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Reisetagebuch

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2015-09-14

36. Tag: 91 Kilometer (Gesamt: 3493); 548 Höhenmeter; 140 Meter max. Höhe
Strecke: Capmany (Spanien; 09:15 Uhr) - Palamós (17:00 Uhr)
Wetter: leicht bewölkt, 25°

Beim Abnehmen der Wäsche an diesem sechsten Montag der Reise stelle ich fest, dass die Bäume in der Nachbarschaft genau das überstanden haben, wonach sie aussehen - einen Waldbrand. Das Seil, das ich unter anderem als Wäscheleine zweckentfremde, trägt deutliche Spuren der verkohlten Baumrinde, um das es gespannt war. Ein Fall für die Reinigung der Ausrüstung.
Die Strecke an diesem Tag ähnelt der des Vortags. Die kurzen aber heftigen Anstiege nehmen zwar deutlich ab, die Beschilderung bleibt nahezu mustergültig, von wenigen Ausnahmen abgesehen, und der Untergrund bleibt staubig, meist aber ausreichend befestigt. Ein paar Mal weiche ich von dem, was ich im Internet als Eurovelo Route 8 fand, ab und folge den Wegweisern. Einmal geht mir allerdings das Vertrauen verloren und ich steuere auf die Reihung der Wegpunkte zu, die auf dem Display des Navis zu sehen ist. Ergebnis dieser kleinen Umorientierung: Schuhe und Socken durchnässt. Ursache ist das nicht ganz geglückte Durchfahren eines Baches, aus dem Wasser eines Reisfeldes abfließt. Zwar war ich vor dem „Furten“ umgekehrt, hatte in einen kleinen Gang gewechselt und dann einen erneuten Anlauf genommen, doch finde ich trotzdem eine Stelle auf dem lockeren Untergrund, die das Rad ins Wanken bringt, und schon stehe ich mit dem ersten Bein bis über den Knöchel im dahin strömenden Nass. Absteigen und Schieben erledigt dann den Rest. Nach kurzer anschließender Pause wringe ich dann erst einmal die Socken aus und überlasse die Einlegesohlen ein wenig der Sonne, womit zumindest das Gröbste beseitigt ist. Den Rest erledigt anschließend der Fahrtwind.
Vor diesem kleinen Malheur gibt es jedoch einen erquicklicheren Moment. An einem Kreisverkehr treffe ich Thomas und Günter aus Hamburg wieder, die beiden Herren, denen ich bereits in Aigues-Mortes begegnete. Welch eine Freude! Während gelegentlich Autos um uns herum die nächste Ausfahrt ansteuern, lassen wir jüngste Erlebnisse Revue passieren, dann rollen wir ein kurzes Stück gemeinsam weiter durch L'Escala, bevor uns unsere Navis in unterschiedliche Richtungen weiter schicken.
Während mein Weg mich um das Montgrí Massiv bei Torroella herum führt, vor dem ich unfreiwillig das erwähnte Kneipp-Bad nehme, bleiben die Hamburger einstweilen näher an der Küste. Laut meiner Karte müssten sie zwar auch die Hügel umfahren, die mich auf Abwege brachten, aber ich sehe sie zumindest an diesem Tag nicht wieder. Ansonsten folge ich in groben Zügen der Route, die ich bereits mit Ute zusammen unterwegs war, nur dass der „offizielle“ Fernradweg um die meisten größeren Ortschaften einen Bogen macht und über Pisten führt, auf denen so gut wie kein Verkehr herrscht. Ein bis zwei Autos pro Stunde, so lässt es sich entspannt Kurbeln. Dazu liegt häufig genug ein angenehmer Duft aus Kräutern in der Luft, sofern ich nicht gerade an einem Schweinestall vorbei komme. Was das Wetter anbelangt, so ist es zwar T-Shirt tauglich, doch im Fahrtwind merkt man: es wird Herbst. Es flimmert keine Hitze mehr, ein mäßiger Rückenwind trägt außerdem zum Wohlbefinden bei und es tut gut, die wärmenden Sonnenstrahlen bei einer Pause auf der Haut zu spüren.
In Palamós steuere ich einen Campingplatz an, der mit drei Sternen wirbt. Hört sich vielversprechend an - und ist es auch. Erneut keine Animation, kein Bändchen, das um das Handgelenk zu tragen ist, und die Wahl der Parzelle ist auch mir überlassen. Das Ganze für 10,40 Euro – so soll es sein! Dass im Supermarkt der Anlage die Regale mit den Taucherflossen, Schwimmbrillen, Netzen und so weiter abgeräumt werden, egal, stört mich nicht. Auch, dass im Restaurant nicht mehr alles von der Speisekarte verfügbar ist und die Vier-Käse-Pizza zur Drei-Käse-Variante schrumpft, kein Ding, immerhin gibt es dieses wohl tuende Getränk mit Bestandteilen aus dem Zapfhahn. Nach dem Abendessen auf der Terrasse mit Meerblick wechsele ich nach untergegangener Sonne an einen Tisch im Restaurant, wo der Rechner ausgepackt, ein Blick auf die Etappen des nächsten Tages geworfen sowie Bilder und die mir wichtigen Dinge des zu Ende gehenden Tages auf die Festplatte gebannt werden, bevor einige Absätze aus Tom Liehrs Nachttankstelle im Schlafsack auf mich warten.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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