Reisetagebuch

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2013-06-01

36. Tag: 102 Kilometer (Gesamt: 2523)

Nachdem es am Vorabend mit Régine und Grégoire, dem Weltenbummler Pärchen aus Frankreich, die mit ihrem Pino Stufentandem durch die Lande ziehen, ein wenig später wurde, lassen wir uns vom Wecker um 07:30 Uhr aus dem Schlafsack werfen. Aus einem gemeinsamen Frühstück wird leider nichts, da wir unsere Vorräte bereits Stunden zuvor zum Abendbrot gemacht haben, so trennen sich unsere Wege um 10:30 Uhr auf dem Campingplatz.
Für uns geht es zunächst bei erneut blauem Himmel ein paar Kilometer zurück in den nächsten Ort nach Vallsta, um dort den Supermarkt zu überfallen und uns mit der Beute zu stärken. Anschließend umrunden wir entlang des östlichen Ufers den Ljusnan See, an dem bis vor kurzem noch unser Zelt stand. Nach einigen Kilometern knickt der Weg rechts ab, und uns steht nicht nur ein steilerer Hügel im Wege, sondern ebenso ein grollendes Gewitter in der Ferne, von dem wir aber bis auf ein paar Tropfen nichts abbekommen.
Nach 50 Kilometern parken wir gegen 14:30 Uhr unsere Drahtesel in Delsbo vor einer Pizzeria. Sahen wir am Vortag in Bollnäs noch zu, bei Temperaturen deutlich über 20 Grad im Schatten zu sitzen, so ziehen wir heute ein Plätzchen in der Sonne vor. Die 20 Grad Marke dürfte an diesem Samstag nur knapp überschritten sein, und es tut gut, die wärmenden Strahlen auf der Haut zu spüren. Das Lokal selbst erinnert und ein wenig an die Verdera Bar auf Formentera – sehen und gesehen werden. An der Kreuzung kommen reihenweise ältere amerikanische Straßenkreuzer und Oldtimer vorbei, wie wir sie hier häufiger auf der Straße sehen. Der eine oder andere Fahrer der tief röhrenden Karossen gibt extra noch mal Gas, um Beachtung zu erhaschen, dann ist er wieder dem Blickfeld entschwunden und nur noch akustisch einige Augenblicke wahrnehmbar.
Zwei Stunden, ebenso viele Lasagne, Limonaden und Eis später brechen wir auf für den Endspurt. Es soll eine kurze Etappe werden. Eine gute halbe Stunde später platzt das Vorhaben. Wir stehen vor einer verschlossenen Schranke eines an sich einladend aussehenden Campingplatzes und erfahren von einem Einheimischen, dass der Platz bereits seit Jahren nicht mehr geöffnet sei. Auf unser Nachfragen teilt der Mann uns mit, dass wir in drei Kilometern Entfernung ein Hotel finden sollten, doch irgendwie schaffen wir es, daran vorbei zu fahren. Also weiter zum gut 40 Kilometer entfernten nächsten Campingplatz. Die Hälfte der Strecke bringen wir einigermaßen mühelos hinter uns, dann beginnt der anstrengende Teil. Ein Straßenschild warnt bereits vor über 5 Prozent Steigung, und während Ute zunächst hofft, dass es abwärts geht, erwartet uns das Gegenteil. Es geht hoch und höher, einer Talfahrt folgt der nächste Anstieg, und mit unserer bisherigen Tagesrekordleistung von knapp über 100 Kilometern treffen wir gegen 20:30 Uhr in Hassela ein. Der Ort macht nicht unbedingt den einladensten Eindruck, auch zahlreiche Einwohner scheinen sich fort zu orientieren, denn an vielen Häusern entdecken wir Schilder „till salu“ - zu verkaufen. Als wir den Campingplatz ansteuern, erleben wir den nächsten Schrecken – er scheint ebenso verwaist zu sein. Doch glücklicherweise schätzen wir die Lage falsch ein. Die Zeltwiese ist nicht dem geschlossenen Freibad angeschlossen, sondern nebenan gelegen und bevölkert. Wir hatten bereits geunkt, dass Samstags wohl nun der Tag sei, in dem wir in Schwimmbädern campieren sollten. Dennoch, wie die Woche zuvor zahlen wir lediglich 100 Kronen, nach bisheriger Erfahrung recht günstig, bevor ich von Mücken umgeben das Zelt aufbaue. Es dauert noch einige Zeit, bis Ute und ich ausgehfertig sind, dann setzen wir uns vor Moskitos geschützt in die Küche, und wird 00:45 Uhr, bevor diese Zeilen ihren Weg in das Internet finden und wir den Tag beenden.




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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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