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Reisetagebuch

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2013-05-31

35. Tag: 68 Kilometer (Gesamt: 2421)

Die Nacht in der Wandererhütte verbringen wir geruhsam. Es ist zwar etwas frischer als im Zelt, das bei der morgendlichen Sonne schnell erwärmt wird, doch nicht weniger komfortabel. Gegen 09:00 Uhr haben wir unser Hab und Gut wieder vor der Tür auf den Rädern verstaut, anschließend folgt ein Frühstück im Freien auf einer der Bänke vor dem Blockhaus, ein letzter Gang zum Plumpsklo, dann folgt der Aufbruch.
Die Radelei unterscheidet sich nicht deutlich von den vorangegangenen Tagen. Irgendwo hinter der Ortschaft Annefors macht Ute sich hinter mir bemerkbar. Sie hat auf der Straße einen gut erhaltenen Pulli gefunden, der ihr bekannt vorkommt. Diesmal war ich es, der einen Handgriff vergessen hatte. Kurz zuvor hatte ich mich des Oberteils entledigt, es allerdings nur lose über die hintere Packtasche gelegt, anstatt einen der Spanngurte darüber zu ziehen und ich bin meiner Frau dankbar, dass sie in einiger Entfernung folgt.
Ein paar Hügel später sind es ihre Trinkvorräte, die aufgebraucht sind und uns erneut stoppen lassen. Im Vorbeifahren erblicken wir vor ihrem Haus ein junges Pärchen, das die Sonnenstrahlen auf sich einwirken lässt. Wir reißen sie aus ihrer Ruhe mit der Frage, ob sie uns mit Leitungswasser helfen können. Bereitwillig bekommen wir die Flaschen gefüllt, es entwickelt sich über das Törchen zum Grundstück eine nette Unterhaltung, während der wir die Einladung erhalten, uns auf eine Pause zu den beiden zu gesellen. Wir lehnen dankend ab, da wir die Zeit lieber für ein Mittagessen und ein Schläfchen nutzen wollen, und fahren kurz darauf weiter. Gegen 12:30 Uhr erreichen wir Bollnäs, den nächsten größeren Ort.
In der Fußgängerzone findet ein Schulfest mit diversen Aufführungen statt, und an einigen Ständen werden unterschiedliche Appetithäppchen gereicht. Wir folgen eine Weile dem Treiben, naschen uns ein wenig durch, dann ist uns der Sinn nach etwas Handfesterem. Bei einem Italiener werden wir fündig. Es ist keine der Buden, die häufig genug am Wegesrand Pizza, Kebab und Hamburger bieten, sondern ein kleines Straßenrestaurant mit angenehmen Ambiente. Neben Vorspeisen entscheidet sich Ute für Lachs mit Nudeln, während ich Kartoffelpürree als Beilage wähle. Es schmeckt vorzüglich, und das einzige, was uns nach dem Essen fehlt, ist die Möglichkeit, die Augen zu schließen. Zunächst widmen wir uns aber den Einkäufen, dann geht es wieder Stadt auswärts. Diesmal haben wir unsere Probleme, den richtigen Weg zu finden. Wir können nicht glauben, dass die geplante Route über eine stark befahrene Straße führen soll, doch letztendlich läuft es genau darauf hinaus. Mit einem Meter Abstand rasen Busse, Laster und PKWs an uns vorbei, und die Müdigkeit verfliegt schnell; zu sehr müssen wir uns auf den Verkehr konzentrieren und schnell vermissen wir die grünen Zeichen mit dem Fahrrad und dem Text Sverigeleden, die häufig genug den Weg markierten.
Eine gute Stunde später ist das Abenteuer beendet. Unser Weg knickt rechts ab, und wir haben mit Vallsta den Ort erreicht, an dem sich der nächste Campingplatz befindet. Dort angekommen wählen wir einen Platz neben einem weißen Stufentandem und wir rätseln, ob es jenes des Pärchens ist, das wir in Hjo kennen lernten. Das Rad steht verwaist auf der Wiese, und wir lassen uns überraschen, wem es gehört. Als erstes schlagen wir unser Zelt auf, dann geht es hinunter an den See. Wie bereits den Tag zuvor nutze ich die Gelegenheit zum Schwimmen, Ute gibt sich mit einer kurzen Abkühlung zufrieden. Nach ein paar Minuten in der Sonne lernen wir die Besitzer des neben unserem Zelt stehenden Velos kennen. Es ist ein Pärchen aus Toulouse, das bereits seit zwei Jahren unterwegs ist, Nord- und Südamerika bereiste und nun auf dem Weg Richtung Heimat ist, ganz ohne Eile (http://cycloterriens.wordpress.com/). Wir erfahren einiges von den Problemen, die die beiden mit dem Rad hatten, dass sie seit vier Wochen, als sie in Finnland starteten, gutes Wetter hatten und eine Menge Dinge mehr, bevor die Pflicht ruft und die verschwitzte Wäsche der vergangenen Tage auf Zuwendung wartet.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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Zurzeit sind 2 Veranstaltungen geplant, die Liste unter Vorträge, in der Sie Details zum Wann, Wo und Worüber finden, wird jedoch ständig aktualisiert.
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Ich freue mich über Ihren Besuch und bin gespannt darauf, Sie kennen zu lernen!




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