Reisetagebuch

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Bilder

2016-06-19

50. Tag: 61 Kilometer (Gesamt: 3236); 539 Höhenmeter; 292 Meter max. Höhe
Strecke: Hólmavík (12:00) – Snartartunga (18:30)
Wetter: leicht bewölkt, sonnig, 15°, 5 Bft. NO, Abends stürmisch

Nachdem ich am Vorabend fast über dem Rechner eingeschlafen war bestand der letzte Handgriff darin, den Wecker auszustellen. Das Resultat: ich wache gegen 09:00 Uhr auf, als um mich herum Reißverschlüsse aufgezogen werden und das Leben beginnt. Dass es Nachts regnete, bekam ich nur beiläufig mit. Auf die andere Seite gedreht, weitergeschlafen.
Mit den Recklinghausener Zeltnachbarn sowie Silke startet der Tag zunächst unterhaltsam. Erstere geben noch Tipps, bestätigen, das diverse Hochlandpisten noch gesperrt seien und warnen mich vor einem aggressiven Hund auf der Küstenstraße. Mit Silke tausche ich mich hinsichtlich der Ausrüstung aus. Ihr Rad ist mit der gleichen Gangschaltung ausgestattet wie das meine, sie bevorzugt „richtiges“ Werkzeug anstatt die kleinen handlichen Teile für die Reise, darüber hinaus gibt sie ihre Erfahrungen mit Packtaschen, Zelt und dergleichen zum Besten.
Als ich schließlich aufbreche, sind die grauen Wolken gewichen und der Himmel strahlt wieder blau über mir. Nahezu ideale Voraussetzungen für die sonntägliche Radtour. Lediglich Gegenwind und gelegentliche steilere Anstiege stehen dem reinen Genussradeln im Wege und sorgen dafür, dass auch das Spazierengehen nicht zu kurz kommt. Gute zwei Kilometer, immer hinter dem Rad her, die Hände auf dem in die LKW-Plane eingewickelten Rollsack mit dem Zelt, eine Schotterpiste mit 12 Prozent Steigung hoch. Der Blick von oben aus ist nicht schlecht, aber ein gemäßigterer Winkel hätte es auch getan. Oder ein flacherer Hügel. Eine Mola vielleicht. Aber gleich 300 Meter?!?
Der aggressive Hund, vor dem ich gewarnt wurde, scheint unter Kontrolle. Frauchen steht vor der Haustür, da müssen weder Eindringlinge verscheucht noch ausprobiert werden, ob die Druckluftfanfare aufdringliche Vierbeiner auf Distanz hält.
Was entlang der Küstenstraße zudem auffällt ist das viele Holz, das angeschwemmt am Strand liegt. Angeblich stammt es aus Sibirien. Was damit noch anzufangen ist, weiß ich nicht. Die eigenen Erfahrungen, solches Salzwasser Getränktes im Kamin zu verheizen waren jedenfalls abschreckend genug, es ein weiteres Mal zu probieren. Vielleicht werden die Baumstämme ja dazu verwendet, die Rastplätze mit Bänken und Tischen auszustatten. Wäre zumindest sinnvoll, fühle ich mich an einer derartigen Konstruktion für eine Pause gut aufgehoben. Der Camembert und das Baguette aus dem Supermarkt sowie die wärmenden Strahlen der Sonne tragen ein Übriges zum Wohlbefinden bei.
Auf einer Wiese am Ende eines Fjords endet die Tagesetappe. Bis zum nächsten Campingplatz sind es noch etwa 70 Kilometer. Eine Dusche und die Wäsche der Klamotten fallen an diesem Abend aus. Je später es wird, desto stärker bläst der Wind und ich bin froh, im Zelt davon nichts ab zu bekommen. Wie es um das Schlafen bestellt sein wird, bleibt abzuwarten. Das Tuch flattert jedenfalls geräuschvoll, obwohl alle Leinen abgespannt sind, zudem beginnt es zu nieseln. Wahrscheinlich muss ich nur wieder lange genug auf der Tastatur herum spielen, dann erledigt sich der Rest von allein …



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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