Reisetagebuch

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Bilder

2013-07-30

95. Tag: 77 Kilometer (Gesamt: 6750)
Strecke: Châlette-Sur-Loing (11:15 Uhr) - Chécy (19:15 Uhr)
Wetter: bewölkt, 24°

Kam Tags zuvor wenigstens zeitweise die Sonne hervor, so ist bleibt der Himmel an diesem Dienstag so gut wie ganztägig Wolken verhangen und es ist kühlt sich etwas ab, bleibt aber trocken. Da es weiterhin kräftig windet, kramen wir für die Fahrt die Windbreaker Westen hervor, die zwischenzeitlich tiefer in die Packtaschen rutschten.
Die ersten Kilometer geht es noch durch den Ort, Châlette-Sur-Loing, dann folgen über 70 Kilometer Canal D'Orléans. Wie der Name bereits erahnen lässt, eine Strecke entlang eines Wasserweges. Über die gesamte Distanz verläuft der Radweg nicht weiter als zwei Meter entfernt von dem circa 6 Meter breiten Kanal. Mal ist die Fahrspur so breit, das sie auch von einem Auto befahren werden könnte, an anderer Stelle ist es gerade mal ein Hand breiter Pfad, neben dem sich Gräser und Gestrüpp ausbreiten. Aufgrund der holprigen Piste kommen wir nur langsam voran. An sich hatte ich vorgehabt, Abends Orleans zu erreichen, doch gegen 19:15 Uhr ist es uns sicherer, auf dem 10 Kilometer zuvor gelegenen Campingplatz die Nacht zu verbringen. Laut Navigationsgerät müssen wir uns mit 9 km/h über die achteinhalb Stunden, die wir unterwegs sind, zufrieden geben. Zieht man die drei Stunden ab, die wir davon nicht in Bewegung sind, so bleiben wir mit 14,2 km/h immer noch unter der Durchschnittsgeschwindigkeit von sonst mindestens 15 km/h.
Die Fahrt selbst ist nicht sonderlich aufregend, sieht man von dem uns anfauchenden Schwan ab, der uns von seinem Nachwuchs fern halten will. Hin und wieder scheuchen wir mit unserem Gerappel Enten auf, ständig schwirren Libellen um uns herum, und wenn ich mir meine Beine betrachte, so muss auch anderes, stechendes Getier dazwischen sein. Dazu begegnen wir einigen wenigen Radfahrern, wie beispielsweise einem französischen Pärchen, das auf einem Tandem unterwegs ist, doch aufgrund sprachlicher Barrieren kommt keine großartige Kommunikation zustande. Ähnlich ergeht es uns, als wir kurz vor 14:00 Uhr in einem Restaurant versuchen, etwas zu essen zu bekommen. Vor der Tür steht ein Schild, dem wir die Worte Buffet, Pizza und Quiche entnehmen, doch als wir versuchen etwas Warmes zu bekommen, hält man uns einen Zettel unter die Nase, auf dem 14:30 geschrieben steht. Nach einigem Hin und Her und Schulterzucken geben wir auf und fahren weiter – eine knappe Stunde zu warten ist uns die Mahlzeit nicht wert.
Da wir keine Ortschaften durchfahren, ist es auch mit der Versorgung in Supermärkten und Bäckereien nicht so einfach, was dazu führt, das wir ein Baguette in einer Bar erstehen. Es ist zwar nicht teurer als beim Bäcker, bringt uns aber um das Vergnügen, die vorzugsweise weibliche Kundschaft zu observieren, die häufig genug kauend den Laden verlässt – dafür fehlt am einen Ende des Stangenbrotes dann ein Stückchen; ein schöne Angewohnheit, wie ich finde.
Was die warme Mahlzeit anbelangt, so begnügen wir uns ein paar Kilometer vor unserem Quartier für die Nacht mit einer Pizza auf die Hand, die wir beim Holzofenbäcker auf Rädern erstehen. So wird das ohnehin überstrapazierte Reisebudget ein wenig geschont, wenngleich 19 Euro für zwei Pizzen in unseren Augen auch nicht unbedingt als preiswert zu bezeichnen sind. Im Gegenzug kostet die Übernachtung auf dem Campingplatz
kaum mehr als eine Pizza.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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