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Reisetagebuch

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Bilder

2015-08-15

6. Tag: 111 Kilometer (Gesamt: 617); 1014 Höhenmeter, 518 Meter max. Höhe
Strecke: Waldbrunn (Sinn; 08:15 Uhr) – Schillingsfürst (Wörnitz; 19:15 Uhr)
Wetter: leicht bewölkt, 26°

Die Nacht am Haselbrunn verbringe ich ruhig. Das Wasser plätschert gleichmäßig vor sich hin und unter den Bäumen im Wald bleibt das Zelt trocken. Auch wenn die Wolken tief hängen, Regen gibt es nicht, und so schiebe ich das Rad die letzten Meter des Hügels mit den 16 Prozent weiter aufwärts, ohne nass zu werden. Nach circa 10 Kilometern erreiche ich das Taubertal. Die Anzahl der Radler mit Packtaschen wird größer, und gelegentlich kommen mir Gruppen entgegen, die gar nicht enden wollen.
Vor Tauberbischhofsheim dann eine interessante Beobachtung: ein Supermarkt hat geöffnet, und das, obwohl Maria Himmelfahrt ist. Wie ich an der Kasse in Erfahrung bringe ist der Umstand darauf zurück zu führen, dass der Ort in Baden Würtemberg liegt und nicht in Bayern, wo die Geschäfte tatsächlich geschlossen haben.
Auch wenn sich die Ortschaften häufig genug gleichen, sie haben ihren Charme. Viel Fachwerk, Zwiebeltürme und mehr Biergärten, Cafés und Restaurants, als ich nutzen kann. Zwischendurch radle ich einige Kilometer mit einem anderen Touristen und es stellt sich heraus, er kommt aus Bad Neuenahr und betreibt auf dem Kölner Neumarkt einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Wie er mir mitteilt, ist er nicht zum ersten mal in der Gegend, kennt sich aus und weiß auch etwas über den Reschenpass zu berichten, der mich über die Alpen führen soll. Auch, dass es nach Rothenburg hoch steiler wird, ansonsten könne ich aber mit flacherer Piste rechnen. Nun ja, alles relativ, wie ich schon vor der Stadt oberhalb der Tauber feststelle. Nichts, was mich aus dem Sattel zwingt, aber eben ist in meinen Augen etwas anderes. Immer wieder führt der Radweg den Hang hinauf, und langsam aber steig gewinne ich an Höhe - von 200 Meter hoch bis 500 Meter.
An einem Fahrradgeschäft unterwegs mache ich eine weitere nette Bekanntschaft mit der Dame, die den Laden betreibt. Sie steht gerade vor der Tür und berät Kundschaft, da platze ich dazwischen. Ob sie Gummibänder im Sortiment hat. Der Spanngurt, mit dem ich eine Flasche auf der linken Vorderradtasche befestigt habe, ist doch ein wenig lästig. Das Einfädeln braucht Zeit, und der Gurt franst so langsam aus. Bevor mir geholfen wird steht aber zunächst einmal im Fokus, wo ich her komme und wohin mich der Weg führt, womit ich auf begeisterte Ohren treffe. Das Gummiband gibt es anschließend gratis - solche Abenteuer müssten gefördert werden. Die Einstellung gefällt mir, und so versuche ich auch nicht lange, meinen Obolus zu entrichten.
Neben den Kontakten beginnt sich auch der Tagesrhythmus so langsam zu etablieren. In einem der Orte eine Kleinigkeit essen, bei nächster Gelegenheit eine halbstündige Siesta, was aber nicht ausschließt, dass sich auch erste Verschleißerscheinungen einstellen. Die Sandalen scheuern an den Zehen, das Treten wird schmerzhaft, und dass, wo für den nächsten Tag Regen prognostiziert ist. An sich die idealen Treter für das Wetter - zumindest kann in die Kunststoffsohle keine Feuchtigkeit einziehen. Als weiterer Schwachpunkt macht sich die Stromversorgung bemerkbar. Während des Tagespensums an Kilometern schafft es das Ladegerät gerade mal, den Pufferakku, von dem aus die restlichen Gerätschaften geladen werden, knapp zur Hälfte mit Energie zu versorgen, und so steuere ich am Abend einen Campingplatz an, um Abhilfe zu verschaffen. Angenehmer Nebeneffekt dabei: eine warme Dusche und ebensolches Wasser für die Wäsche der Klamotten.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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