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Reisetagebuch

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Bilder

2019-05-11

20. Tag: 48 Kilometer (Gesamt: 1043); 431 Höhenmeter; 661 Meter max. Höhe
Strecke: Kressbronn (11:00) - Lindau – Eglofs (17:00)
Wetter: bewölkt/regnerisch, 10°

Fast drei Wochen sind um – Zeit für etwas Neues. Bis zum Trike-Treffen in Bregenz, dem wir beiwohnen wollen, sind es noch zweieinhalb Wochen. Viel Zeit für zwanzig Kilometer, die uns an diesem Morgen von dem Ort trennen. Als Lückenbüßer soll der Bodensee – Königssee Radweg herhalten. Einfache Entfernung: knapp 400 Kilometer. Beginnen tut er in Lindau, knapp zehn Kilometer von dem Ort entfernt, an dem zunächst unser Zelt steht.
Auf halber Strecke kommen wir in Nonnenhorn an einer Garage, vor der ein Schild steht. Fahrradvermietung. Für E-Bikes will man zwölf Euro pro Tag haben. Klingt verlockend und war ohnehin bereits eine Idee, Utes Knie zu schonen. Auf dem Bodensee – Königssee Radweg soll es munter bergauf und bergab gehen, hin und wieder auch schon mal steiler. Ein Orthopäde riet Ute, es beim Radfahren nicht zu übertreiben.
Nachdem mit dem Vermieter erste Missverständnisse geklärt sind, eine Probefahrt. So weit, so gut. Details sind anders, der Rahmen ist kleiner, das Rad hat keinen Hinterradständer und muss fortan angelehnt werden, die Felgenbremsen arbeiten mit Bremszügen anstatt hydraulisch, eine Nabenschaltung ersetzt die Kettenschaltung und statt des Freilaufs gibt es eine Rücktrittbremse, doch alles ist beherrschbar. Dass der Hersteller nicht zu den gemeinhin bekanntesten zählt? Egal, wir wollen mit dem Gefährt niemanden beeindrucken und Freunde legten sich erst unlängst eines aus gleichem Stall zu. Selbige waren derart begeistert, dass schnell ein zweites hinterher gekauft wurde.
Nachdem die Sattelhöhe stimmt folgt eine Kurzeinweisung. Wann und wie schalten und bremsen, wo das Ladegerät anschließen und was ist sonst noch zu beachten. Anschließend fahren wir elektrifiziert. Wir? Nun ja – Ute mit Motor und Akku unter dem Hintern, ich mit dem Ladegerät in der Packtasche. Irgendwie muss der Strom wieder hinein, nachdem er auf der Straße in Vortrieb umgewandelt wurde.
Beflügelt radelt Ute mir fortan davon. Zumindest auf Strecken mit Steigungen, auf die wir nicht lange warten müssen, nachdem wir uns vom schwäbischen Meer gen Osten abwenden. Schnell wird es ruhiger, doch das Panorama aber bleibt beeindruckend. Anstatt des Sees haben wir einstweilen die Voralpen zur Rechten. Hängen die Wolken nicht all zu tief, sind weiterhin die weißen Gebirgskämme sichtbar. Bei Muthen schließlich das, was typischerweise der Euphorie folgt. Frustration. Ein steilerer Hügel zeigt die Grenzen der Unterstützung auf. Es steht kein Schild am Straßenrand, aber zehn Prozent dürften es sein. Ob es an den über hundert Kilo Systemgewicht liegt oder daran, dass Ute nicht genug Kraft auf die Pedale bringt – der Elektrodrahtesel zickt. Ende Gelände. Schluss mit Power aus dem Akku. Auch die Energiereserve leidet – trotz schieben. Nach vierzig Kilometern nur noch zwei von fünf Lämpchen Ladestandsanzeige. LED Nummer vier erlischt kurze Zeit später, auf den letzten Metern vor dem Campingplatz kündigt auch die letzte Anzeige an, dass gleich Schluss ist. Kurzes blinken, dann folgt das Aus. Sowohl auf dem Display als auch spürbar im Antrieb. Ernüchterung.
Ebenso endet zwei Kilometer vor der Zeltwiese der Zustand, dass es sich nicht von oben ergießt. Die dunkle Wolke ist schneller als wir und deutlich geladener als der Akku. Das Resultat: bis die Räder abgestellt sind, sind wir pitschnass. Unangenehm, da es zudem nicht so richtig warm ist.
Kaum steht das Zelt, wird es richtig fies. Wir stehen im Aufenthaltsraum vor der Steckdose und stellen fest: Akku und Ladegerät passen nicht zusammen. Die Buchse des Akkus ist deutlich kleiner als der Stecker des Ladegerätes. Ich greife zum Telefon und wähle die Nummer des Vermieters. Er soll sich in Bewegung setzen und uns das passende Zubehör heran karren. Bevor ich den Mann herbei zitieren kann, tönt jedoch eine Ansage: „Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar. Bitte probieren Sie es später noch einmal.“
Im Laufe der nächsten drei Stunden ändert sich bei weiteren Versuchen nichts. Auch die um Unterstützung gebetene Hotline des ADFC Pannendienstes kann nicht weiterhelfen. Ich solle es weiter probieren. Fängt gut an, unser Abenteuer E-Bike. Beruhigen tut an sich nur das Prasseln des Regens auf das Zelt. Hebt die Stimmung aber auch nicht so richtig.



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