ACHTUNG: je nach Auffassung kann diese Seite Spuren von Werbung enthalten!

Reisetagebuch

2019-04-...
2019-05-...
2019-06-02
2019-06-03
2019-06-04
2019-06-05
2019-06-06
2019-06-07
2019-06-08
2019-06-09
2019-06-10
2019-06-11
2019-06-12
2019-06-13
2019-06-14
2019-06-15
2019-06-16
2019-06-17
2019-06-18
2019-06-19
2019-06-20
2019-06-21
2019-06-22
2019-06-23
2019-06-24
2019-06-25
2019-06-26
2019-06-27
2019-06-28
2019-06-29
2019-06-30
2019-07-...
2019-08-...
2019-09-...
Bilder

2019-06-02

42. Tag: 80 Kilometer (Gesamt: 1987); 170 Höhenmeter; 425 Meter max. Höhe
Strecke: Bregenz - Romanshorn - Konstanz - Hegne/Reichenau
Wetter: sonnig, 26°

Als wir das Zelt an diesem Sonntag Morgen abbauen, hinterlassen wir einen leicht braunen Flecken auf der Wiese. Die Spuren einer Woche Übernachtens an gleicher Stelle. Waren die ersten Tage regnerisch und frisch, wurde es von Himmelfahrt an, dem offiziellen Start des Trike Treffens, täglich schöner. Eine Wohltat bereits der Aufbau des „Mannschaftszeltes“. Wir konnten auf Bierbänken sitzen, dem Regen entfliehen und waren aus dem Wind. Am Feiertag dann die erste gemeinsame Ausfahrt. In der Sonne. Mit gut dreißig Liegerädern und Velomobilen ging es vorbei an Lindau nach Wasserburg. Fahren im Konvoi. Was uns begeisterte, stieß nicht bei allen Automobilisten auf Gegenliebe. Einmal wurde es brenzlig. Der Fahrer eines Sportwagens war der Situation nicht ganz gewachsen, setzte an zu waghalsigen Überholmanövern, eine abgefahrene Spiegelhalterung an einem der Räder blieb jedoch der einzige entstandene Schaden.
Nach der Rückkehr auf dem Campingplatz hingegen eine ganz andere Überraschung. Dass Bekannte aus Köln vorbei schauen könnten? Wir rechneten nahezu damit. Dass die gegenüber liegende Zeltwiese von Jungvolk okkupiert wurde, reichlich Alkohol floss und aus jeder Ecke andere Musik tönte? Für Insider wahrscheinlich eine Selbstverständlichkeit, für uns unerwartet. Gänzlich unvorbereitet traf uns, dass neben den bereits erwähnten Besuchern auch noch unsere Freunde aus Unna das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub mit Wohnwagen nutzten und so war Ute nicht länger die einzige Aufrechtradlerin im Pulk. Ging es am Freitag, dem zweiten Tag des Trike Treffens, in die Gegenrichtung gegenüber der ersten Runde, in die Schweiz, wo wir von einer Anhöhe einen Blick über den Bodensee genossen, so führte die dritte Runde in das Hinterland – den Rhein hinauf Koblach, bei strahlend blauem Himmel mit beeindruckendem Bergpanorama auf dem Hinweg. Rundum waren nicht nur die drei „offiziellen“ Tage ein köstliches Vergnügen. Nicht nur im sprichwörtlichen Sinne bei den organisierten Einkehren. Nettes Schwatzen, Plaudern, Fachsimpeln, Blödeln, Anregungen holen und Erfahrungen teilen. Ob wir 2020 im Ruhrgebiet wieder mit von der Partie sind? Bleibt abzuwarten. Ein Jahr ist eine lange Zeit. Die zurückliegende Woche jedenfalls ist beste Reklame, das Himmelfahrtswochenende nicht anderweitig zu verplanen.
Nachdem kräftig Hände geschüttelt und beste Wünsche auf den Weg gegeben sind, setzen Ute und ich unsere Bodenseeumrundung fort. Auf den ersten zwanzig Kilometern haben wir nochmals reichlich Gelegenheit die Fotos zu schießen, die dem Fahren in der Gruppe zum Opfer fielen, anschließend folgt für uns auf schweizer Boden Neuland. Dem Wetter entsprechend sind Radwege, Uferpromenaden und Lokalitäten gut besucht, doch das Vorankommen leidet nicht. Eher sind es die Momente, in denen wir auf den Auslöser drücken oder die Aussicht genießen. Immer wieder erhaschen wir einen Blick auf das schwäbische Meer, das auch bei Wassersportlern hoch im Kurs steht. Lediglich der Blick auf die Berge wird für uns seltener.
Verpflegungstechnisch haben wir Glück. In einem italienischen Restaurant, in dem das Mittagsgeschäft gegen halb drei gelaufen ist, bekommen wir eine Tüte Pizzabrötchen mit auf den Weg, ohne dass man Geld haben will. Befreit uns davon, mit einem Euro-Schein zu bezahlen oder die Kreditkarte für einen kleinen Betrag zu zücken. Man kann sich schon daran gewöhnen, an eine grenzüberschreitende, gemeinsame Währung.
Dem Einverleiben eines Imbiss, Käse und Wurst befand sich noch im Marschgepäck, folgt kurze Zeit später eine Siesta auf einer Wiese. Solange die Augen nicht geschlossen sind, sogar mit Seeblick. Sehr angenehm sowie der Wiederholung wert.
Ein wenig unübersichtlich wird es um rund um Konstanz. Zwingen uns in der Schweiz Baustellen ein paar Meter mehr hinauf als an sich nötig, so kosten uns zurück in Deutschland fehlende Wegweiser Nerven. Die vom Navi gewiesene Route können wir nicht fahren, entlang einer Schnellstraße existiert wider Erwarten kein Radstreifen, Wegweiser am Straßenrand oder Leute, die uns weiterhelfen könnten, suchen wir vergebens.
Mit ein wenig Glück gelangen wir dennoch dorthin, wo es uns hin zieht. Kostet lediglich einige Kilometer mehr als beabsichtigt und lässt uns weniger Zeit, die Abendsonne zu genießen. Einmal mehr jedoch Jammern auf hohem Niveau. Gerne darf es so weiter gehen, wohl wissend, dass für den folgenden Tag mit geringfügig mehr Höhenmetern sowie einigen Hügeln zu rechnen ist. Wir werden den Bodensee hinter uns lassen und steuern dem nächsten Ziel dieser Reise entgegen – der Donau.



Bericht zurück
2019-05-28
Seitenanfang
2019-06-02
Bericht vor
2019-06-03



Weitere Touren, größere wie kleinere, hier.




Newsletter

Sie wollen per E-Mail über neue Einträge auf dieser Seite informiert werden?
Kein Problem!
Klicken Sie auf Newsletter und folgen Sie den dort beschriebenen Anweisungen.




Live Vortrag

Zurzeit sind 2 Veranstaltungen geplant, die Liste unter Vorträge, in der Sie Details zum Wann, Wo und Worüber finden, wird jedoch ständig aktualisiert.
Falls Sie selbst Interesse haben, mich einzuladen oder Sie einen Veranstalter kennen, treten Sie gerne mit mir in Kontakt. Es erwarten Sie unterhaltsame anderthalb bis zwei Stunden Fotoshow mit live vorgetragenen Erlebnissen und Anekdoten sowie Musik untermalten Passagen. Für Fragen oder einen kleinen Plausch stehe ich Ihnen während einer kurzen Pause oder im Anschluss gerne zur Verfügung.
Ich freue mich über Ihren Besuch und bin gespannt darauf, Sie kennen zu lernen!




Werbung in eigener Sache

Der Reisebericht der Radtour 2011 von Köln über Barcelona nach Formentera ist unter dem Titel "Urlaub, mal anders" (ISBN: 978-3-7309-0754-2) als E-Book für kleines Geld im Handel erhältlich.

Kennen Sie das?
Sie haben den Supermarkt gerade hinter sich gelassen da fällt Ihnen ein, was Sie unbedingt besorgen wollten - dann aber doch vergessen haben. Das ist nicht nur on tour blöd, sondern Zuhause ebenso. Und da Stift und Zettel sich häufig genug nicht in greifbarer Nähe befinden, der kleine elektronische Störenfried hingegen schon und weil es obendrein viel praktischer ist: verwenden Sie, sofern Sie es nicht bereits tun, Pruedis Einkaufsliste.
Die App für Ihr Android Smartphone, der Sie nicht nur vertrauen können, die Sie nicht mit Werbung belästigt, die auf das Wesentliche reduziert ist, die sich einfach bedienen lässt und die auch dort funktioniert, wo es vielleicht mal kein Internet gibt.
Sie kennen Pruedis Einkaufsliste noch nicht? Dann wird's aber Zeit - jetzt kostenlos testen!