auf den Spuren von Ute & Dirk Prüter

Oman i

Vorgeschichte

Dem Winter davon rennen, vor Karneval Reißaus nehmen, Weihnachtsspeck abstrampeln?
Fühlte sich die letzten Jahre gut an. Stellt sich lediglich nach Kanaren und Marokko die Frage: wohin diesmal? Irgendwie komme ich auf den Oman. Laut Auswärtigem Amt ein sicheres Reiseziel, laut einigen mehr oder weniger persönlich bekannten Radlern ein bisweilen zwar steiles wie windiges, ebenso aber gastfreundschaftliches wie landschaftlich attraktives Pflaster, und laut Jochen Schliemann und Michael Dietz, den Reisen Reisen Podcastern, zum Zeitpunkt des Entstehens dieser Zeilen ein noch halbwegs weißer Fleck auf der Landkarte. Zwar setzte man erst unlängst die Füße auf den Boden, außer aber ein paar begeisterten Gesichtern vor beeindruckenden Panoramen sind noch keinerlei Eindrücke veröffentlicht. Insofern: vielversprechend. Auch wenn Tourismus längst kein Fremdwort mehr ist, von „überlaufen“ scheint man weit entfernt.
Was ich schnell heraus bekomme? Für eine Einreise benötige ich ein Visum. Eines vom Typ 26B. 30 Tage gültig, einmal verlängerbar, binnen 30 Tagen nach dem Erteilen muss das Land betreten sein, andernfalls verfällt die Aufenthaltsgenehmigung. Kosten? 20 OMR (Rial), etwa 45 Euro. Die Beantragung per Internet? Unkompliziert, kennt man den Geburtsnamen seiner Mutter, erinnert man sich noch daran, in welchen Ländern man sich in den letzten fünf Jahre herum trieb, und ist man in der Lage, die Nummer seines Reisepasses in ein dafür vorgesehenes Formularfeld einzutragen. Mit letzterem tue ich mich schwer. Warum auch immer entnehme ich der Fußzeile meines Dokuments zwei Zeichen mehr als die, die weiter oben stehen. Das Ergebnis? Rückfragen. Schriftlich. Ich möge meine Angaben korrigieren. Dazu ein Kommentar. Bestehend aus arabischen Schriftzeichen. Nicht wissend, was man von mir will, bitte ich um Nachsicht, erläutere mein Vorhaben und füge eine Karte bei mit der geplanten Route. Die Reaktion? Eine weitere Rückfrage, eine neuerliche Aufforderung, Angaben zu ändern, sowie ein paar Zeichen Kommentar mehr – abermals in mir unverständlicher Form. In meiner Hilflosigkeit kopiere ich das mir nicht Entzifferbare in die Zwischenablage des Computers und füge es auf einer anderen Internetseite ein – dem Ergebnis einer Suchanfrage „arabisch deutsch übersetzer“. Augenblicke später ist alles klar. Änderung der Passnummer – Überflüssige Dokumente löschen. Das Leben kann so einfach sein. Kurz darauf darf ich die Kreditkarte zücken, wenig später erhalte ich die nächste E-Mail. Ihr Antrag Nr. ### auf ein Touristenvisum wurde genehmigt und das Visum erteilt. Das beigefügte Dokument enthält eine Zusammenfassung des Visums, ist aber nicht das Visum selbst. Ich könne dieses Dokument ausdrucken und der Fluggesellschaft bei meiner Reise nach Oman vorlegen. Dass ich nicht in den Oman fliegen will und der E-Mail kein Dokument beigefügt ist? Ich hoffe mal Nebensache. Immerhin trägt das Anschreiben eine eVisa Nummer.
Das nächste kleine Problem ist meine Anreise. Mit dem Liegedreirad im Gepäck will ich einen Direktflug. Da ich weder von Berlin, Frankfurt noch München aus starten will fällt meine Wahl auf einen Flug nach Dubai. Dubai ist von Köln aus ohne umzusteigen erreichbar und möglicherweise auch mal einen Besuch wert. Dass mich Superlative wie höchstes, größtes und luxuriösestes Was-auch-immer eher abschrecken? Ignoriere ich. Was mich Tage an Aufwand kostet? Einen Weg zu finden vom Flughafen an die Grenze zum Oman und wieder zurück, ohne mich über Fahrverbote für Radler hinweg zu setzen oder mein Leben auf Schnellstraßen und Kreuzungen zu riskieren. Wo Reichtum herrscht scheint man kein Rad zu fahren. Jedenfalls nicht abseits extra dafür vorgesehener Pisten, zu denen man mit dem Auto fährt. Abgesehen von einer überschaubaren Anzahl einzelner Fragmente entnehme ich der Karte keine Radwege. Fast noch schlimmer: von einem Stadtviertel ins nächste gelangt man nur über Straßen, die die einzelnen Viertel miteinander verbinden. Mehrspurig, nur höchst selten mit Linksabbiegern, teils mautpflichtig. Was für die Bewohner angenehm sein mag lässt mich ansatzweise verzweifeln. Was ich schnell weiß: nach meiner Ankunft nach Einbruch der Dunkelheit werde ich mich nicht am Flughafen hinsetzen und meinen fahrbaren Untersatz in einen solchen zurückverwandeln, sondern ich werde in ein Taxi investieren und mich zu einem Hotel chauffieren lassen. Ob tags drauf im Hellen die am Rechner erkämpfte Route meine Anforderungen erfüllt? Ich lasse mich überraschen.
Die Runde anschließend im Oman? Wie es der Zufall will: sie füllt ziemlich genau die acht Wochen zwischen Hin- und Rückflug. Ob steilere Abschnitte, Gegenwind oder Ramadan kompatibel sind mit meinen Abschätzungen? Auch etwas, das sich zeigen wird. Für den Fall der Fälle enthält meine Route Abkürzungen, die mich im Zweifelsfall den Schlenker ganz in den Süden, nach Salala, kosten. Ansonsten: spannend, was sich mir an Bergen, Wadis, Schluchten, Rub‘ Al Khali Wüste oder Stränden bieten könnte. Und im Gegensatz zu Marokko muss ich nicht verzichten auf Höhenlinien in der Karte. Mit freundlicher Unterstützung des OpenFietsMap Machers Minko gelingt es mir im Vorfeld, Karten wie auf seiner Webseite für Europa auch für andere Flecken der Erde zu generieren.
Nachdem die Aktivitäten am Schreibtisch erledigt sind geht es an das Handwerkliche. Auch hierbei greift man mir unter die Arme. Sowohl der Händler, bei dem ich meinen fahrbaren Untersatz einst erwarb, als auch der Hersteller, der das Fahrzeug zuvor entsprechend meiner Wahl konfektionierte, schenken mir ein offenes Ohr und stehen mir mit Rat und Tat und Material zur Seite in meinem Bestreben, Verschleißteile lieber prophylaktisch Zuhause zu ersetzen als unterwegs am Straßenrand. Dass mir mit meinen Schraubereien Pannen unterwegs erspart bleiben? Ich kann es nur hoffen.
Nicht anders ergeht es mir mit den letzten Handgriffen: dem Verpacken von Rad und Ausrüstung für den Flug. Nach den Erfahrungen mit Marokko verzichte ich auf den Einsatz einer „Big-Bag“ für das zusammengeklappte Rad und schlage das Vehikel direkt ein in Frischhaltefolie – ebenso wie ich damit drei Packtaschen in ein Gepäckstück verwandle. Was ich diesmal am Vorabend beim Check-in von den Damen und Herren hinter dem Schalter auf meine Künste zu hören bekomme? Es sollte nachlesbar sein - hoffentlich und dann zu vorgerückterer Stunde am 26'sten Jaunar 2026, abgesendet aus einem Hotelzimmer in Dubai.

Reisetagebuch

Die nachfolgenden Einträge entstanden während der Reise. Passt ein Satzende nicht zum Anfang, hat sich ein falsches Wort eingeschlichen oder fehlen Buchstaben, Punkte oder Kommas oder sind diese in die falsche Reihenfolge geraten, so mag es nach den Kilometern des Tages, an Konzentration sowie Zeit und Muße für eine Korrekturlesung gemangelt haben und ich bitte um Nachsicht. Wer Fehler findet, der mag sie behalten oder mir diese gerne mitteilen.
Ansonsten freue ich mich auch und gerade unterwegs über Mitleidsbekundungen, Durchhalteparolen, Tipps und Empfehlungen, was ich mir auf keinen Fall entgehen lassen darf, oder Anekdoten aus dem eigenen Leben, selbst wenn sie nichts mit dieser Tour zu tun haben.
Sollte während einer Tour die tägliche Berichterstattung mal auf sich warten lassen - fehlende Kommunikationsinfrastruktur, leere Akkus oder Begegnungen mit netten Mitmenschen mögen die Ursache sein.

Nun aber: viel Spaß bei der Lektüre. Sollten beim Lesen Fragen aufkommen - fragen!

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Ausrüstung

Rad + Zubehör

  • Liegedreirad HP Velotechnik Scorpion fx mit Rohloff SPEEDHUB 500/14 Gangschaltung und Wetterschutzhaube (Streamer), bereift mit Schwalbe Marathon Plus
  • 1 Paar Ortlieb Liegeradtaschen (54 Liter)
  • 1 Ortlieb Liegerad Rucksack (18 Liter)
  • 1 Ortlieb Packsack PS490 (22 Liter; für Zelt & Sandalen)
  • 1 "Einkaufstasche"
  • 1 Fahrradschloss Abus Bordo X-Plus 6500/85 sowie ein Stahlseil Abus Cobra zur Sicherung des Rades
  • 1 Kabelschloss Abus Globetrotter 202/90 zur Sicherung des Gepäcks
  • 1 Bremsscheibenschloss Abus als Wegfahrsperre für zwischendurch
  • 1 Gepäck-/Helmnetz (elastisch)
  • 2 Spanngurte a 1.5 m sowie 1 m
  • Werkzeug, Flickzeug und Ersatzteile (u.a. Reifen, Schläuche, Speichen, Bremsbeläge, Kettenschlösser, Kettenöl, kleine Doppelhub Luftpumpe)

Camping

  • Zelt Hilleberg Soulo + Footprint
  • Isomatte Therm-a-Rest ProLite Plus large sowie Reparaturflicken
  • Kunstfaserschlafsack Mountain Hardwear Lamina Z Flame
  • Microfaser Handtuch sowie Waschlappen
  • Faltschüssel, Wassersack + Duschvorsatz (Ortlieb)
  • Waschsack (Outdoor "Waschmaschine")
  • Sturmkocher-Set mit Gasbrenner (Trangia)
  • Gaskartusche, Sturmfeuerzeug
  • Campingbesteck (Messer, Gabel, Löffel)
  • Trinkbecher mit Faltgriff
  • Spülmittel/-bürste, Geschirrtuch

Bekleidung

  • Kappe
  • T-Shirt, dünnes Langarmshirt, Fleecepulli, Weste (Windbreaker)
  • Shorts, Leggins
  • 3 Slips
  • 3 Paar Socken
  • Wanderschuhe, Badeschlappen
  • Badehose
  • Regenbekleidung (Jacke, Hose)
  • T-Shirt, Leinenhose für Abends, Daunenjacke
  • lange Unterwäsche (Merino) für Nachts

Technik

  • 1 GPS Gerät Garmin GPSMap 64s mit Kartenmaterial OpenFietsMap (s.u.)
  • 1 Smartphone Gigaset GX290 mit AldiTalk Prepaid Karte
  • 1 Powerbank 20000 mAh + USB Ladegerät
  • 1 Solarpanel (Anker)
  • 1 USB-Akku-Ladegerät für 2 x AA/AAA (Ansmann Lithium2)
  • 1 Stirnleuchte
  • Ersatzakkus für Navi & Taschenlampen

Sonstiges

  • Kulturbeutel mit Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo, Rasierapparat/Haarschneidemaschine
  • Lesebrille (man ist ja nicht mehr der Jüngste)
  • Klappschaufel, Toilettenpapier
  • Wäscheleine (Sea to summit), Seil, Wäscheklammern
  • Fahrradhelm (Pflicht in VAE)

Route

Vorgeschichte

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Ausrüstung

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