Reisetagebuch

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Bilder

2016-06-06

37. Tag: 72 Kilometer (Gesamt: 2536); 630 Höhenmeter; 271 Meter max. Höhe
Strecke: Reykjavík (09:45 Uhr) – Sjávarfoss (16:45 Uhr)
Wetter: sonnig, 14°, 3 Bft. W

Es geht wieder raus. Raus in die Natur. Reykjavíks Campingplatz liegt noch nicht hinter mir, da treffe ich in der Zufahrt „meine“ Schweizer. Schön, bekannte Gesichter wieder zu sehen. Kurzes Hallo, die beiden sind im Gespräch mit einem holländischen Pärchen und wollen durch die Straßen der Stadt bummeln, dann geht es los. Die ersten Kilometer sind nichts Neues. Zwei Tage zuvor war ich sie in Gegenrichtung gekommen, tags zuvor bildeten sie den Beginn meiner Stadtrundfahrt, nun liegen sie auf dem Weg, um die Hauptstadt des Landes zu verlassen. In den Grünanlagen sind auffallend viele Kinder unterwegs. Wie mir später eine Amerikanerin mitteilt, sei letzter Schultag. Entsprechend passt das Wetter – Sommerferien. Auf den Wiesen wird gespielt, in den Bächen geplantscht, man lacht viel und ist gut gelaunt. Geht mir fast genau so.
Von der geplanten Route weiche ich leicht ab. Was in meiner elektronischen Island Karte, Stand 17'ter Januar des Jahres, noch als Pfad eingezeichnet ist, entpuppt sich als asphaltierter Rad- und Fußweg. Mindestens zwei Meter breit. Angenehm zu fahren, bestenfalls ein paar hundert Meter länger als die Straße. Brauche gar nicht mehr direkt auf die 1, die Richtung Norden ohnehin für Radler gesperrt ist. Ein Tunnel unter dem Hvalfjöður. Besonders attraktiv ist die Strecke um Mosfellsbær herum. Der Weg verläuft entlang der Küste, teilt sich das Gelände mit einem Golfplatz, dann geht es parallel der 36 weiter beziehungsweise mündet auf diese. Würde ich der Straße weiter folgen, ich gelangte nach Þingvellir, wo vor Urzeiten getagt und debattiert wurde. Der Abstecher liegt aber erst bei der Rückkehr aus den Westfjorden auf meiner Route. Entsprechend biege ich nach einigen Kilometern ab auf die 48, die auf der ersten Hälfte eine Schotterpiste ist und zudem eine Baustelle eingerichtet ist. Mit schwerem Gerät ist man dabei, die Fahrbahn auszubessern, was zunächst jedoch reichlich loses Geröll sowie Staub der Baustellenfahrzeuge zur Folge hat. Wie aber schon auf der 36 entschädigt der geringe Verkehr sowie die Aussicht. Hier kommt so gut wie niemand lang. Statt dessen ist es der Laxá, der immer mehr Zulauf bekommt und sich zusehends verbreitert. Später besticht das Tal, das in den Hvalfjöður ausläuft. Die Ruhe ist herrlich, der Fjord malerisch, manche Abfahrt rasant. Hügel aufwärts fährt es sich entsprechend um so langsamer. Kurz vor 17:00 Uhr sind schließlich meine Kriterien erreicht, die Radelei zu beenden. In Verbindung mit den Höhenmetern bin ich mit meinem Tagespensum zufrieden, finde ein lauschiges Plätzchen, das nicht direkt einzusehen sowie zudem windgeschützt ist. Auch fließend Wasser ist nicht fern. Bäche, die den Hang entlang plätschern. Das erste Mal Wildzelten auf Island. Ein Picknickplatz mit zahlreichen Bänken und Feuerstellen, das Ganze von Bäumen umgeben. Da die Mahlzeiten über den Tag hinweg zu kurz gekommen sind wird der Tagesablauf angepasst: als erstes gibt es was auf die Gabel beziehungsweise auf den Löffel, dann wird geduscht und die Wäsche gemacht. Die Sonne wärmt schließlich nicht ewig. Zuletzt ist das Zelt an der Reihe. Die Zeilen entstehen im Sitz des Rades bei wärmenden Strahlen auf die Brust, bis es gegen 21:30 Uhr zu frisch wird. Im Schutz der Behausung wird schließlich noch die Route für den Folgetag über den Haufen geworfen. Nicht über die 47 und die 1 nach Borganes, sondern über die 520 sowie die 50. So sollten sich laut Radfahrkarte Abschnitte mit starkem Verkehr und schmalem Seitenstreifen sowie heftigen Windböen vermeiden lassen. Der Preis: Schotter statt Asphalt. Nun denn – ich lass mich überraschen …



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