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Reisetagebuch

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2015-08-11

2. Tag: 104 Kilometer (Gesamt: 202); 1145 Höhenmeter, 660 Meter max. Höhe
Strecke: Niedergüdeln (Nähe Betzdorf; 08:15 Uhr) - Caldern (Lahn; 17:45 Uhr)
Wetter: unterschiedlich bewölkt, 27°

Habe ich an sich keine Angst vor Gewittern, so flößte mir das, was da letzte Nacht über mich herein brach, doch Respekt ein – gut, dass ich schon im Zelt lag, sonst hätte ich fast in Erwägung gezogen, mich flach beziehungsweise in der Hocke auf den Boden zu begeben. Zumindest krachte es gewaltig, was sich da in zwei Schüben über mir entlud. Und wie befürchtet, war die Wäsche natürlich nicht getrocknet, sondern weiterhin klatschnass, als ich sie am Morgen abnehme und auf der Tasche hinter mir im Fahrtwind flattern lasse.
Angenehm hingegen die Grüße und Updates jüngster Geschehnisse einiger derer, die ich über die Reise auf letzten Drücker informiert hatte - vielen Dank allen, die mich bedachten!
Wann und ob mich mein Weg nach Dinkelsbühl verschlägt, um dort Hallo zu sagen, vermag ich nicht abzuschätzen, und für ein E-Bike, wie von jemand anderem vorgeschlagen, kann ich mich auch nicht so recht begeistern, bin ich ohnehin schon ausreichend damit beschäftigt, Strom für den Rechner, das Navi, die Kamera sowie die Taschenlampe zu generieren. Zumindest zeigen am Ende des Tages die Versuche, den Pufferakku für all die Gerätschaften über den Nabendynamo zu laden, zweifelhafte Erfolge. Mal löst sich der Stecker in der Lenkertasche, bei nächster Gelegenheit ist es wohl eher die Schrittgeschwindigkeit, die die Energieversorgung ins Stocken geraten lässt.
Die eine oder andere Steigung haut mich mal wieder aus dem Sattel, wenn ich nicht in kleinstem Gang in einem Tempo vorankomme, das mich jedem Jogger hinterher schauen lässt. Zum Glück bleiben mir aber derartige Momente ebenso erspart wie Überholmanöver anderer Radler - zumindest mit Gepäcktaschen an den Rädern.
Die ersten Kilometer des Tages geht es noch einigermaßen zügig voran, auch wenn die Strecke alles andere als attraktiv ist. Entlang der Bundesstraße, an der mehr als einmal ein Schild „Freizeitstraße“ steht, dürften überwiegend Profis unterwegs sein, die Waren von A nach B befördern, auf LKW's oder Kleintransportern, oder Pendler, die auf dem Weg zum Arbeitsplatz sind. Ab Niederschelderhütte wird es wieder besser, dafür ist die Strecke aber schon mehr oder weniger bekannt von der Lahntour 2013. Gefühlte 80 Prozent der Höhenmeter verteilen sich auf die 16 Kilometer zwischen Siegen und Banfe, dem Abschnitt, auf den sich Obernautalsperre, Sieg- und Lahnquelle verteilen. Zunächst ist es die Quelle der Sieg, die mich die Strapazen ertragen lässt. Der Schweiß fließt in Strömen, doch die Aussicht, mit frischem Quellwasser den Durst zu bekämpfen sowie Unterarme und Kopf zu erfrischen, treibt mich an.
Die Pause nach 50 Kilometern mit einer Portion Müsli als Zweitfrühstück gegen 12:15 Uhr ist schnell wieder vergessen, und das belegte Brötchen vom Bäcker in Kirchen eine knappe Stunde nach dem Start dürfte ohnehin längst verbrannt sein. Den Weg entlang der Lahn hoffe ich, einen Supermarkt zu finden, in dem es fertig angemachte Salate für eine Person gibt, wie ich sie aus der heimischen Filiale in Zündorf kenne, oder gar ein Buffet, wie in den schwedischen ICA Läden, doch derartiges scheint in dieser Region des Landes unbekannt zu sein. Auch ein Biergarten mit entsprechendem Angebot bleibt eine Fata Morgana. Dafür erlebe ich auf dem Campingplatz, den ich ansteuere, eine Überraschung. Ich ziehe gerade die Wäscheleine und hänge die noch feuchten Textilien in den Wind beziehungsweise baue das auch nicht viel trockenere Zelt auf, da sprechen mich meine Nachbarn an. Eine Familie aus Rotterdam hat zu viel zubereitet, und man lädt mich zum Resteessen ein. Gerne nehme ich das Angebot an. Es gab ein Reisgericht mit Ananas, Geflügel und Cashew Kernen. Mit einem Nachschlag tue ich mich dann doch etwas schwer, was mich aber nicht davon abhält, noch einen Teller Grünfutter auf der Terrasse des Campingplatz Restaurants einzuverleiben - schließlich gibt es ja auch noch einen nächsten Tag, an dem Kräfte zu mobilisieren sind.




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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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