ACHTUNG: je nach Auffassung kann diese Seite Spuren von Werbung enthalten!

Reisetagebuch

2019-04-...
2019-05-...
2019-06-...
2019-07-...
2019-08-...
2019-09-01
2019-09-02
2019-09-03
2019-09-04
2019-09-05
2019-09-06
2019-09-07
2019-09-08
2019-09-09
2019-09-10
2019-09-11
2019-09-12
2019-09-13
2019-09-14
2019-09-15
2019-09-16
2019-09-17
2019-09-18
2019-09-19
2019-09-20
2019-09-21
2019-09-22
2019-09-23
2019-09-24
2019-09-25
2019-09-26
2019-09-27
Bilder

2019-09-17

149. Tag: 38 Kilometer (Gesamt: 9179); 86 Höhenmetern (x 1.4?); 401 Meter max. Höhe
Strecke: Hilpoltstein (09:15) - Nürnberg (16:00)
Wetter: bewölkt/sonnig, 23°

Wie der Vortag begrüßt mich auch der Dienstag Morgen mit einem dichten Grau in Grau, anstelle des Nebels liegt ein leichter Sprühregen in der Luft. Regenjackenwetter. Unter einem Baum bekomme ich das Zelt halbwegs trocken abgebaut und verstaut, als ich starte und auf die Uhr schaue bin ich überrascht. Kurz nach neun - früh wie selten.
Nachdem ich meine Wohnmobilnachbarn hinter mir lasse und eine Brücke des Main-Donau-Kanals überquert ist, stehe ich vor der Staumauer des Rothsees. Bei schönem Wetter zu dieser Stunde dürften sich bereits die ersten Besucher auf der Wiese des Strandbades die besten Plätze gesichert haben, so sind lediglich eine Hand voll Leute mit ihren Hunden unterwegs. Am Ende der Staumauer knickt der D11 laut Navi scharf nach links ab. An dem Abzweig rolle ich zunächst vorbei. Der Weg ist steil und eher etwas für Wanderer, ohne jegliche Beschilderung für Radler. Was ich auf dem Display sehe lässt jedoch keine Zweifel. Folge ich dem Seeufer, entferne ich mich nur weiter.
Über einen Waldweg gelange ich zurück an den Kanal. Wieder ungläubige Blicke auf die Anzeige des elektronischen Wegweisers. Durch die Spur in der Wiese kilometerweit den Wasserweg entlang? Drei heran nahende Hundehalter erlösen mich. Nach ein paar Metern auf Schotter in der „falschen“ Richtung gelange ich hinab an eine „Uferstraße“.
Was folgt, könnte man eintönig nennen. Geradeaus, soweit das Auge reicht, rechts und links Bäume sowie das helle Band aus planiertem, gut zu befahrendem Kies. Ich habe den Eindruck, mit jeder Kurbelumdrehung gewinnt das Nichts an Attraktivität. Es ist herrlich. Kein Verkehr, keine Möglichkeit sich zu Verfahren, keine Zivilisationsgeräusche. Abgesehen von dem Krach den ich verursache und dem Rauschen der Blätter im Wind Stille. Als ein ein paar wärmende Strahlen der Sonne den Brei über mir durchdringen bleibe ich stehen. Ich habe ja Zeit. Ute am Bahnhof abzuholen sollte mir mühelos gelingen, meint es das Schicksal nicht anders mit mir. Eine gute Stunde genieße ich die reduzierte Umgebung um mich herum, das bloße Sein. Klar, spektakuläre Landschaften und Natur haben ihren Reiz, dieses Schlichte jedoch ebenso.
Nach einem Zweitfrühstück, einigen Takten auf der Mundharmonika sowie dem Teilen der Eindrücke im Netz setze ich mich wieder in Bewegung. In einen kleinen Gewissenskonflikt komme ich an einem Abzweig. Navi und Beschilderung weisen weg vom Kanal, weiter dem entlang gelangte ich jedoch ebenso nach Nürnberg. Was tun?
Letztendlich gewinnt die geplante Route. Ob es die richtige Entscheidung ist? Keine Ahnung. Ich lerne die Alternative nicht kennen, weiß nicht wie lange es dauert, bis es auch dort unruhiger wird. Statt dessen lasse ich mich ein Stück weit durch den Wald lotsen, es folgen erste überschaubare Vororte, irgendwann aber wird es rummelig und laut. Entlang größerer Zufahrtsstraßen in die Stadt und vorbei am Messe- und Kongresszentrum folge ich den Pfeilen Richtung Hauptbahnhof. Eine Stunde vor Ute treffe ich dort ein. Ich vertreibe mir die Zeit ein wenig im Netz, dann bewege ich mich hoch auf das Gleis, an dem ich meine Frau eintreffen sollte. Kostet ein paar Minuten, doch ich habe Glück. Mein Vehikel passt in den Aufzug. Unterhaltsam schließlich die Minuten, bis der Zug heran rollt. Ich lerne einen Erlebnispädagogen lassen. Am Vormittag leitete er Grundschüler an, ein Floß zu bauen, mit dem es letzten Endes auf das Wasser ging, getragen von Luftballons. Ziel der Aktion: sehen, dass es alleine nicht geht.
Mit Ute kommt die Sonne. Nein, ganz so ist es nicht. Der blaue Himmel war schneller, setzte sich schon ab Mittag durch, ließ sich aber nicht umarmen. Nachdem Räder und Gepäck in einer Unterkunft in zentraler Lage untergebracht sind, geht es zu Fuß durch die Stadt. Ein Plan der Touristeninformation weist uns den Weg vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten: Kirchen, Brunnen, Rathaus, Burg, Albrecht Dürer Haus, Türme - Nürnberg in drei Stunden mit zahlreichen Fotos sowie Blicken um die Ecke. Am Ende kommt auch der Gaumen nicht zu kurz, Abendessen im aufgesuchten Gewölben. So laut es dort zugeht, desto mehr genießen wir anschließend unsere Wärme und Nähe und sind gespannt, was uns die nächsten Tage erwartet.



Bericht zurück
2019-09-16
Seitenanfang
2019-09-17
Bericht vor
2019-09-18



Weitere Touren, größere wie kleinere, hier.




Newsletter

Sie wollen per E-Mail über neue Einträge auf dieser Seite informiert werden?
Kein Problem!
Klicken Sie auf Newsletter und folgen Sie den dort beschriebenen Anweisungen.




Live Vortrag

Zurzeit ist eine Veranstaltung geplant, die Liste unter Vorträge, in der Sie Details zum Wann, Wo und Worüber finden, wird jedoch ständig aktualisiert.
Falls Sie selbst Interesse haben, mich einzuladen oder Sie einen Veranstalter kennen, treten Sie gerne mit mir in Kontakt. Es erwarten Sie unterhaltsame anderthalb bis zwei Stunden Fotoshow mit live vorgetragenen Erlebnissen und Anekdoten sowie Musik untermalten Passagen. Für Fragen oder einen kleinen Plausch stehe ich Ihnen während einer kurzen Pause oder im Anschluss gerne zur Verfügung.
Ich freue mich über Ihren Besuch und bin gespannt darauf, Sie kennen zu lernen!




Werbung - in eigener Sache

Wie alles anfing, 2011, mit dem Reiseradeln. Wie aus einer zündenden Idee ein Plan wurde und aus Vorbereitungen ein "Abenteuer". Erhältlich für kleines Geld als E-Book unter dem Titel "Urlaub, mal anders" (ISBN: 978-3-7309-0754-2) beim Online-Buchhändler Ihres Vertrauens.

Kennen Sie das?
Sie haben den Supermarkt gerade hinter sich gelassen da fällt Ihnen ein, was Sie unbedingt besorgen wollten - dann aber doch vergessen haben. Das ist nicht nur on tour blöd, sondern Zuhause ebenso. Und da Stift und Zettel sich häufig genug nicht in greifbarer Nähe befinden, der kleine elektronische Störenfried hingegen schon und weil es obendrein viel praktischer ist: verwenden Sie, sofern Sie es nicht bereits tun, Pruedis Einkaufsliste.
Die App für Ihr Android Smartphone, der Sie nicht nur vertrauen können, die Sie nicht mit Werbung belästigt, die auf das Wesentliche reduziert ist, die sich einfach bedienen lässt und die auch dort funktioniert, wo es vielleicht mal kein Internet gibt.
Sie kennen Pruedis Einkaufsliste noch nicht? Dann wird's aber Zeit - jetzt kostenlos testen!