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Reisetagebuch

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Bilder

2016-06-25

56. Tag: 38 Kilometer (Gesamt: 3615); 153 Höhenmeter; 93 Meter max. Höhe
Strecke: Sauðárkrókur (11:30) – Hofsós (16:15)
Wetter: bewölkt, 16°, 3 Bft. W

Ob mir die Mitternachtssonne, die 83 Kilometer lange Schotterpiste, der Wind, alles zusammen oder Teile davon in den Knochen sitzen – ich habe keine Ahnung. Fühle mich zur Abwechselung einfach nur ein wenig müde und erschossen. Entsprechend beschließe ich, es wird einen kurzen Radeltag geben. Der nächste Campingplatz ist knappe 40 Kilometer weit entfernt, zum übernächsten dürften es etwa 60 sein.
Um mich herum geht es lebhafter zu. Kinder flitzen umher, die Eltern lassen es gemächlicher angehen, im nebenan gelegenen Fußballstadion ist schwer was los. Auf den Rängen Gejohle, gelegentlich hört man die Trillerpfeife. Eine junge Mutter aus Reykjavík klärt mich auf. An diesem Wochenende wird ein Fußballturnier der Mädchenmannschaften Islands ausgetragen. Und da das ganze Land ohnehin gerade im Fußballfieber ist, findet die Veranstaltung reges Interesse. Für die Kicker des Landes ist England bei der Europameisterschaft der nächste Gegner und man hofft, dass es nicht nur bei der Partie im Achtelfinale bleibt.
Nach meinem Aufbruch mache ich erneut Halt bei dem Supermarkt, der mit dem Salatbuffet überzeugte. Anstatt Grünfutter gilt es diesmal den leer gewordenen Proviantbeutel mit Leckereien für das Frühstück zu füllen, auch wenn für die nächsten Tagen keine Verpflegungsengpässe zu erwarten sind. Aber man kann ja nie wissen. Ab 12:00 Uhr rolle ich schließlich über die 75, bis am Straßenrand auf einen Aussichtspunkt hingewiesen wird. Eine alte Brücke sowie ein Fischer, der zu Ruhm und Ehren gekommen ist. Der Fotostopp dauert länger als üblich. Ich treffe auf einen älteren Norweger, der allein mit dem Auto unterwegs ist. Der Wagen läuft nur noch auf drei Zylindern, erfahre ich, ein Anstieg in den Westfjorden hoch nach Latrabjarg hat einen geschafft. Doch für den Rest der Insel sollte der Ausfall zu verkraften sein. Eine Reparatur ist dem Mann zu teuer. Für ihn ist es bereits die dritte Reise hierher und auch darüber hinaus ist er umtriebig. Seine bislang längste Tour hätte ihn vor einigen Jahren bis in den Iran verschlagen – von Hammerfest aus, womit ausreichend Gesprächsstoff besteht. Wir plaudern munter und die Zeit verfliegt. Macht aber ja nichts. Wir haben ja Urlaub und niemand treibt uns.
Von der 75 geht es auf die 76, Richtung Siglufjörður. Auf der asphaltierten Straße ist zwar mehr los als die Tage zuvor, jedoch geht es ruhiger zu als auf der 1. Neues zu sehen am Wegesrand gibt es nicht, zumal ohnehin die Sicht eingeschränkt ist. Die Wolken hängen tief, die Wettervorhersage gibt eine Niederschlagswahrscheinlichkeit von 60 Prozent an. Das Glück bleibt mir jedoch hold. Wo ich mich aufhalte, profitiere ich von den restlichen 40 Prozent. Und sogar der Wind bleibt erträglich, wenngleich er mir nur selten in den Rücken bläst.
In Hofsós dann der nächste Halt vor einem Supermarkt. Eine Flasche Limo für den Abend. Die schleppe ich nur ungern den ganzen Tag mit mir herum, zumal der Transport eine etwas wackelige Angelegenheit ist. Darüber hinaus eine Premiere für mich auf Island. Ein Eis. Isländer lieben Eis, las ich. Dort, wo es Eis zu kaufen gibt, ist es unübersehbar, wobei sich der Genuss auf Softeis zu beschränken scheint. Für mich eher eine klebrige Angelegenheit, nachdem der Schokoladenüberzug weg geschlabbert ist.
Auch der Campingplatz hält nicht ganz, was er in dem Faltblatt für Radler verspricht. Ich vermisse den Aufenthaltsraum, der in der Übersicht angegeben ist. Gar so schlimm ist es nicht, immerhin bleibt der prognostizierte Regen weiterhin aus und es kommt zwischendurch sogar die Sonne durch. Obwohl das Schwimmbad von Hofsós zu den
attraktiveren zählt, es liegt direkt über dem Meer, so begnüge ich mich mit der Dusche des Campingplatzes. Statt Hot-Pot gönne ich mir ein kurzes Nickerchen im Zelt bei wärmenden Sonnenstrahlen, bevor ich mich den Memoiren widme und entgegen sonstiger Gepflogenheiten dann erst der Verpflegung. Mal sehen ob es hilft, am nächsten Tag wieder schwungvoller zu starten.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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