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Reisetagebuch

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Bilder

2016-06-17

48. Tag: 116 Kilometer (Gesamt: 3085); 488 Höhenmeter; 119 Meter max. Höhe
Strecke: Súðavík (09:30) – Reykjanes (18:45)
Wetter: bewölkt, 11°, 3 Bft. N

17'ter Juni. Nicht nur der Geburtstag eines Freundes, nein, auch der Tag Unabhängigkeit Islands. Habe ich es richtig im Kopf, von Dänemark. Dass an diesem Feiertag die Geschäfte geschlossen haben, davon merke ich nichts. Komme an keinem vorbei. In Súðavík liegt lediglich das Polarfuchszentrum am Wegesrand, das mir jedoch weder Zeit noch Entgelt für einen Besuch wert ist. Habe ohnehin den Eindruck, dass jeder Ort diesbezüglich etwas zu bieten hat. Und hat man nichts, dann lässt man sich etwas einfallen. So wie in Bíldudalur das Seeungeheuermuseum. Reizvoller fände ich es hier, einen Polarfuchs in freier Wildbahn zu entdecken, was mir hingegen vorenthalten bleibt. Sehen tue ich statt dessen auf meiner Fahrt um einige Seitenarme des Fjordes Robben. Diesmal nicht nur den Kopf, der gelegentlich aus dem Wasser schaut, sondern die Tiere, wie sie auf ihrem Lieblingsfelsen verweilen. Und da sie das dem Anschein nach häufiger zu tun pflegen, steht auch direkt ein entsprechendes Schild am Straßenrand sowie eine Horde Fotografen, die mit dem Kleinbus von Motiv zu Motiv gekarrt werden, hinter den Stativen. Ansonsten das mittlerweile gewohnte Bild: Wasser; nicht selten zu beiden Seiten der Straße. Links im Fjord, rechts von den Hängen. Mal fließend, mal stürzend, ein anderes Mal nur tropfend, meist jedoch in einem Maße, das es unmöglich wäre, dort ein Zelt aufzuschlagen. Alle paar Meter wird es unter der Straße durch dicke Rohre in den Fjord abgeleitet. Ebenso wie in den letzten Tagen herrscht trotz Feiertag nicht viel Verkehr. Alle drei bis fünf Minuten begegne ich einem Auto, dazwischen habe ich den Asphalt für mich allein.
Das Wetter trägt seinen Teil dazu bei, dass ich zügig voran komme. Nur selten kommt die Sonne durch, entsprechend halten sich die Anzahl Fotostopps in Grenzen. Ansonsten gönne ich mir zwei längere Pausen. Einmal gegen Mittag nach gut 50 Kilometern bei den Robben, eine weitere 30 Kilometer weiter an einem Strand. Von dort aus geht es schließlich unbeschwerter weiter, bis 10 Kilometer vor dem Ziel ein Hügel die Bewegungstherapie ablöst und Krafteinsatz verlangt.
Der angesteuerte Campingplatz hingegen hält Überraschungen parat. Die erste ist der Preis. 2700 ISK will man an der Rezeption des Hotels haben, von der aus man sich auch um die Gäste auf der Zeltwiese kümmert. Als besonderes Entgegenkommen wird angepriesen, dass ich das Schwimmbecken mit heißem Wasser unter freiem Himmel kostenlos nutzen könnte, sobald die Pumpe wieder funktioniert. Ansonsten wären weitere 700 ISK fällig. Habe ich zunächst den Eindruck, Opfer eines Missverständnisses zu sein, so bestätigt der herbeizitierte Betreiber des Betriebs die Angaben. Als ich die zufällig noch vorhandene Quittung der letzten Übernachtung auf den Tresen lege, die 1100 ISK ausweist, einigen wir uns auf 1700 ISK, die sich jedoch weiter reduzieren, weil man den 5000 ISK Schein nicht wechseln mag und ich lediglich 1613 ISK klein habe. Angenehmer hingegen die Einladung eines deutschen Ehepaares in ihrem Wohnmobil auf ein Bier. Tagsüber hatte ich deren Gruß auf der Straße zweimal erwidert, nun spreche ich sie darauf an ob sie wissen, wo sich die Duschen befinden. Natürlich könnte ich das Entgegenkommen dankend ablehnen, doch das Angebot ist zu verlockend. Entsprechend werden beim leeren der Gläser Erlebnisse ausgetauscht und im Geiste stoße ich auf Rudis Geburtstag an.
Darüber hinaus erfahre im Verlaufe des Abends, dass Ute ihre Radtour mit Gabi, einer Freundin, von Bamberg nach München unversehrt beenden konnte. Ist doch was!
Dass mein Tag bei all dem nicht ausreicht, um auch noch die Erlebnisse „zu Papier“ zu bringen? Ist dann halt so. Erfordert nach Essen und Duschen eine kleine Nachtschicht. Mal schauen, wie ich am nächsten Morgen aus den Federn komme. Angedacht ist, Hólmavík zu erreichen. Wären noch einmal 90 Kilometer und mehr oder weniger das Ende der Runde durch die Westfjorde, verbunden mit einer Planänderung, wie es von dort aus weiter geht.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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