei ähnlichen Gelegenheiten gelassen haben.
Als wir nach gut 40 Kilometern gegen 14:30 Uhr Stonehaven erreichen, ist es Zeit für eine weitere Unterbrechung. Wir setzen uns in eine der Fressbuden und bestellen uns die warme Mahlzeit des Tages. Ute entscheidet sich für eine Suppe, auf meinem Teller landet ein Hamburger – die gebackenen Kartoffeln mit unterschiedlichen Füllungen, mit denen uns die Speisekarte den Mund wässrig gemacht hat, sind ausverkauft.
Nach neuerlichem Aufbruch treffen wir am verfallenden Dunnottar Castle auf eine Reisegruppe aus der Heimat, die sich mit dem Bus eine Woche lang durch Schottland kutschieren lässt. Es vergehen weitere Minuten, die uns nicht voran bringen, und außerdem beginnt ein kurzer, leichter Nieselregen. Was sich ebenso einschleicht ist ein Wechsel der Windrichtung, der uns auf das vorbereitet, was uns laut Wetter Online für den nächsten Tag erwartet – ein stürmischer Wind aus Süd bis Südwest. 20 Kilometer weiter hat Ute genug. Als wir in Inverbervie einen Stellplatz für unser Zelt auf einem Campingplatz finden, ist die Entscheidung gefallen. Keine weiteren Kilometer mehr, sondern Schluss mit der Plackerei gegen den Wind. Unsere Unterkunft steht noch nicht, da machen wir die nächste Bekanntschaft, der wir Erfahrungen über das Campen in Schottland entlocken; es ist ein Ehepaar aus Wesel, das im Wohnmobil bereits einige Tage in der Region unterwegs war. Ansonsten die allabendlichen Aktivitäten: Duschen, Wäsche waschen, zu Abend essen (diesmal ist der Fisch vom Morgen) sowie dafür sorgen, dass der Akku des Rechners nicht umsonst aufgeladen wurde. Letzteres im Schlafsack im Zelt, da hiesige Campingplätze weder über Aufenthaltsräume verfügen, noch die Temperaturen dafür sorgen, es länger an der frischen Luft auszuhalten.




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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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Falls Sie selbst Interesse haben, mich einzuladen oder Sie einen Veranstalter kennen, treten Sie gerne mit mir in Kontakt. Es erwarten Sie unterhaltsame anderthalb bis zwei Stunden Fotoshow mit live vorgetragenen Erlebnissen und Anekdoten sowie Musik untermalten Passagen. Für Fragen oder einen kleinen Plausch stehe ich Ihnen während einer kurzen Pause oder im Anschluss gerne zur Verfügung und ich würde mich freuen, Sie persönlich kennen zu lernen!




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