Reisetagebuch

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Bilder

2013-07-13

78. Tag: 72 Kilometer (Gesamt: 5577)
Strecke: Woolhall Spa (10:45 Uhr) - Gedney Broadgate (17:15 Uhr)
Wetter: tagsüber sonnig, Abends bewölkt, circa 28°, mäßiger Wind aus Ost

Die zwölfte Reisewoche beginnt sonnig. Während ich das Zelt abbaue macht Ute sich erneut auf in das Dorf, den Einkauf für das Frühstück erledigen. Bevor wir aufbrechen, schaut noch der Herr vorbei, der uns tags zuvor auf dem Campingplatz empfangen hat und wir halten ein Schwätzchen. Unsere Tour bildet mal wieder den Aufsetzpunkt für eine Unterhaltung, im Zuge derer ich etwas über Portugal erfahre; mein Gesprächspartner hat dort ein Ferienhaus und weiß zu berichten, dass man bei der jüngeren Bevölkerung des Landes mit Englisch keine Probleme habe, ältere Portugiesen hingegen eher des Französischen mächtig seien – schon mal gut zu wissen.
Unsere Route führt uns anschließend weiter den Witham River entlang. Keine Steigungen, keine Schotterpiste, lediglich der Wind weht aus der falschen Richtung. Nach zwei Stunden Fahrt stehen wir vor der Kathedrale von Boston. Die ersten gut 30 Kilometer sind bewältigt, der Tag gerade halb rum – es ist 13:00 Uhr. Auf der Suche nach einer Tasche, in der ich unter dem Sattel das an die Solarzelle angeschlossene Ladegerät anschließen kann, fragen wir uns durch zu einem Fahrradgeschäft, doch die Suche ist nicht von Erfolg gekrönt. Ergiebiger ist der Einkauf im nächsten Supermarkt, wo Ute Rosinenbrötchen, ein Sandwich sowie Getränke ersteht. Ein paar Kilometer weiter wird der Inhalt der Tragetasche dezimiert. Wir hocken uns in den Schatten einiger Bäume, und kaum sind wir mit dem Imbiss fertig, steht ein Mann aus einem der Häuser der anderen Straßenseite vor uns. Es folgt der übliche Gesprächsablauf. Woher wir kommen, wohin es gehen soll, wie viele Kilometer, beziehungsweise hier Meilen, wie lange unterwegs. Unser Gegenüber ist angetan, gesteht, dass für ihn bereits acht Meilen mit dem Rad eine kleine Herausforderung ist, und erkundigt sich, ob er uns irgendwie helfen kann. Getränke auffüllen, zum Beispiel. Da schon wieder zwei Flaschen leer sind, nehmen wir das Angebot an und ich lerne bei der Gelegenheit auch die Gattin und Tochter des Hauses kennen. Noch einmal die gleiche Geschichte, diesmal in einer Kurzfassung, bescheiden verzichte ich auf Saft und lasse die Flaschen mit kaltem Leitungswasser füllen, dann geht es im Zick-Zack Kurs weiter über die Felder. Die Asphaltpisten sind wenig befahren, Steigungen so gut wie keine vorhanden, nur der Wind könnte aus einer anderen Richtung wehen.
Was wie wir nicht richtig in Schwung kommt ist das Laden des Smartphones über die Solarzelle. Ich kann nur mutmaßen, dass der Ladestrom nicht kontinuierlich genug ist, zumindest sinkt der Ladezustand des Gerätes eher als das er ansteigt. Entsprechend klemme ich das Gerät irgendwann ab und schließe statt dessen das Ladegerät an, über das sonst auch alles andere mit Energie versorgt wird. Was diesen Tag auf der Strecke bleibt ist eine Siesta; weder lockt eine ansprechende Stelle zum Verweilen, noch kommen wir zügig genug voran, als dass wir uns entsprechend belohnen könnten. Dafür landen wir wider Erwarten recht früh auf einem Campingplatz. Das durchschnittliche Tagespensum ist gerade absolviert, das erste Schild mit dem Zusatz „No Tents“ gerade passiert, da steht am Wegesrand ganz unerwartet, da in unserer Karte nicht verzeichnet, der Hinweis, dass nebenan gegen Entgelt in Wohnwagen und Zelte kampiert werden kann. Die gewonnene Zeit nutzen wir dazu, eine Maschine Wäsche anzustellen, kämpfen mit der Technik, da auf Anhieb weder die Waschmaschine läuft, noch später der Trockner das tut, was seinem Namen gerecht wird. Da wir zudem keine Lust haben uns noch mal auf das Rad zu schwingen, um eine warme Mahlzeit zu erhalten, machen wir es diesmal anders herum – wir lassen das Essen zu uns kommen. Die Betreiberin des Campingplatzes reicht uns auf unsere Frage die Speisekarte einer Pizzeria rüber, bekommt selbst Appetit, und gegen Abend liefert der Fahrer des Hauses unsere Bestellung ab, die wir auf einer Bank bei deutlich gesunkenen Temperaturen einverleiben. Für die Nacht sind örtliche Schauer und Gewitter angekündigt, doch bis auf entferntes Grollen bleiben wir einstweilen von Weiterem verschont und verkriechen uns um kurz nach 22:00 Uhr in die bald wärmenden Schlafsäcke.




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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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