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Reisetagebuch

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Bilder

2013-07-16

81. Tag: 63 Kilometer (Gesamt: 5794)
Strecke: Reepham (10:30 Uhr) - Bungay (18:00 Uhr)
Wetter: sonnig, 26°

Das Frühstück im „Old Brewery House“, dem Alten Brauhaus, unserer Unterkunft, ist klangvoller als es ist. Buffet artig aufgebaut finden wir vier Schalen mit Cornflakes, Haferflocken und schwer definierbarem Abgepackten zum Einweichen in Milch, ein paar Karaffen mit Säften und Milch sowie abgepackte Butter und Marmelade. Dazu erkundigt sich die Bedienung nach unseren weiteren Wünschen – Kaffee oder Tee, ein vollständiges englisches Frühstück bestehend aus gebratenen Schinken, Würstchen, Pilzen, Tomaten, Bohnen, Brot, Eiern, diese als Spiegelei oder Rührei, helles oder dunkel oder gemischtes Toast? Ein Roboter hätte die Auswahl kaum emotionsloser herunter rattern können. Wir lassen die Bohnen weg, entscheiden uns für Rührei und dunkel Toast und die restliche Auswahl, beginnen schon mal mit einem Schälchen Cornflakes, bevor wir den Teller mit den warmen Sachen an den Tisch bekommen. Als wir fertig sind, ist zwar kaum etwas übrig geblieben, doch ein herzhaftes Brötchen mit Käse oder frischem Aufschnitt hätten wir eindeutig den Vorzug gegeben.
Nach dem Auschecken aus dem Hotel muss Ute noch mal in den Supermarkt, dann verlassen wir Reepham. Verwirrung kommt auf, als wir an einer Straßengabelung weder links noch rechts herum auf der richtigen Route landen. Den Zugang zu dem Weg, der mittig verläuft, finden wir nicht beziehungsweise können nicht glauben, was man Radfahrern da zumutet. Über ein paar steile Stufen gibt es einen Pfad hinauf zu einer Brücke, der, wie wir später feststellen sollen, den Beginn einer umfunktionierten Bahntrasse bildet. Wir gelangen auf Umwegen auf die Strecke, die dann aber angenehm zu radeln ist und uns nach Norwich führt. Die fast 35 Kilometer verlaufen einigermaßen gradlinig, ohne nennenswerte Steigungen und zumeist im Schatten von Bäumen, was uns bei sommerlichen Temperaturen entgegen kommt – in den Schlagzeilen einer britischen Zeitung war bereits von einer Hitzewelle die Rede, die den ganzen Sommer anhalten soll; wir sehen darin keinen Grund zur Klage, lediglich auf den damit verbundenen Heuschnupfen könnten wir verzichten.
Unterwegs erkundigen wir uns bei drei Radfahrern nach einem Radgeschäft, erhalten Hinweise auf eines, welches an der Strecke gelegen und kaum zu verfehlen ist, und finden es auch im ersten Anlauf. Bereits seit einigen Tagen gibt Utes Rad bei jeder Umdrehung der Pedalen in 03:00 Uhr Position ein Geräusch von sich, das nicht normal ist. Das aus dem Klicken auf der rechten Seite ein Doppelklicken geworden ist und auch auf der linken Seite das Knacken zu vernehmen ist, hat die Zuversicht nicht gerade gestärkt, dass sich da etwas ohne Dazutun wieder verflüchtigen könnte, doch meine Befürchtung, dass ein neues Tretlager fällig ist, wird vom Fachmann schnell zerstreut. Er tippt auf die Pedalen, und in der Tat, nachdem erst einmal eine gewechselt ist, fährt sich das Rad wieder geräuschloser.
Ansonsten folgen wir in Norwich der vorgezeichneten und ausgeschilderten Route, die entlang einiger Kirchen durch die Stadt führt, ohne dass uns etwas besonders ins Auge sticht. Es gibt ein paar schön restaurierte Fachwerkhäuser, einige einladende Restaurants, doch wir belassen es bei einem Fotostopp und landen kurze Zeit später in einem Naherholungsgebiet entlang eines Sees. An diesem kommen wir an einem Biergarten nicht vorbei, verbringen dort eine gute Stunde kommen anschließend an einer Kläranlage der Stadt vorbei – der Geruch dort lädt weniger zum Verweilen ein und wir sind froh, als wir wieder Felder um uns herum haben.
Nach dem Durchfahren von Claxton und Langley legen wir in Loddon noch mal einen Halt ein, schlecken ein Eis auf einer Parkbank und erhalten von einem Pub Betreiber das Angebot, auf einer Wiese unser Zelt aufzuschlagen. Wir lehnen dankend ab, da wir noch wenigstens 20 Kilometer voran kommen wollen, doch als wir nach der Hälfte der Strecke Schilder am Wegesrand sehen, die zu einem Zeltplatz weisen, werden wir schwach. Das Dumme nur: der Weg führt nach einigen Kurven für uns in die falsche Richtung. Als wir jemanden fragen, ist es angeblich nur noch eine Meile hin bis zum Camping. Ein paar Minuten später stehen wir dann tatsächlich auf dem Gelände. Es macht zwar nicht den einladensten Eindruck, aber wir haben auch schon Schlimmeres gesehen, der Preis ist mit 14 Pfund in unseren Augen gerade noch vertretbar, und quasi noch am helllichten Tage beenden wir unseren Weg Richtung Süden.




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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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