Reisetagebuch

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Bilder

2018-07-18

6. Tag: 21 Kilometer (Gesamt: 323); 444 Höhenmeter; 1236 Meter max. Höhe
Strecke: Nähe Haugastøl (10:15) – Finse (14:30)
Wetter: bewölkt, 20°

Urlaub im Urlaub – geht das? Es geht. Rede ich mir zumindest ein. Der Tag beginnt bereits gemächlich. Um halb sieben tönt der Wecker, doch ich bringe ihn wieder zum Schweigen. Es regnet. Eine knappe Stunde später raffen wir uns auf. Frühstück im Zelt, es regnet noch immer, Klamotten packen – und das Ausharren lohnt sich. Der Regen lässt nach. Im noch tropfnassen T-Shirt zu starten ist zwar nicht das unglaubliche Vergnügen, doch das Wetter meint es gut mit uns. Es bleibt trocken, zeitweise kommt die Sonne durch, der Wind schiebt uns an. Nach nicht all zu langer Zeit ist die Feuchtigkeit aus dem Stoff gewichen. Dass wir trotz günstiger Voraussetzungen nicht abheben ist dem Streckenverlauf geschuldet. Wir radeln auf Gravel, es geht mehr rauf als runter und die Landschaft lässt uns alle paar Meter für ein Foto stoppen. Nach einigen Kilometern kommt ein Café hinzu. Man offeriert Kaffee, Schokolade sowie Waffeln und hat nicht all zu überzogene Preise.
Als wir Finse erreichen, will ich nicht mehr weiter. Hinter einem See erhebt sich ein Gletscher, in unserer Fahrtrichtung zieht es sich bedrohlich zu und die Wettervorhersage scheint recht zu behalten – zum Nachmittag hin soll es erneut regnen. Diesmal bin ich es der vorschlägt, im Hostel ein Zimmer zu nehmen. Die Szenerie verdient es, zu bleiben. Es kostet weniger Überredungskünste als das, was man uns für den kleinen Luxus abzuknöpfen gedenkt, dann ist Ute überzeugt. Einzig kleiner Haken: um halb drei will man uns an der Rezeption noch kein Zweibettzimmer überlassen. Erst ab drei würden nicht in Anspruch genommene Reservierungen anderweitig vergeben. Erneut lohnt sich das Abwarten. Wir bekommen unser eigenes Kämmerchen, zudem mit auf den Weg, dass uns eine drei- bis vierstündige Wanderung an den Rand einer Gletscherzunge führen könnte. Bin ich begeistert, so hält sich die Euphorie bei meiner Gattin in Grenzen. Sie will nicht so lange laufen, das Timing ist nicht optimal und kollidiert geringfügig mit den Zeiten für das gebuchte Abendessen und der Schauer rückt heran.
Nachdem die Regenwolke über uns hinweg gezogen ist, machen wir uns auf zu einer reduzierten Runde per Pedes. Über die Staumauer des Finsevatnet tippeln wir dem Eisfeld ein Stück weit entgegen, kommen vorbei an einigen verstreut stehenden Zelten, dann machen kehrt. Auf dem Rückweg lernen wir Johannes kennen. Johannes ist ebenfalls mit dem Rad unterwegs, hat die Staumauer gerade hinter sich gebracht und schaut sich um, wo er seine mobile Herberge aufschlägt. Nach ersten Sätzen auf englisch stellen wir fest, dass wir es einfacher haben können – Johannes kommt aus Mannheim.
Wir quatschen ein Weile, dann lässt der Wind uns frösteln. Entsprechend trennen sich einstweilen unsere Wege, doch wer weiß – möglicherweise treffen wir uns bereits am nächsten Tag wieder. Johannes treibt es ebenso nach Flåm wie Ute und mich. Mit weiteren netten Gleichgesinnten klingt der Abend schließlich im Hostel aus. Bei zünftiger Hausmannskost lassen wir die Zeit mit Tischnachbarn aus Bristol verfliegen, anschließend hocken wir noch ein wenig mit einem Pärchen aus Salzburg im viel zu warmen Aufenthaltsraum zusammen, dem es ähnlich erging wie uns: die beiden wollten ebenso noch ein bisschen länger die Aussicht genießen, bevor es mit den Rädern weiter geht. Man ist ja im Urlaub …



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