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Reisetagebuch

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2013-05-23

27. Tag: 57 Kilometer (Gesamt: 1868)

Es ist 07:00 Uhr, als mich der Wecker aus einem Traum reißt. Entgegen aller Befürchtungen, dass die Schnellstraße vor dem Motel uns um den Schlaf bringen könnte, haben wir von dem, was um uns herum geschah, nichts mitbekommen. Als ich kurz den Vorhang aufschlage, blicke ich auf ein Grau in Grau und es regnet. Eine gute Stunde später sitzen wir beim Frühstück, das schon eher unsere Klischeevorstellungen einer Autoraststätte erfüllt. Zwar ist vieles von dem vorhanden, was wir auch anderswo zum Frühstück angeboten bekommen haben, aber es wirkt und schmeckt nach Einheitsbrei. Brötchen, die wahrscheinlich locker 2 Wochen halten, ohne hart zu werden, kräftig gestrecktes Rührei und Käse ohne Geschmack.
Gegen 09:30 Uhr rufe ich im Fahrradgeschäft an um zu hören, wie es mit unseren Rädern aussieht. Alles fertig, wir können sie abholen, erfahre ich auf englisch. Kurze Zeit später machen wir uns zu Fuß auf den Weg und erfahren im Laden, dass man stärkere Speichen und Felgen auf unsere Hinterachsen montiert hat. Der ganze Spaß kostet so viel wie ein neues Rad beim Discounter, dann bedanken wir uns für die Hilfe und verabschieden uns bei dem Racerdepan Mitarbeiter.
Um kurz nach 10:30 Uhr konfrontieren wir das neue Material mit dem Gewicht unserer Packtaschen, dann geht es mit verhaltener Zuversicht und ebensolchem Vertrauen in die Richtung, in der wir die Risse in den Felgen festgestellt haben. Da es auf dem Weg liegt, schauen wir noch kurz bei dem Haus vorbei, vor dem uns der ältere Herr am Vortag den Weg zum Fahrradladen gewiesen hat, doch wir treffen niemanden an, bei dem wir uns bedanken können. Also werfen wir die erhaltene Straßenkarte zusammen mit einer Visitenkarte und kurzem Gruß in den Briefkasten und machen kehrt, auch nach Hjo, den Ort, an dem wir eigentlich an diesem Tag starten wollten. Legen wir die ersten 10 Kilometer in nur 20 Minuten zurück, es geht stetig einen Hügel hinab, so kostet uns die folgende Strecke ungleich mehr Zeit und wir sehnen die zum Radweg umgebaute Bahntrasse herbei, über die wir nach Falköping gelangten. Statt dessen teilen wir uns nun eine wenig befahrene Landstraße mit Autos und Lastwagen, und die Anstiege sind wieder strapaziöser. In dem kleinen Ort Tidaholm kommen wir an einem Restaurant vorbei, in dem man neben einem Mittagsbuffet andere Kleinigkeiten als nur Pizza und Hamburger anbietet. Das Lokal ist gut besucht, und so parken wir die Räder auf der Terrasse – sie ist noch nass vom letzten Schauer, und niemand sitzt vor der Tür. Wir wenden uns an eine Kellnerin um zu erfahren, was wir bekommen können, und bereitwillig übersetzt sie uns die Speisekarte, von der wir sonst nur die Hälfte verstanden hätten. Unsere Wahl fällt auf eine Ofenkartoffel mit Geflügel, Salat und Baguette, und 10 Minuten später stehen die Teller vor uns und wir können nachvollziehen, warum so viele Tische besetzt sind.
Eine Stunde später starten wir zur verbliebenen Etappe. Ein Hügel kostet noch einmal weitere Kraft und Zeit, dann liegt bei mittlerweile aufgeklartem Himmel der Vättern See vor uns, während uns vom nicht weit entfernten noch größeren Vänern einige Kilometer sowie weitere Hügel trennen. Zunächst bleiben wir noch in einiger Entfernung zum See, es geht einen Hang entlang, dann knickt der Weg ab und wir gelangen an das Ufer und nach Hjo, einem Städtchen mit kleinem Hafen und vielen kleinen Geschäften in alten Gebäuden, das auf uns den Eindruck eines deutschen Kurortes macht. Ein wenig durchgefroren, trotz der Sonne ist die Luft recht frisch, steuern wir den Campingplatz an und genießen die warme Dusche. Gegen 20:00 Uhr drehen wir noch mal eine Runde durch die Straßen, doch mit eiskalten Fingern kehren wir eine ¾ Stunde später zurück, um im leeren TV-Raum des Campingplatzes der Berichterstattung und ein wenig Lektüre nachzukommen, ohne Frostbeulen zu bekommen.




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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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Zurzeit sind 2 Veranstaltungen geplant, die Liste unter Vorträge, in der Sie Details zum Wann, Wo und Worüber finden, wird jedoch ständig aktualisiert.
Falls Sie selbst Interesse haben, mich einzuladen oder Sie einen Veranstalter kennen, treten Sie gerne mit mir in Kontakt. Es erwarten Sie unterhaltsame anderthalb bis zwei Stunden Fotoshow mit live vorgetragenen Erlebnissen und Anekdoten sowie Musik untermalten Passagen. Für Fragen oder einen kleinen Plausch stehe ich Ihnen während einer kurzen Pause oder im Anschluss gerne zur Verfügung.
Ich freue mich über Ihren Besuch und bin gespannt darauf, Sie kennen zu lernen!




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