Reisetagebuch

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Bilder

2018-07-26

14. Tag: 64 Kilometer (Gesamt: 770); 850 Höhenmeter; 823 Meter max. Höhe
Strecke: Byklestøylane Camping (10:00) – Nähe Dalen (18:00)
Wetter: sonnig, 25°

Welch ein Start in einen neuen Tag. Die Luft ist klar und frisch und unverbraucht, die Wiese noch voller Tau, der Fluss rauscht, leichter Nebel steigt über ihm auf. Als wir unser Müsli verdrücken, haben sich die Schwaden verzogen und die Sonne glitzert im Wasser.
Auf der Straße setzt sich das Vergnügen fort. Morgens um zehn ist noch nicht viel los, durch das Setesdal radelt es sich recht unbeschwert und in Byke finden wir einen Supermarkt, in dessen Regalen unsere bevorzugten Tütennudelfertiggerichte liegen. Kaum aus dem Ort wieder raus dürfen wir ein kleines Naturschauspiel bewundern. In einem still ruhenden See spiegeln sich die umliegenden Berge. Ein nahezu umwerfender Anblick. Im Anschluss dürfen wir mal wieder Tunnel umfahren. Auch nicht schlecht. Keine großartigen Höhenmeter, dafür aber abseits der Straße und attraktiveres Panorama als in einer Röhre durch den Fels.
Nach 25 Kilometern ist es vorbei mit dem Genussradeln. Wir verlassen die 9 beziehungsweise den Radweg 3 und biegen ab auf den Zweier, der sich zunächst mit der 45 für motorisierte Verkehrsteilnehmer deckt. Die ersten vierhundert Höhenmeter sind mit sieben Prozent Steigung am Wegesrand ausgeschildert, der Rest verteilt sich auf kürzere Abschnitte, ist jedoch häufig genug nicht minder anstrengend. Wieder mal wähnte ich uns nach einem Blick in die Karte in einem Fjell, wieder mal lag ich daneben. Die vermeintliche Hochebene ist ein langgestrecktes Tal. Doch auch das hat seine Reize. Einem See folgt der nächste, um die Ufer sowie dazwischen ist es bewaldet. An sich warte ich nur darauf, dass ein Elch aus dem Dickicht auftaucht, über die Straße schreitet und ebenso lautlos wie er erschienen ist wieder verschwindet, viel zu schnell, bis ich auf den Auslöser der Kamera drücken kann, doch die Sorge ist umsonst. Auch wenn in dem Gebiet vor den Tieren auf Schildern gewarnt wird – es zeigt sich keines.
Dramatischer gestaltet sich eher die Entscheidung für einen Schlafplatz. Einerseits will Ute nicht auf einen bewirtschafteten Campingplatz verzichten, eine warme Dusche sowie eine richtige Toilette sind ihr Anstrengungen wert, andererseits rückt ein derartiger nur langsam näher. Mit dem Blick auf diverse Badende in den Seen bevorzuge ich die wilde Alternative. Zwanzig Kilometer vor Dalen setze ich mich durch. Ich biege links ab, rolle ein paar Meter einen Hügel hinab, passiere eine geschlossene Schranke und lasse ein Haus links liegen, dann werde ich nach rechts hin fündig. Ein optimaler Flecken an einem gurgelnden Bach. Das Wasser ist herrlich. Erfrischend, aber nicht zu kalt. Ich tauche einige Male unter, wate umher und lasse mich schließlich in der Abendsonne trocknen. Selbst Ute findet sich nach einer Weile mit ihrem Schicksal ab. Das Ende eines perfekten Tages.



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