Reisetagebuch

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Bilder

2018-07-27

15. Tag: 21 Kilometer (Gesamt: 791); 185 Höhenmeter; 789 Meter max. Höhe
Strecke: Nähe Dalen (09:30) – Dalen (11:15)
Wetter: sonnig, 28°

Freitag. Frei-Tag. Ruhetag. Ute ist mit ihren Kräften am Ende. Dabei beginnt der Tag zunächst ganz idyllisch. Wie der voran gegangene. Die Sonne braucht ein wenig länger, bis sie das Zelt trocknet, es gibt keinen Nebel über dem Fluss, doch dafür gibt es keine Straße nebenan, auf der gelegentlich ein Auto die Ruhe stört.
Dem für uns zeitigen Aufbruch folgt rasch der nächste Hügel. Natürlich aufwärts. Alles andere wäre kaum der Worte wert. Zuvor haben wir Glück. Am Abzweig von der Straße zu unserem Übernachtungsplatz stoppt ein Kleinbus. Zwei Mädels aus Aachen finden die von uns gewählte Ecke ebenfalls nicht unattraktiv und halten für einen Fotostopp. Uns kommt das Drücken auf den Auslöser insofern entgegen, dass Ute eine ihrer Trinkflaschen aufgefüllt bekommt. Das Vertrauen in Wasser unbekannter Herkunft ist größer als in das vorbei strömende oder in den Filter, der in meiner Lenkertasche sein bislang ungenutztes Dasein fristet.
Geht es die folgenden vier Kilometer moderat bergab, so halten die nächsten anderthalb eine sechs bis sieben prozentige Steigung parat. Bei einem zwischenzeitlichen Durchatmen flattert meine Frau. Arme und Hände zittern, sie hat Schwierigkeiten, ihre Wasserflasche anzusetzen. Kein schöner Anblick. Die Höhenmeter der letzten Tage müssen ihr zugesetzt haben. Wahrscheinlich mehr ein mentales als ein physisches Problem.
Als der Gipfel erreicht ist beschließen wir, ihrem Leiden für den Tag ein Ende zu setzen. Die folgenden zwölf Kilometer nach Dalen geht es nur noch abwärts. Knapp 700 Meter. Einige davon mit zwölf Prozent Gefälle. Ein Verkehrsschild rät Autofahrern, einen kleinen Gang einzulegen. Wir können komplett raufschalten. Zu Kurbeln gibt es nichts. Zwischendurch ein paar Mal die Aussicht festhalten, einmal antreten, rollen lassen beziehungsweise vor Kehren abbremsen.
Auf dem Campingplatz im Ort sind die letzten noch nicht damit beschäftigt, ihr Lager abzubauen, da schlagen wir unseres auf. Direkt am Fluss. Zunächst noch im Schatten. Was folgt ist aus Spanien Urlauben der letzten Jahre bestens bekannt: viel liegen, dösen, ruhig gehen lassen. Ganz ruhig. Und zwischendurch mal abkühlen. Anders als am Vorabend nicht im Adamskostüm sondern in Badeklamotten. Wir sind schließlich nicht mehr ganz allein.
Stöhnt man in Deutschland über Temperaturen von weit über dreißig Grad, so bleibt das Thermometer in dem von steilen Hängen eingekesselten Dalen knapp darunter. Ein leichtes Lüftchen sorgt zudem dafür, dass es erträglich bleibt. Dennoch fühlen wir uns schlapp. Ob der Tag zum Regenerieren ausreicht? Bleibt abzuwarten. Bei Etappen um fünfzig Kilometer mit deutlich weniger Höhenmetern als die letzten Tage sollten wir Larvik, den Ort, an dem unser Wagen steht, Dienstag erreichen können. Wie aber auch immer sollte einer stressfreien Heimkehr nichts mehr im Wege stehen – selbst wenn wir noch ein oder zwei Tage die Beine hochlegen. Über entsprechendes Wetter oder ansprechendes Panorama brauchen wir uns jedenfalls nicht zu beklagen.



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