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Reisetagebuch

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Bilder

2013-07-19

84. Tag: 110 Kilometer (Gesamt: 6058)
Strecke: Birch/Layer Breton (10:00 Uhr) - Enfield Island Village (20:15 Uhr)
Wetter: sonnig, 26°

Uns begrüßt an diesem Freitag Morgen ein weiterer Tag mit Bilderbuchwetter. Trotzdem frühstücken wir im Gastraum des Pubs, in dem wir uns einquartiert haben. Der Tisch ist bereits gedeckt, als wir um 08:30 Uhr erscheinen. Neben den obligatorischen Cornflakes sowie einigen Scheiben Toast erhalten wir zur Abwechselung ein paar warme Croissants sowie Blätterteigteilchen mit Marmelade und Vanillepudding.
Eine gute Stunde später ist wieder alles verstaut und an seinem Platz und es geht los. Mit uns starten ein Dutzend Pensionäre; diese allerdings zu Fuß und mit Wanderutensilien ausgerüstet. Für uns geht es abermals über Feldwege weiter. Nach einigen Kilometern laufen bei Wickham die Beschilderung am Wegesrand und die ausgearbeitete Route auf dem Navi auseinander, und in der Annahme, den Weg abzukürzen, folgen wir den Hinweisschildern. Die Entscheidung bringt uns allerdings nicht schneller ans Ziel, sondern kostet uns eine gute halbe Stunde, die wir für zehn zusätzliche Kilometer benötigen. Dafür lernen den Ort Maldon kennen, in dem wir uns neben einer Autoschlange einen Hügel hoch quälen. Ansonsten kommen wir bei mäßigem Rückenwind gut voran. Aufgrund des warmen Wetters bleiben selbst die Windbreaker Westen in den Taschen und die Anzahl der Kleidungsstücke schrumpft auf ein Minimum: Sandalen, Radlerhose, Shorts, T-Shirt sowie Halstuch, Handschuhe, Helm und Warnweste sind alles, was wir noch am Körper tragen.
Gegen 13:00 Uhr erreichen wir zurück auf der geplanten Route Chelmsford. Während Ute durch den Supermarkt streunt, vergnüge ich mich mit dem E-Book an den Erlebnissen der Strandbuden Betreiberin auf Formentera, so dass es mich gar nicht stört, dass die Besorgungen einige Zeit erfordern. Als wir wieder startbereit auf unseren Rädern sitzen spricht uns Mick an. Er lebt in der Stadt und ist gerade auf dem Weg, sich ein neues Rad zu kaufen. Wir berichten ihm von unseren Erlebnissen und was wir noch vorhaben, da ist auch ruck-zuck der Tablett PC unserer jüngsten Bekanntschaft gezückt und wir werden mit Insidertipps versorgt. Dazu gibt es noch für den Notfall die Visitenkarte versehen mit dem Angebot, auf die enthaltene Telefonnummer zurück zu greifen. Der Empfehlung, im nächsten Ort, Writtle, eine Pause einzulegen, kommen wir zwar nicht nach, dafür machen wir an einem Biergarten am Wegesrand einige Kilometer weiter halt. Im Schatten eines Baumes gönnen wir uns hier die warme Mahlzeit des Tages, könnten an Ort und Stelle auch direkt noch das Mittagsschläfchen folgen lassen, entscheiden uns aber aufgrund dessen, was wir noch vorhaben, dagegen.
Die ersten Kilometer mit gefülltem Magen fallen dafür schwer. Links, rechts, links, rechts, links, rechts – die Beine sind trotz Rückenwind schwer, doch nach einiger Zeit geht es wie von allein weiter. Ich weiß nicht, ob es an der Monotonie liegt, die gleiche Umgebung, das wunderbare Ausflugswetter oder was die Ursache sein mag, irgendwann ergreift mich die aus Schweden bereits bekannte Glückseligkeit, die Dankbarkeit, all dies erleben zu dürfen, das Bewusstsein, wie unbedeutend man doch eigentlich in diesem Universum ist und gleichzeitig, wie schmerzhaft der Verlust nahe stehender Menschen ist, bis schließlich Harlow erreicht ist und die Konzentration auf den Weg und den Verkehr mich aus den Gedanken reißt.
Auch der Verlauf der weiteren Strecke macht deutlich, dass wir uns London nähern - mehr Verkehr, größere Straßen, Ampeln, Staus, Flugzeuge im Landeanflug, ein wachsender Geräuschpegel. Ähnlich wie vor Kopenhagen durchqueren wir noch ein Naturschutzgebiet, das zumindest seine optischen Reizen hat, dann beginnt die Suche nach einem Campingplatz. Der erste Wegweiser, dem wir folgen, führt uns einen steilen Hügel hinauf. Als wir vor dem Schild am Eingang stehen, können wir es nicht fassen. Closed - geschlossen, und dafür schieben wir sogar einige Meter die Räder bergauf, das hätte man auch weiter unten kund tun können. Doch Ärgern hilft nicht weiter, also zurück an die Straße – zumindest fällt der Rückweg leichter. Der nächste Platz hat dann zwar seine Pforten geöffnet, zu Begeisterungsstürmen kann er uns jedoch nicht verleiten. Hauptstadtnähe halt – es ist teuer, und das, was wir dafür geboten bekommen, steht in keiner Relation zum entrichteten Entgelt, doch was will man machen.
So endet die zwölfte Reisewoche schließlich zu mitternächtlicher Stunde und wir sind gespannt, wie sich der nächste Tag entwickelt.




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Mit dem Rad von Köln nach Formentera - es geht auch anders ...




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Zurzeit ist eine Veranstaltung geplant, die Liste unter Vorträge, in der Sie Details zum Wann, Wo und Worüber finden, wird jedoch ständig aktualisiert.
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Ich freue mich über Ihren Besuch und bin gespannt darauf, Sie kennen zu lernen!




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