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Reisetagebuch

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2015-08-14

5. Tag: 95 Kilometer (Gesamt: 506); 764 Höhenmeter, 353 Meter max. Höhe
Strecke: Altengronau (Sinn; 08:45 Uhr) – Waldbrunn (Sinn; 19:15 Uhr)
Wetter: zeitweise Regen, überwiegend sonnig, 31°

Der Tag beginnt nieselig, was den Aufbruch in die Länge zieht. Wie zu erwarten ist die Wäsche trotz Aufhängen in der Schutzhütte nicht sonderlich trocken, aber nachdem so gut wie alles verstaut ist, ziehe ich das feuchte T-Shirt über. Es gibt Angenehmeres, aber nach einer Viertelstunde Fahrt reduziert sich der Unterschied gegenüber einem trockenen Oberteil ohnehin. Dass es wenig später anfängt zu regnen, ändert dann auch nicht mehr viel - immerhin bleibt es warm. In Mittelsinn, nur wenig später, wird alles anders. Der Niederschlag hört auf, und in den Wappen der Autokennzeichen fällt mir ein blau-weiß kariertes Muster auf. In einer Bäckerei frage ich nach. Bin ich bereits in Bayern angelangt? Kaum ausgesprochen, verbessere ich mich. In Franken? Die Dame hinter der Theke hilft weiter, so gut sie kann. In Unterfranken, korrigiert sie mich, im Spessart, und mit belegten Brötchen kann sie nicht dienen, womit sich der erste Happen des Tages auf eine Laugenstange beschränkt.
Im Nachbarort, in Burgsinn, sitzen zwei Radler vor einem Café. Vor sich eine Tasse Kaffee sowie Brötchen. Nachdem meine Bestellung aufgegeben ist leiste ich den beiden Gesellschaft und erfahre, dass sie aus Karlstadt kommen und zu einer zweitägigen Wallfahrt aufgebrochen sind. Wie jedes Jahr, zu Maria Himmelfahrt, was mir in dieser Region Tags drauf einen Feiertag beschert. Wir unterhalten uns ein wenig, dann geht es weiter, verbunden mit dem Hinweis, dass die vor mir liegenden Kilometer nicht sonderlich anstrengend sein sollten und der sehenswerte Wohnort meiner Bekanntschaft entlang des Mains für mich auf dem Weg liegt.
Die Männer haben recht. Die verbleibende Strecke durch das Sinntal gestaltet sich deutlich weniger hügelig, und ab Gemünden geht es ebenso frei von Steigungen den Main entlang weiter. Der Radweg ist hervorragend ausgebaut, die Beschilderung lässt keine Wünsche offen, und man sieht, dass das Resultat Anklang findet - die Anzahl Radler nimmt zu. Die Gegenrichtung, Strom abwärts, erfreut sich deutlich größerer Beliebtheit, was mich aber auch nicht stört.
In Karlstadt werfe ich einen Blick hinter die Stadtmauer und bekomme einen mittelalterlichen Stadtkern zu sehen, der ebenfalls gut besucht ist; die Anzahl freier Tische vor Restaurants, Cafés und Eisbuden ist gering. Ich belasse es bei einem Eis aus der Hand, finde einen Supermarkt, um Vorräte aufzufüllen, dann wechsele ich das Ufer und radle dem Fluss auf dessen linker Seite entgegen.
Als ich an einem Biergarten vorbei komme, vor dem zahlreiche Räder geparkt sind, werde auch ich schwach und leiste mir eine warme Mahlzeit nebst zwei kalter Flaschen Bionade; Fassbrause scheint hier weiterhin unbekannt, und alkoholisches erachte ich als kontraproduktiv.
Mit ausreichendem Sättigungsgefühl komme ich allerdings nicht weit. An einem Badesee erliege ich erneut dem Charme einer Rast, stürze mich in die Fluten und lege anschließend eine halbstündige Siesta ein. Die verbleibenden Kilometer nach Würzburg fallen dafür um so leichter. Als ich den Main ein weiteres Mal überquere komme ich mit einem Pärchen ins Gespräch, das auf dem Weg nach Prag ist. Ein mal mehr ergibt ein Wort das nächste, und Augenblicke später sitzen wir vor dem Ratskeller, um in Ruhe Erfahrungen auszutauschen. Dass der Verbleib in der Stadt sich damit entsprechend ausdehnt, auf eine kurze Stadtrundfahrt möchte ich nicht verzichten, und es später wird, als beabsichtigt, lässt sich nicht vermeiden.
Da ab Würzburg meine Route nicht länger den Main entlang führt, wird es auf der letzten Etappe des Tages noch einmal anstrengend. 200 Meter Anstieg sind zu bewältigen, und als es dann mit 16 Prozent Steigung den nächsten Hügel hinauf geht, es anfängt zu regnen und ich mit dem Haselbrunnen im Wald einen Platz für die Nacht finde, an dem diesmal die nur unweit entfernte A3 für einen gleichmäßigen Geräuschpegel sorgt, beschließe ich, die letzten Meter für den nächsten Tag aufzusparen - immerhin habe ich den Eindruck, schon konditionelle Fortschritte am Berg gemacht zu haben.



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