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Reisetagebuch

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2015-08-21

12. Tag: 141 Kilometer (Gesamt: 1233); 601 Höhenmeter, 1484 Meter max. Höhe
Strecke: St. Valentin Auf der Haide (Italien; 08:30 Uhr) – Auer (Etsch; 19:00 Uhr)
Wetter: leicht bewölkt, 24°

Ein Tag der guten Meldungen - der Krankenhausaufenthalt meines Vaters sollte beendet sein, zumindest höre ich nichts Gegenteiliges, das Fußballspiel am Abend zuvor fand den erhofften Sieger und ich komme gut voran. Nach zwei Tagen Schwerarbeit an diesem Freitag quasi ein Ruhetag.
Das Rad läuft nahezu von alleine, erst die letzten 30 Kilometer fallen schwer. Zunächst bremst Gegenwind, zum Abschluss die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit.
Bis Meran, es sind etwa 60 Kilometer, ist es mehr oder weniger reines Genussradeln. Von 1500 Meter Höhe runter auf gut 300 Meter bedarf es keiner größerer Anstrengungen. Lediglich Konzentration ist gefragt, um nicht dem Beispiel eines Jungen zu folgen, der sich, warum auch immer, über den Lenker überschlägt. Seine Mutter hält ihn jedoch schnell wieder in den Armen, so dass ich davon ausgehe, dass es meiner Hilfe nicht bedarf, war ich direkt abgestiegen um unterstützend zur Seite zu stehen.
Die Strecke ist vorbildlich. Perfekt ausgeschildert, überwiegend asphaltiert, meist frei vom Straßenverkehr und durch attraktives Gebiet. Mehr oder weniger breit verläuft das Etschtal, es rauscht und sprudelt immer irgendwo, die Sonne lacht dazu, und nach anfänglich noch frischen Graden wird es schnell wärmer, so dass eine Hülle nach der anderen fällt und ich ab Mittags im T-Shirt dahin gleite.
Ob Meran den Abstecher durch die Stadt wert ist? Im Nachhinein würde ich behaupten, nein, doch wie immer, hinterher ist man ja erst schlauer. Die Laubengasse mit ihren Boutiquen und Straßencafés und -restaurants scheint das touristische Highlight zu sein, ansonsten sehe ich die Pferderennbahn, das Kurhaus, die Kathedrale und weniger sehenswerte Straßenzüge auf dem Weg in das Zentrum beziehungsweise wieder heraus.
Nach Bozen geht es durch Obstplantagen. Es gibt Schilder, die die Strecke als Südtirols Weinstraße ausweisen, doch demnach scheint es sich auf Apfelwein zu beschränken. Auf den Wirtschaftswegen herrscht reger Treckerverkehr, denn die Ernte läuft auf Hochtouren. Zwischendurch mache ich Rast an einem Biergarten, lasse mir einen Kaiserschmarren schmecken und erfahre von einem Pärchen aus Stuttgart, welchen Campingplatz in Bozen ich aufsuchen soll.
Als ich dort eintreffe, kann mir jedoch niemand mit den Hinweisen weiter helfen, insofern folge ich den Weisungen des Navis, das um das Zentrum herum und entlang des Etsch weiter führt. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit, Bozen erreiche ich gegen 17:00 Uhr, sehe ich von einem Abstecher in die Stadt ab und bekomme den eingangs erwähnten Gegenwind zu spüren. Gute 20 Kilometer kämpfe ich gegen diesen an, um letztendlich festzustellen, das ich am Ziel vorbei geschossen bin. In Auer gäbe es einen Campingplatz, erfahre ich, als ich fünf Kilometer weiter jemanden auf die nächste Übernachtungsmöglichkeit dieser Art anspreche, der mir weiterhelfen kann. Also zurück, doch der Erfolg ist zweifelhaft – für wenig mehr als die 20 Euro, die ich für das Zelten bezahle, hätte ich Berichten anderer nach auch eine einfache Pension finden sollen. Mein Zeltnachbar, ein Münchener auf dem Weg an den Gardasee, kam wenigstens dazu, den Swimmingpool des angegliederten Hotels zu nutzen, was mir aus zeitlichen Gründen zu spät wird. Statt dessen investiere ich weitere 12 Euro, um drei Radler zu erhalten, und verbringe den Abend bei deutlich milderen Temperaturen als zuvor unter dem freien Himmel der Hotelterrasse.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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