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Reisetagebuch

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Bilder

2013-07-10

75. Tag: 97 Kilometer (Gesamt: 5358)
Strecke: Eastfield/Scarborough (10:30 Uhr) - Beverley (20:15 Uhr)
Wetter: bewölkt, max. 18°, Wind aus Nord

Auf unserem 4-Sterne Campingplatz hält uns nicht viel. Wir haben den Eindruck, dass derartige „Gütesiegel“ eher mit Vorsicht zu genießen sind. Mit einem oder zwei Sternen wirbt ohnehin niemand, und darüber hinaus scheinen eher Fakten wie EDV an der Rezeption zu zählen als das Wohlbefinden der Gäste. Der Campingplatz tags zuvor verzichtete auf diese Form von Kategorisierung und bot uns einen Aufenthaltsraum, hier gibt es noch nicht einmal eine Bank, auf die wir uns zum Frühstücken setzen könnten.
Was unser Fortkommen betrifft, so gibt es an diesem Mittwoch nicht viel, was wir nicht bereits gesehen hätten. Nach wenigen hundert Metern haben wir noch einmal einen Hügel mit 16% Steigung, bei dessen Bewältigung Ute sich und das Material schont und schiebt, ich hingegen keine Rücksicht auf Ross und Reiter nehme. Anschließend geht es ohne steilere Erhebungen weiter über asphaltierte Feldwege sowie kleinere Landstraßen. Gelegentlich machen wir Platz für ein Auto oder Trecker, ansonsten haben wir um uns herum überwiegend Felder, die sich über weit gezogene Hügel erstrecken. Auch von den so nervenden Barrieren bleiben wir verschont. Bei der Überquerung eines unbeschrankten Bahnübergangs hat man eine für uns bis dato neue Form des Hindernisses parat, um uns zum Absteigen zu bewegen, doch im Gegensatz zu den bereits bekannten Hürden passieren wir diese, ohne auf den Erfinder einschlagen zu wollen; vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir uns im Gespräch mit entgegen kommenden Radlern den Frust vom Leibe reden.
Etwa 10 Kilometer vor dem ins Auge gefassten Tagesziel treffen wir auf einem der Feldwege einen älteren Herrn, der uns wie die meisten Menschen im Lande freundlich grüßt. Ich spreche ihn auf den Campingplatz an, der irgendwo in der Nähe liegen müsste, doch er kann uns nicht weiterhelfen. Als ich ein Stück weiter nach dem im Navi gespeicherten Wegpunkt suche muss ich feststellen, dass dieser bereits dreieinhalb Kilometer Luftlinie hinter uns liegt. Die geschätzten 20 Minuten zurück zu fahren, um sie am nächsten Morgen erneut abzustrampeln, kommt für uns nicht in Frage. Es gibt für uns nur eine Richtung: vorwärts, auf dem nicht ganz kürzesten Weg nach Balearien.
Minuten später endet eine weitere Etappe in South Dalton, dem nächsten Dorf. Wir folgen den Hinweisschildern zum dortigen „The Pipe and Glass Inn“, doch der kurze Umweg bringt uns nicht weiter. Die beiden verfügbaren Zimmer sind bereits belegt und die Küche, aus der wir uns gerne hätten verpflegen lassen, öffnet erst in einer halben Stunde. Im Nachbarort Etton hingegen erringen wir einen Teilerfolg. Im „Light Dragoon Pub“ kann man etwas gegen den Hunger tun und ist uns behilflich bei der Suche nach einer Unterkunft. Der Wirt und ein Gast bieten uns an, unser Zelt auf deren Rasen aufzuschlagen, doch Ute legt dieser Tage wert auf eine Dusche, zumindest aber eine Toilette. So weit geht das Entgegenkommen nicht, doch wir erhalten Telefonnummern und Hinweise zu Unterkünften gegen Entgelt in der Nähe. Gegen 20:00 Uhr stehen wir in Beverley, aus geplanten 80 Kilometern sind knapp hundert geworden. Wir halten Ausschau nach einem der Pubs, das uns der Wirt in Etton empfohlen hatte, doch zunächst stoßen wir auf ein Pärchen aus Deutschland, dem Dialekt nach Schwaben. Sie residieren in der Jugendherberge des Städtchens, wie wir während der kurzen Begegnung erfahren. Mit dem Weg dorthin im Hinterkopf fragen wir uns anschließend weiter zu einer der B&B Quartiere durch. Im ersten Pub am Marktplatz sind abermals bereits alle Zimmer belegt, im nächsten in einer Seitenstraße hingegen endet unsere Suche für den Tag. Das Zimmer im Windmill ist einfach, verfügt aber über alles, was wir benötigen, und sogar noch mehr. Über den Haus eigenen Internetzugang kann Ute ohne Beschränkung im Netz stöbern, während ich mich damit zufrieden gebe, die vorletzten Neuigkeiten bereit zu stellen.
Ansonsten vergnüge ich mich mit den Zeilen der Betreiberin der Sun-Splash Strandbude auf Formentera. Anders als die exklusiv an mich per E-Mail gerichteten Urlaubserlebnisse von Nina und Beppo, den Bekannten aus Berlin, amüsiere ich mich diesmal über den Inhalt des E-Books, in dem Denise interessierte Leser an dem teilhaben lässt, was während eines Jahres ihren beruflichen Alltag prägte. Mit dem Gedanken, wie großartig es ist sowohl mental als auch physisch der Insel des Vertrauens näher zu kommen, lege ich irgendwann das Smartphone beiseite und schlafe ein.



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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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