Reisetagebuch

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Bilder

2016-06-14

45. Tag: 37 Kilometer (Gesamt: 2930); 310 Höhenmeter; 273 Meter max. Höhe
Strecke: Þingeyri (12:15) – Korpudalur (17:00)
Wetter: sonnig, 13°, 4 Bft. N

War es mein Bestreben, auf Island so gut wie keine Spuren zu hinterlassen, so muss ich an diesem Vormittag feststellen, dass es mir nicht gelungen ist. Während Caroline und Sandy Dusche und Hot-Pot aufsuchen, widme ich mich nach zwei Tagen Schotterpiste einer Inspektion des Rades. Das Schutzblech des Hinterrades ist ein weiteres Mal gebrochen und erhält die dritte Lage Panzerklebeband. Außerdem hat sich jede Menge Matsch festgesetzt. Nach kräftigem Prockeln liegt der auf der Wiese, das Rad dreht sich dafür wieder ungebremster. Als nächstes fällt auf, dass eine Speiche locker ist und diese sich nicht spannen lässt. Speichennippel kaputt? Irgend so etwas wird es sein, das nächste Radgeschäft ist aber noch einige Kilometer entfernt. Also hoffen, dass es weiterhin hält. Beim Überprüfen, ob Schrauben nachzuziehen sind fällt schließlich auf, das eine fehlt. Der Sitz wird nur noch an zwei statt drei Stellen gehalten. Der Schnellspanner direkt unter dem Hintern muss irgendwo auf der Straße liegen. Ob er zu stramm angezogen war und abgebrochen ist oder sich lose gerüttelt hat, ist nicht mehr festzustellen. Weg ist weg.
Nachdem meine Reisebekanntschaft zurück ist, wird jedoch zunächst einmal ausgiebig gefrühstückt und erzählt. Als wir den Campingplatz hinter uns lassen, ist der halbe Tag bereits verstrichen, doch was soll's. Der Himmel ist weiterhin knatscheblau, die Sonne lacht und die gute Stimmung hält an.
An der Tankstelle erkundige ich mich, wo man mir hinsichtlich der verlorenen Schraube weiterhelfen kann. In einer Werkstatt. Da Þingeyri überschaubar ist, die nächste Ecke 'rum. Bevor ich Unterstützung erhalte, heißt es jedoch warten. Man macht Mittagspause, niemand ist greifbar. Erst ab 13:00 Uhr wieder. Eine knappe halbe Stunde darf ich mich gedulden, bummle solange durch die Straßen, anschließend nimmt man sich meiner unverzüglich an. Eine weitere halbe Stunde später rolle ich von dannen. Mit einer neuen Gewindestange am Fahrzeug, durch zwei Muttern gesichert, sowie 2.500 ISK weniger in der Börse. Wieder eine Stunde später stehe ich wieder. Am Wegesrand, am Ufer des Fjordes, picknicken Caroline und Sandy. Erneut geselle ich mich zu ihnen, werde mit Kaffee und schottischen Plätzchen versorgt, sehe den nächsten Seehund, doch der vor uns liegende Hügel verflüchtigt sich nicht. Also hoch. Jeder für sich, wobei sich zeigt, dass die letzten Tage nicht spurlos geblieben sein können. Eine dreiviertel Stunde später sind die gut 270 Meter mit 8% Steigung erklommen und es heißt wieder Bremsen und Frieren.
Ísafjörður wäre zwar noch zu erreichen, wir ziehen allerdings ein Hostel mit Gelegenheit zum Campen ein paar Kilometer vorher vor. Zelten auf wilder Wiese in einem ruhigen Tal. Küche, Aufenthaltsraum und Waschgelegenheiten stehen uns gegen übliches Entgelt zur Verfügung, nur auf einen Hot-Pot müssen wir hier verzichten.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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