Reisetagebuch

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Bilder

2013-07-11

76. Tag: 53 Kilometer (Gesamt: 5411)
Strecke: Beverley (09:30 Uhr) - Nähe Humberside Airport (17:45 Uhr)
Wetter: bewölkt, max. 18°, Wind aus N/O

Aufgrund der eng gefassten Frühstückszeiten im Windmill Inn lassen wir uns um 07:15 Uhr aus dem Bett läuten. Bis 08:30 Uhr ist man gewillt, die Gäste zu bewirten, wer später aufsteht, muss selber zusehen, wie er sich verpflegt. Uns jedoch gelingt es, rechtzeitig zu erscheinen und so Cornflakes, Rührei und Schinken sowie ein paar Scheiben Toast mit Marmelade zu uns zu nehmen. Was einem frühen Aufbruch jedoch entgegen steht sind Schmerzen im Zahnfleisch, die Ute seit einigen Tagen verspürt. Als diese nun bereits beim Frühstück quälen fällt der Entschluss, einen Arzt zu konsultieren. Von der Bedienung unserer Unterkunft mit Telefonnummern versorgt erhalten wir einen Termin für 11:15 Uhr. Die Wartezeit nutzen wir zu einer Fahrt durch den Ort, und während Ute die Kathedrale besichtigt sowie im Anschluss daran die Praxis aufsucht, nutze ich die Zeit zur Berichterstattung auf einer der Bänke in der Fußgängerzone.
Um 12:00 Uhr kann ich den Rechner wieder einpacken. Ute steht vor mir, den Mund ein wenig verzogen und um 100 Pfund erleichtert – ob das Geld gut investiert ist, muss sich noch zeigen. Wie am Telefon bereits mitgeteilt kostete die Begrüßung durch die Dentistin sowie ein erster Blick in den Mund knapp zwei Drittel des Betrages, der Rest entfiel auf eine Röntgenaufnahme, eine Spritze und einige Handgriffe, die die Spezialistin für erforderlich hielt.
Eine Viertelstunde später lassen wir Beverley hinter uns. Über Feldwege führen uns Wegweiser am Straßenrand sowie die Navis auf dem Lenker nach Kingston-Upon-Hull. Was wir von der Stadt zu sehen bekommen ist eher abschreckend. Die Route führt uns durch Wohngebiete, in denen uns eine Stich- und Kugelsichere Weste angebrachter erscheint als die orange farbigen Warnwesten, mit denen wir im Straßenverkehr auffallen wollen. Nach ein paar Fotos im Zentrum geht es weiter über eine Ausfallstraße in den Vorort Hessle, wo wir im dritten Anlauf bei einem Italiener auf der Suche nach einer warmen Mahlzeit fündig werden. Entgegen vorheriger Erfahrungen wird die Lasagne hier ohne Pommes Frites serviert, und auch Pizza sowie Salat decken sich mit unseren Vorstellungen.
Gestärkt nehmen wir eine Stunde später den nächsten Anlauf, den ersten 30 Kilometern weitere folgen zu lassen. Zunächst folgt der Weg über die Humber Bridge und erinnern uns dabei an andere Brücken dieser Größenordnung, die wir seit unserem Aufbruch überquerten und kommen dabei auf mindestens fünf. Nach drei Kilometern über die Flussmündung haben wir das südliche Ende erreicht, und es folgt mit Barton-Upon-Humber der nächste Ort, bevor wir wieder in eine Wellblech ähnliche Landschaft mit weitläufigen Feldern eintauchen. Als wir auf einem Feld ein paar Wohnwagen entdecken, biegen wir dorthin ab, um nach einem Stellplatz für unser Zelt Ausschau zu halten. Ein Schild in der Zufahrt macht jedoch deutlich, dass wir uns zu früh gefreut haben. Die Nutzung ist nur Mitgliedern irgendeines Vereins oder was auch immer vorbehalten. Mehr Glück haben wir jedoch damit, beim Bauernhof nebenan nachzufragen, ob man uns mit einem Stellplatz sowie der Nutzung einer Toilette sowie Dusche weiterhelfen könne. Hilfsbereit erfahren wir, dass man uns eine Dusche nicht anbieten könne, jedoch habe man eine Toilette in der Scheune und Platz genug, auf dem wir unser Zelt aufbauen können. Nach kurzem Überlegen nehmen wir das Angebot dankend an und es ist uns fast peinlich, wie die Toilette hergerichtet wird, dass wir uns wohlfühlen können. Wir bekommen eine kleine Wanne zum Waschen bereit gestellt, man bietet uns Kaffee und Tee an, und kurze Zeit später steht unsere mobile Bleibe ausgerichtet auf die nur ein paar hundert Meter entfernte Landebahn eines Flugplatzes, auf der gelegentlich Hubschrauber auf und nieder gehen.




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